Ein Jahr nach der Projektmonat in 2025 war es endlich so weit: Am 18. September 2026 haben wir das neue Fassadenkunstwerk des KlimaKAT-Projekts mit dem Quartier und allen beteiligten Partner*innen eingeweiht. Menschen von jung bis alt, ehemalige Teilnehmende, Nachbar*innen und Interessierte kamen vorbei, um das Ergebnis zu feiern und auf die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate zurückzublicken.

Nachhaltigkeit, Kunst und jede Menge Begegnung

Die neu gestaltete Hauswand stand natürlich im Mittelpunkt des Nachmittags. Was ist seit der Projektwoche passiert? Wie wurde die Gestaltung im Stadtteil aufgenommen? Und was hat sich aus den damaligen Ideen entwickelt? Viele Nachbar*innen schauten spontan vorbei, blieben auf ein Gespräch und machten den Platz rund um die Fassade zu einem lebendigen Treffpunkt.

Auch das Thema Nachhaltigkeit spielte erneut eine wichtige Rolle. Bei einem World Café tauschten sich die Gäste unter anderem über die Frage aus: „Was tust du morgen, um deinen Alltag bewusster und nachhaltiger zu bestreiten?“ Dabei ging es nicht nur um große Ziele, sondern vor allem um kleine, konkrete Veränderungen im Alltag.

Beim Kreativ-Workshop mit HanseColor konnten alle selbst aktiv werden und zu AirBrush-Künstler*innen werden. Dazu gab es Popcorn, Kuchen und ein DJ-Set auf dem Lastenrad. Besonders schön wurde es, als spontan zwei Sänger*innen und Oliver Seyer vom Schulverein Hermannsburg mit einer Akustikgitarre dazukamen und eine kleine Jam-Session starteten. Dieser ungeplante Moment passte perfekt zum Nachmittag: offen, kreativ und voller guter Energie.

Ein Wiedersehen, aus dem Neues wachsen kann

Mit Wabec, dem Bürgerhäuschen, dem Bürgerhaus, der Blumenfee, HanseColor, der GEWOBA und uns von Visionskultur trafen auch die Projektpartner*innen wieder aufeinander. Das Fest markierte daher nicht nur den Abschluss des bisherigen Vorhabens, sondern bot zugleich eine Wiederbegegnung und die Gelegenheit, über neue Ideen für Kattenturm zu sprechen.

KlimaKAT zeigt, was aus Beteiligung wachsen kann: Eine zuvor unscheinbare Hauswand ist heute ein sichtbarer Blickfang, der Kattenturm dauerhaft bereichert und das Stadtbild aufwertet. Zugleich brachte das Fest verschiedene Generationen und Menschen aus der Nachbarschaft miteinander ins Gespräch und sorgte für neues Leben im Quartier.

Für uns steht die Fassade deshalb für weit mehr als künstlerische Gestaltung. Sie macht sichtbar, wie wir Stadtentwicklung verstehen: Menschen, Ideen und Partner*innen verbinden, Vorhaben miteinander umsetzen und Veränderungen anstoßen, die über den Projektzeitraum hinaus im Stadtteil wirken.

Am 9. September waren wir bei der Auftaktveranstaltung der Aktionswochen „Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung“ der Partnerschaften für Demokratie Bremen Mitte und Nord dabei. Die Aktionswochen schaffen Raum für Austausch, Begegnung und Auseinandersetzung mit Demokratie, Teilhabe und Antidiskriminierungsarbeit – und bringen dafür zahlreiche Bremer Vereine, Initiativen und Projekte zusammen.

Für uns war der Auftakt eine gute Gelegenheit, nicht nur zuzuhören und neue Kontakte zu knüpfen, sondern auch unsere eigene Arbeit vorzustellen: Als gefördertes Projekt präsentierten wir unsere Workshopreihe Founders.Studio – Fokus.Migration, die passenderweise erst einen Tag zuvor ihren Abschluss gefunden hatte. So konnten wir aktuelle Eindrücke und erste Ergebnisse direkt mit in den Austausch nehmen und zeigen, welche Herausforderungen Menschen mit Migrationsgeschichte beim Gründen in Bremen erleben – und welche Veränderungen es braucht, um Zugänge zum Gründungsökosystem zu verbessern.

Gemeinsame Herausforderungen sichtbar machen

Im Austausch mit den weiteren teilnehmenden Projekten wurde schnell deutlich, wie viele Themen uns trotz unterschiedlicher Arbeitsschwerpunkte verbinden. Besonders die Finanzierung und langfristige Absicherung gemeinnütziger Arbeit sowie die Frage, wie wichtige gesellschaftliche Projekte nachhaltig umgesetzt werden können, spielten dabei eine zentrale Rolle.

Diese Themen fanden auch ihren Platz in der Fishbowl-Diskussion „Gemeinsam gegen Diskriminierung“. Vertreter*innen verschiedener Bremer Vereine und Initiativen brachten ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven ein. Die Ergebnisse der Diskussion werden in die Situations- und Ressourcenanalyse Bremen-Nord weitergegeben und können damit auch über die Veranstaltung hinaus in weitere Prozesse einfließen.

Wir sind gespannt, welche Impulse daraus entstehen und wie die Perspektiven der beteiligten Projekte zukünftig aufgegriffen werden.

Wo Visionskultur direkt unterstützen kann

Vernetzung wird besonders dann wertvoll, wenn aus Gesprächen konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit entstehen. Bei zwei Herausforderungen, die von verschiedenen Projekten immer wieder genannt wurden, konnten wir direkt anknüpfen: Räume und Community.

Als Visionskultur schaffen wir in Bremen Infrastruktur für Menschen und Organisationen, die Ideen umsetzen und gesellschaftliche Wirkung entfalten wollen. Dazu gehören Räume für Arbeit, Austausch und Veranstaltungen ebenso wie der Zugang zu einer vielfältigen Community, Wissen, Kontakten und Unterstützungsangeboten.

Umso mehr freuen wir uns, einige der Gesichter, die wir bei der Auftaktveranstaltung neu kennenlernen durften, künftig auch bei uns im HUB wiederzusehen und den begonnenen Austausch fortzuführen.

Viele Perspektiven an einem Ort

Bei der Auftaktveranstaltung stellten sich unter anderem der Arabische Frauenbund e. V., das Afrika Netzwerk Bremen e. V., das Bremen Solidarity Center (BRESOC) e. V., QUARTIER gGmbH, die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen (LAGS), der Jugendclub Fockengrund, vertreten durch die AWO, der Muslimische Wohlfahrtsverband (MuWo) und wir als Visionskultur gGmbH vor.

Begleitet wurde der Abend durch einen Comedy-Auftritt von Anissa Loucif, die Fishbowl-Diskussion, die Vorstellungen der geförderten Projekte sowie viel Raum für persönliche Gespräche und Vernetzung bei Snacks und Getränken. Auch Kinderbetreuung und ein barrierefreier Zugang waren Teil des Angebots.

Vielen Dank an die Partnerschaften für Demokratie Bremen Mitte und Nord für die Einladung, die Organisation und den Raum für Austausch und Vernetzung.

Die Aktionswochen gehen weiter

Mit der Auftaktveranstaltung ist das Programm noch lange nicht vorbei: Bis zum 25. September 2026 finden insgesamt noch 17 Veranstaltungen statt. Das kostenfreie Programm richtet sich an unterschiedliche Altersgruppen und greift verschiedene Themen rund um Demokratie, gesellschaftliche Teilhabe und Antidiskriminierung auf.

Alle Termine und weitere Informationen zu den Aktionswochen 2026 gibt es hier:
Aktionswochen 2026 – Partnerschaft für Demokratie Bremen

Was braucht es, um in Deutschland zu gründen, wenn neben der Geschäftsidee auch Sprache, Bürokratie und ein neues System gemeistert werden müssen? Rund 50 Teilnehmende kamen zum Auftakt unseres Founders Studios „Fokus.Migration“ im Creative HUB zusammen, um genau darüber zu sprechen. Bei „Gründung, Migration & Pizza“ standen persönliche Erfahrungen, bestehende Hürden und vor allem der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt.

Schon beim Ankommen waren die Teilnehmenden gefragt: Auf Moderationswänden konnten sie ihre persönliche Motivation, Schwerpunkte, wahrgenommene Hürden und erste Ideen festhalten. Denn an diesem Abend sollte nicht nur über migrantische Gründungen gesprochen werden, sondern vor allem mit den Menschen, die selbst Erfahrungen mit dem Thema gemacht haben.

Drei Workshops – von Erfahrungen zu konkreten Lösungen

„Gründung, Migration & Pizza“ bildete den Auftakt der dreiteiligen Workshop-Reihe Founders Studio: Fokus.Migration. Ziel des ersten Abends war es, migrantische Gründungen sichtbarer zu machen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und einen offenen Austausch über Chancen, Herausforderungen und persönliche Erfahrungen zu ermöglichen.

Dabei ist der Auftakt nur der erste Schritt. Im zweiten Workshop stehen konkrete Tools, Beratungsangebote und Anlaufstellen im Mittelpunkt, die migrantische und internationale Gründer*innen auf ihrem Weg unterstützen können.

Im dritten Workshop geht es schließlich vom Austausch ins gemeinsame Entwickeln: Zusammen mit Gründer*innen sowie Expert*innen aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft sollen konkrete Ansätze erarbeitet werden, mit denen migrantische Gründungen gestärkt werden können. Die Erkenntnisse aus allen drei Terminen fließen dabei zusammen und sollen am Ende in konkrete Projekte oder auch Handlungsempfehlungen für Politik, Verwaltung und weitere Akteur*innen des Gründungsökosystems münden.

Drei Wege in die Selbstständigkeit

Wie unterschiedlich diese Wege aussehen können, zeigten drei Gründer*innen, die beim Auftakt ihre persönlichen Geschichten mit den Teilnehmenden teilten.

Manuela di Bari von KlarpressWerk kam ursprünglich aus Italien zum Studium nach Deutschland und arbeitete anschließend in der Nahrungsmittelbranche. Ihre Begeisterung für Lebensmittel machte sie schließlich zur Grundlage ihrer eigenen Selbstständigkeit. Mit ihrer gläsernen Ölmanufaktur setzt sie auf vollständig nachvollziehbare Lieferketten und möchte Produzent*innen und Konsument*innen wieder näher zusammenbringen.

Omar Chehade vom Delmenhorster Sicherheitsdienst verbindet seine Selbstständigkeit mit Bildung und Sprache. Als zertifizierter Bildungsträger bietet das Unternehmen unter anderem deutsch-arabische Sprach- und Sicherheitsschulungen an.

Salam Halwani richtet sich mit Workshops, Kursen und Beratung insbesondere an migrantische Frauen. Im Mittelpunkt stehen Orientierung und Empowerment – und damit die Unterstützung von Frauen dabei, eigene Perspektiven zu entwickeln und ihren Weg selbstbestimmt zu gehen.

Drei Geschichten, drei unterschiedliche Geschäftsmodelle – und gleichzeitig Erfahrungen, an die viele Teilnehmende des Abends anknüpfen konnten.

Zwischen Bürokratie, Sprache und Unterstützungsnetzwerken

Nach den persönlichen Einblicken ging es in kleineren Gruppen weiter. Anhand verschiedener Leitfragen diskutierten die Teilnehmenden ihre eigenen Erfahrungen, Herausforderungen und Ideen. Schnell entstanden lebhafte Gespräche, die anschließend gemeinsam mit den drei Speaker*innen weitergeführt wurden.

Viele Fragen drehten sich darum, wie persönliche Herausforderungen überwunden werden konnten. Gleichzeitig ging es um die größeren Rahmenbedingungen: Wie unterscheidet sich Gründen in Deutschland von anderen Ländern? Was funktioniert gut – und was weniger? Welche Netzwerke und Unterstützungsangebote helfen wirklich? Und an welcher Stelle muss man vielleicht trotz aller Unsicherheiten einfach anfangen?

Bürokratie und Sprache wurden dabei immer wieder als Herausforderungen genannt. Gleichzeitig hoben die Teilnehmenden die vielfältigen Unterstützungsangebote hervor, die Gründer*innen in Bremen bereits nutzen können.

Auch die Angebote von Visionskultur spielten dabei eine Rolle. Manuela di Bari beschrieb den Wert eines Ortes, an dem Gründung nicht allein stattfinden muss:

„Anstatt zuhause zu sitzen und auf den Bildschirm zu starren, kann man in den Hub kommen, andere Gründende treffen, sich austauschen und dort arbeiten, wo auch andere ihre Ideen weiterentwickeln.“

Omar Chehade berichtete wiederum von seinen Erfahrungen mit dem Coaching bei Visionskultur:

„Es war eine riesige Hilfe, dass ich beim Coaching von Visionskultur mit meiner Coachin Karin einen richtigen Masterplan für den Gründungsverlauf entwickelt habe.“

Damit wurde an diesem Abend auch deutlich, wie wichtig neben formalen Beratungsangeboten Räume für Begegnung, persönliche Begleitung und der Zugang zu einem Netzwerk sein können.

Der Auftakt ist gemacht

Nach der gemeinsamen Diskussion und lautstarkem Applaus ging der Abend bei Pizza und offenem Netzwerken weiter. Und obwohl die eigentliche Öffnungszeit des Creative HUB längst vorbei war, waren viele Teilnehmende noch immer in Gespräche vertieft, tauschten Erfahrungen aus, knüpften Kontakte und diskutierten weiter.

Genau dieser Austausch bildet die Grundlage für die nächsten Schritte von Fokus.Migration. Denn die rund 50 Perspektiven des ersten Abends sollen nicht im Raum bleiben: In den kommenden Workshops werden sie weitergedacht, mit bestehenden Unterstützungsstrukturen zusammengebracht und schließlich in konkrete Lösungsansätze übersetzt.

Der erste Workshop hat für alle sichtbar gemacht, wo Chancen und Herausforderungen liegen. Jetzt geht es darum, aus diesen Erfahrungen gemeinsam Wege zu entwickeln, die migrantische und internationale Gründungen nachhaltig stärken.

Wie Omar Chehade Menschen neue berufliche Perspektiven eröffnet

Manche Lebenswege verlaufen nicht geradlinig – und genau darin liegt oft ihre Stärke.
Die Geschichte von Omar Chehade ist geprägt von Mut, Verantwortung und dem festen Willen, sich immer weiterzuentwickeln. Heute begleitet er als selbstständiger Bildungsträger Menschen auf ihrem Weg in die Sicherheitsbranche – mit viel Erfahrung, Menschlichkeit und dem Wunsch, anderen echte Chancen zu eröffnen.

Zwischen Libanon und Deutschland – ein Weg voller Entwicklung

Omar wurde in Deutschland geboren und wanderte 2004 gemeinsam mit seinen Eltern in den Libanon aus. Dort verbrachte er viele Jahre seines Lebens und absolvierte eine Ausbildung als Elektriker im Baubereich. Gleichzeitig sammelte er praktische Erfahrungen als Küchenmonteur und Glaser.

Schon früh zeigte sich sein Unternehmergeist: Mit gerade einmal 20 Jahren machte er sich im Libanon selbstständig. Ein mutiger Schritt, der ihn bis heute prägt.

2017 kehrte Omar nach Deutschland zurück – ein Neustart, der nicht nur beruflich, sondern auch privat bedeutend wurde. Hier lernte er seine Frau kennen, gründete eine Familie und ist heute Vater von drei Kindern.

Vom Quereinstieg zur eigenen Bildungsmission

Der Einstieg in die Sicherheitsbranche ergab sich zunächst über einen Bekannten. Doch aus dem ersten Kontakt entwickelte sich schnell mehr: Omar begann, sich gezielt weiterzubilden und neue Qualifikationen zu erwerben. Besonders wichtig war ihm dabei immer, nicht stehenzubleiben.

Mit der Zeit spezialisierte er sich auf die Aus- und Weiterbildung von Menschen für den Sicherheitsdienst. Zusätzlich absolvierte er eine pädagogische Ausbildung im Bereich Erwachsenenbildung und wurde schließlich IHK-Prüfer in Bremen/Bremerhaven.

Heute ist Omar selbstständig als AZAV-zertifizierter Bildungsträger tätig und begleitet Menschen auf ihrem beruflichen Weg in die Sicherheitsbranche. Dabei geht es ihm nicht nur um Fachwissen – sondern darum, Menschen Perspektiven zu geben.

Menschen begleiten statt nur ausbilden

Was Omar antreibt, ist seine positive Haltung zum Leben. „Egal wie schwierig Situationen manchmal sind – ich versuche immer, das Beste daraus zu machen und mich weiterzuentwickeln.“

Diese Haltung prägt auch seine Arbeit. In seinem Bildungszentrum geht es nicht nur um Prüfungen oder Zertifikate, sondern um echte Begleitung. Viele Teilnehmer:innen kommen mit Unsicherheiten, beruflichen Brüchen oder fehlender Orientierung zu ihm. Omar möchte ihnen Stabilität, Motivation und neue Möglichkeiten bieten.

Sein langfristiges Ziel ist es deshalb, sein Bildungszentrum weiter auszubauen – mit zusätzlichen Angeboten wie:

„Ich möchte Menschen nicht nur ausbilden, sondern sie langfristig auf ihrem beruflichen Weg unterstützen.“

Prägende Momente: Verantwortung übernehmen

Besonders bewegt haben Omar Situationen, in denen er ältere Menschen vor sogenannten Enkeltrick-Betrügern schützen konnte. Solche Erlebnisse zeigen ihm immer wieder, wie wichtig Aufmerksamkeit, Verantwortung und Menschlichkeit sind – Werte, die er auch in seiner täglichen Arbeit lebt.

Dranbleiben, lernen, wachsen

Omar beschäftigt sich ständig mit neuem Wissen, schaut Dokumentationen und bildet sich kontinuierlich weiter. Für ihn ist persönliche Entwicklung kein Ziel, sondern ein dauerhafter Prozess.

Seine Reise zeigt, dass beruflicher Erfolg nicht immer sofort sichtbar ist – sondern oft aus vielen kleinen Entscheidungen entsteht: mutig sein, Chancen ergreifen, Verantwortung übernehmen und nie aufhören zu lernen.

Der Blick nach vorn

Für die Zukunft wünscht sich Omar vor allem eines: nachhaltiges Wachstum – für sich selbst, sein Bildungszentrum und die gesamte Community.

Er möchte weiterhin Menschen fördern, ihnen neue berufliche Perspektiven eröffnen und sein Angebot ausbauen. Gleichzeitig hofft er, dass noch mehr Menschen auf seine Arbeit aufmerksam werden und Teilnehmer:innen den Weg in seine Programme finden.

Sein Rat: Chancen erkennen und weitergehen

Omars Geschichte zeigt, wie viel möglich wird, wenn man bereit ist, Verantwortung für seinen eigenen Weg zu übernehmen.
Mit Ausdauer, Offenheit und dem Willen zur Weiterentwicklung hat er sich Schritt für Schritt etwas Eigenes aufgebaut – und schafft heute Chancen für andere.

Omar Chehade & Visionskultur – gemeinsam Perspektiven schaffen

Mit Mitgliedern wie Omar zeigt die Visionskultur-Community, wie vielfältig Selbstständigkeit aussehen kann: engagiert, menschlich und mit echtem gesellschaftlichem Mehrwert.
Menschen zu stärken, Potenziale sichtbar zu machen und neue Wege zu eröffnen – genau dafür steht diese Erfolgsgeschichte.

Hier findest du den Projekteintrag von Omar!

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Art, wie wir gründen, arbeiten und Entscheidungen treffen? Mit dieser Frage startete das erste Founders Studio zum Thema KI im Creative Hub Bremen. Die Besonderheit: Statt auf externe Expert:innen zu setzen, kam der erste Impuls direkt aus der Community. Genau das machte die dreiteilige Reihe aus.

Der Auftakt: Perspektiven statt Patentrezepte

Den Auftakt bildete „KI & Pizza“, ein offener Austausch über Chancen, Herausforderungen und persönliche Erfahrungen mit KI. Die Beiträge von unserer Mitglieder Franziska Herrmann, Nachhaltiges Grafik-Design und Volodymyr Symoniuk, IT-Berater und Full-Stack-Entwickler zeigten dabei eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Perspektiven auf dieselbe Technologie sein können.

Volodymyr brachte seine Haltung in einem Satz auf den Punkt:„Nicht effizienter, sondern einfacher.“

Eine Perspektive, die in der anschließenden Diskussion immer wieder aufgegriffen wurde. Denn für viele Gründer:innen geht es weniger darum, noch mehr in noch kürzerer Zeit zu erledigen. Die spannendere Frage lautet: Wie kann KI Arbeit vereinfachen und Freiräume schaffen?

Franziska wiederum sprach offen über eine andere Seite der Entwicklung. KI stelle ihr bisheriges Geschäftsmodell infrage und mache Veränderung notwendig. Gleichzeitig beschrieb sie, wie daraus neue Wege entstehen können: durch Weiterbildung, Neuorientierung und die bewusste Beschäftigung mit Tätigkeiten, die sich nicht einfach automatisieren lassen. Besonders die Arbeit an physischen und analogen Projekten habe für sie an Bedeutung gewonnen. Ihre Perspektive zeigte, dass KI nicht nur technische, sondern auch persönliche und berufliche Transformationsprozesse auslösen kann.

Bereits im ersten Workshop wurde deutlich, dass KI in unserer Community längst angekommen ist. Die Mehrheit der Teilnehmenden nutzt KI regelmäßig oder sogar täglich. Viele sehen darin Chancen für ihr Geschäftsmodell, gleichzeitig berichteten mehrere Personen von Überforderung und dem Wunsch nach mehr Orientierung. Die Ergebnisse zeigten eine offene und neugierige Haltung – aber auch den Bedarf, den Einsatz von KI bewusster und strukturierter zu gestalten.

KI im Lab: Lernen am eigenen Beispiel

Genau daran knüpfte der zweite Termin „KI am Screen“ an. Hier standen konkrete Methoden und Prompts im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden lernten verschiedene Ansätze kennen, wie KI beim Schreiben, Strukturieren und Reflektieren unterstützen kann. Ein zentrales Learning war der sogenannte „Goldene Dreischritt“: Gute Ergebnisse entstehen meist dann, wenn zunächst geklärt wird, was die eigentliche Aufgabe ist, welche Annahmen dahinterstehen und welche Informationen noch fehlen.

Vom Wissen zur Umsetzung

Im dritten Termin, „KI im Lab“, wurde schließlich praktisch gearbeitet. Die Teilnehmenden brachten eigene Fragestellungen mit und testeten gemeinsam, wie KI als Co-Writer, Assistenz oder Sparringspartner eingesetzt werden kann. Statt über KI zu sprechen, wurde direkt ausprobiert, diskutiert und verbessert. Peer-Feedback und die Arbeit an realen Anwendungsfällen standen dabei im Mittelpunkt.

Für uns liegt genau darin eine wichtige Erkenntnis: Die wertvollsten Impulse kamen nicht von außen, sondern aus der Community selbst. Die Reihe hat gezeigt, wie viel Wissen, Erfahrung und Reflexionsfähigkeit bereits in unserem Netzwerk vorhanden sind. Wenn Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen zusammenkommen, entstehen neue Perspektiven, praktische Lösungen und oft die spannendsten Fragen.

Das Founders Studio war deshalb weit mehr als eine Workshopreihe zu KI. Es war ein gemeinsamer Lernprozess über den Umgang mit Veränderung, über neue Möglichkeiten im Gründungsalltag und über die Kraft einer Community, die ihr Wissen miteinander teilt.

Und genau daran möchten wir anknüpfen. Die nächsten Formate sind bereits in Planung. Denn eines hat diese Reihe deutlich gezeigt: Die Zukunft von KI wird nicht nur durch Technologie gestaltet – sondern durch die Menschen, die sie gemeinsam reflektieren und anwenden.

Unser Kulturmobil war gestern wieder unterwegs und machte Station vor dem Theater Bremen – im Rahmen einer besonderen Veranstaltung von Donka Dimova: „Das Haus in der Ferne“.

Zwischen Goetheplatz und Theaterfassade entstand ein offener Kulturraum im Stadtraum selbst. Das mobile Bühnenformat brachte Literatur und Performance direkt vor das Gebäude und verwandelte den Ort in einen spontanen Begegnungsraum für Publikum, Passant*innen und Beteiligte.

Im Mittelpunkt des Abends stand Donka Dimovas literarischer Blick auf ein symbolisches Mehrfamilienhaus in Gröpelingen. Dieses Haus ist weniger ein konkreter Ort als vielmehr ein verdichtetes Gefüge aus Geschichten, Erinnerungen und Lebensrealitäten. Menschen aus Bulgarien, der Türkei, Bremen und anderen Orten leben hier nebeneinander, verbunden durch die Figur der Nadezda – deren Name „Hoffnung“ bedeutet. Sie fungiert als verbindende Stimme, die die Bewohner*innen zum Sprechen bringt und die einzelnen Perspektiven miteinander verknüpft.

Stockwerk für Stockwerk entfaltet sich so ein vielstimmiges Panorama: Anekdoten aus dem Alltag, Gespräche über das Leben im Ausland, Weisheiten, Bruchstücke von Biografien und bulgarische Lieder fügen sich zu einem Bild einer Gesellschaft, die oft am Rand wahrgenommen wird und doch sehr nah an den alltäglichen Realitäten liegt. Das Haus wird dabei selbst zum literarischen Raum, in dem unterschiedliche Erfahrungen übereinandergeschichtet sind.

Donka Dimova, die in Bulgarien aufwuchs und später in Bremen und Hannover Politik und Soziales studierte, arbeitet in ihrem Schreiben immer wieder an diesen Übergängen zwischen Sprache, Herkunft und sozialem Kontext. Ihre bisherigen Gedichtbände auf Bulgarisch – „Превод на ежедневието / Übersetzung des Alltags“ (2015) und „На границата. Поезия в пукнатина / An der Grenze. Poesie aus dem Riss“ (2022) – setzen sich ebenfalls mit Grenzerfahrungen auseinander. „Mehrfamilienhaus ohne Aussicht“ ist ihr erster auf Deutsch geschriebener Gedichtband und führt diese Themen konsequent weiter.

Ein prägnanter Moment des Textes beschreibt das Haus als fragmentierte Struktur:
„Als wäre dies ein Puzzlehaus / zersplittert und zusammengeklebt / vom vielen Kommen und Gehen, / vom Kurz-Verweilen und Lang-Ausharren.“
Und an anderer Stelle verdichtet sich die Erfahrung von Öffnung und Schließung in der wiederholten Zeile: „open-closed / open-closed / open-closed“.

Das Kulturmobil selbst wurde dabei zu mehr als nur einer technischen Bühne. Es fungierte als beweglicher Resonanzraum, der Literatur aus dem institutionellen Rahmen heraus in den öffentlichen Raum trägt und dort unmittelbar erfahrbar macht. Vor dem Theater Bremen entstand so ein Setting, in dem Stadt, Text und Publikum ineinandergreifen konnten.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit Visionskultur und globale° statt und war Teil der ersten Aktionstage „Zusammenhalt in Vielfalt“.

Vor vier Wochen haben wir die Türen unseres neuen Creative Hub Bremen in der Pelzerstraße 40 geöffnet – und seitdem ist unglaublich viel passiert. Der Hub hat sich in kurzer Zeit zu einem lebendigen Ort für Austausch, kreative Ideen, Zusammenarbeit und Gründung entwickelt.

Schon im alten Creative Hub in der Kinderklinik wurde klar: Der Bedarf nach offenen, inspirierenden Räumen in Bremen ist groß. Seitdem nutzen täglich unterschiedlichste Menschen den Hub – zum Arbeiten, Netzwerken, Ideen entwickeln, Austauschen oder einfach, um Teil der Community zu sein. Von Gründer*innen über Kreative bis hin zu Initiativen und Studierenden: Der neue Hub bringt Menschen zusammen, die Dinge bewegen wollen.

In den vergangenen vier Wochen fanden bereits zahlreiche Workshops, Meetings, Community-Treffen und kreative Sessions statt. Die Workshopräume wurden intensiv genutzt, erste Projekte sind entstanden und neue Kooperationen wurden angestoßen. Besonders schön zu sehen: Viele Besucher*innen kommen inzwischen regelmäßig vorbei und nutzen den Hub aktiv als Arbeits- und Begegnungsort.

Auch unsere offenen CoWorking-Flächen, das Recording Lab, das Motion Lab und der Meeting Point wurden bereits mit Leben gefüllt. Immer wieder entstehen spontane Gespräche, neue Kontakte und gemeinsame Ideen – genau das, was wir uns für diesen Ort gewünscht haben.

Ein besonderes Highlight waren die vielen unterschiedlichen Menschen und Perspektiven, die den Hub in den ersten Wochen geprägt haben. Der Creative Hub zeigt einfach, wie wichtig niedrigschwellige Orte für Innovation, Kreativität und Vernetzung sind.

Auch aus der Community kamen viele positive Rückmeldungen:

„Es fühlt sich an, als hätte die Bremer Innenstadt endlich einen Ort, an dem man einfach machen kann.“

„Ich komme eigentlich nur für ein Meeting vorbei – und gehe jedes Mal mit neuen Ideen oder Kontakten wieder raus.“

„Die Atmosphäre motiviert total. Man merkt, dass hier viele Menschen zusammenkommen, die wirklich etwas bewegen wollen.“

„Der Hub ist nicht nur ein Raum, sondern ein Treffpunkt für Austausch und gegenseitige Unterstützung.“

Neben den Veranstaltungen wurde auch hinter den Kulissen viel weiterentwickelt: neue Formate geplant, Kooperationen aufgebaut und Ideen gesammelt, wie der Hub gemeinsam mit der Community weiter wachsen kann. Denn der Creative Hub soll kein fertiges Konzept sein, sondern ein Ort, der sich mit den Menschen weiterentwickelt, die ihn nutzen.

Nach den ersten vier Wochen können wir sagen: Der Start war intensiv, inspirierend und voller Energie. In den kommenden Monaten folgen weitere Workshops, Community-Events, Netzwerkformate und neue Möglichkeiten, den Hub aktiv mitzugestalten.

Danke an alle, die in den ersten Wochen dabei waren, den Ort mit Leben gefüllt haben und Teil dieser wachsenden Community sind.

Wir freuen uns auf alles, was noch kommt – und auf alle Ideen, die hier in Zukunft entstehen werden.

Wann Ideen scheitern – und warum genau hier gute Gründungen beginnen 

Das Growmorrow Festival verfolgt eine klare Intention: Zukunft nicht als abstraktes Versprechen zu verhandeln, sondern als konkrete Gestaltungsaufgabe – regional verankert, gesellschaftlich reflektiert und im Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gründungsszene. Am 16. April wurde dieser Anspruch in der Bremer Energieleitzentrale erlebbar: Mit über 60 Speakerinnen und Speakern und mehr als 800 erwarteten Besucherinnen und Besuchern entwickelte sich das Festival zu einem zentralen Treffpunkt der norddeutschen Zukunfts- und Gründungsszene. 

Eines der Panels, das diesen Anspruch besonders deutlich machte, trug den Titel: „Warum gute Ideen scheitern – und wie trotzdem erfolgreiche Gründungen entstehen“. Auf der Bühne diskutierten Meike Goos von BRIDGE (Universität Bremen), Justinian Gomez Moreno von Andenkraft sowie Karin Tanger von Visionskultur. Moderiert wurde die Diskussion von Holger Bloem (Nordwest-Zeitung). 

Scheitern beginnt oft vor dem Markt 

Zentrale Erkenntnis des Panels: Gründungen scheitern in vielen Fällen nicht erst dann, wenn keine Kundinnen oder Kunden gefunden werden. Der kritische Punkt liegt häufig früher – dort, wo es an innerer Klarheit fehlt. Klarheit darüber, warum überhaupt gegründet werden soll, welche Motivation trägt und welches Ziel realistisch verfolgt wird. 

Karin Tanger betonte dabei insbesondere zwei Faktoren, die im Gründungsprozess häufig unterschätzt werden: Leidenschaft für das Thema und Durchhaltevermögen. Entscheidend sei nicht, dass beide maximal ausgeprägt sind, sondern dass sie ehrlich eingeschätzt werden. Je nach Ausprägung müsse sich auch das Gründungsziel unterscheiden. Nicht jede Idee müsse skaliert werden, nicht jede Gründung müsse zwangsläufig wachsen. Entscheidend sei die Passung zwischen Person, Idee und Ziel. 

Die Rolle von Visionskultur im Gründungsökosystem 

An dieser Stelle wurde auch die Rolle von Visionskultur im Bremer Gründungsökosystem sichtbar. Visionskultur war auf dem Growmorrow Festival nicht nur inhaltlich vertreten, sondern gehörte auch zu den offiziellen Netzwerkpartnern und Unterstützern der Veranstaltung. 

Während viele Förderprogramme erst bei ausgearbeiteten Konzepten oder belastbaren Geschäftsmodellen ansetzen, öffnet Visionskultur den Zugang bewusst früher. Auch Gründerinnen und Gründer mit noch vagen Ideen werden aufgenommen. Der Fokus liegt dabei weniger auf standardisierten Programmen als auf individueller Begleitung. 

In Coachings und Beratungen arbeitet Visionskultur eng mit den Gründenden daran, Motive zu schärfen, Erwartungen zu klären und realistische Entwicklungswege zu definieren. Gerade diese frühe Auseinandersetzung kann verhindern, dass Ideen scheitern, bevor sie überhaupt die Chance hatten, sich im Markt zu erproben. 

Das Panel selbst war geprägt von einer offenen, konzentrierten Gesprächsatmosphäre. Die Moderation führte die Diskussion klar und vertiefend, das Publikum beteiligte sich sichtbar interessiert. Deutlich wurde: Scheitern ist kein Tabu, sondern ein notwendiger Teil von Lern- und Entwicklungsprozessen. 

Ein Festival für Haltung und Austausch 

Eingebettet war das Panel in ein Festival, das bewusst auf journalistische Qualität und gesellschaftliche Einordnung setzte. Zu den weiteren Highlights gehörten die Keynotes von Richard David Precht, der über Zukunft, Künstliche Intelligenz und Verantwortung sprach, sowie Sabine Asgodom, die zum Abschluss den Blick auf Sicherheit und Leichtigkeit in Zeiten des Wandels lenkte. 

Eine begleitende Ausstellung regionaler Unternehmen und Initiativen sowie zahlreiche Begegnungen am Rande der Bühnen machten das Growmorrow Festival zu einem Ort intensiven Austauschs. Über den gesamten Tag hinweg entstanden vielfältige Gespräche und neue Kontakte zwischen Gründer:innen, etablierten Akteur:innen, Förderinstitutionen und weiteren Playern der Gründungsökonomie. 

Eine visuelle Nachberichterstattung mit Film‑ und Bildmaterial ist auf der Website des Festivals unter growmorrow.de verfügbar und vermittelt weitere Eindrücke von Programm, Atmosphäre und Beteiligten. 

Fazit 

Für Visionskultur war das Growmorrow Festival nicht nur ein Ort der Positionierung, sondern auch der Begegnung. Zahlreiche Projekte aus dem eigenen Netzwerk waren als Gäste vor Ort, bestehende Beziehungen wurden vertieft und neue Anknüpfungspunkte für Zusammenarbeit entstanden. 

Unterm Strich war es ein Tag, der gezeigt hat, wie wertvoll Austausch auf Augenhöhe ist – und wie wichtig Räume, in denen Gründung nicht vereinfacht, sondern ehrlich und differenziert diskutiert wird. 
Ein Tag, der sich wirklich gelohnt hat. 

Ein neues Zentrum für Ideen, Austausch und Zusammenarbeit 

Mit der Eröffnung des neuen Creative Hub Bremen am 16.04.2026 in der Pelzer Straße 40 hat die Bremer Innenstadt einen zentralen Ort für Innovation, Kreativität und Gründung gewonnen. In den ehemaligen Räumlichkeiten des Bürgerservice Centers ist ein lebendiger Arbeits- und Begegnungsort entstanden, der Gründer*innen, Kreative, Projekte und Initiativen zusammenbringt. 

Der Creative Hub ist dabei weit mehr als ein klassischer Co-Working-Space. Er versteht sich als dynamisches Innovationsökosystem, in dem Ideen nicht nur entstehen, sondern auch weiterentwickelt und umgesetzt werden können. Unterschiedliche Räume – von Coworking-Bereichen über Workshopräume und Studios für Foto- und Videoarbeiten bis hin zu Ausstellungsflächen, einem Modelabor, Podcaststudio und Veranstaltungsflächen – schaffen die Grundlage für kreatives Arbeiten und interdisziplinären Austausch. 

„Mit dem Creative Hub haben wir einen Ort geschaffen, an dem Ideen schnell wachsen können und Zusammenarbeit im Mittelpunkt steht“, so Marc Fucke, Geschäftsführer von Visionskultur. „So entstehen innovative Ideen und Start-ups, die hier Unterstützung finden und unsere Stadt bereichern.“ 

Auch die Eröffnungsfeier spiegelte genau diesen Anspruch wider. Hunderte Gäste aus der Bremer Gründungs-, Kultur- und Kreativszene kamen zusammen, um den neuen Ort kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. In ihrer Eröffnungsrede betonte Wirtschaftsstaatsrätin Maike Frese die Bedeutung des Creative Hubs für die Zukunft Bremens und hob hervor, wie wichtig Visionskultur mit seiner Arbeit und Community für Innovation, Zusammenarbeit und neue Ideen sind. 

Im Anschluss an die offiziellen Worte wurden zahlreiche Führungen durch den Creative Hub angeboten. In kleinen und größeren Gruppen konnten die Gäste die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten kennenlernen und einen direkten Eindruck davon gewinnen, wie hier zukünftig gearbeitet und gestaltet wird. Die große Nachfrage nach den Rundgängen zeigte das hohe Interesse und die Neugier am Creative Hub als zentrales Gründungs- und Transferzentrum mitten in der City. 

Nach dem offiziellen Teil ging die Veranstaltung in einen offenen Austausch über. DJ Smiles von Bremen Next begleitete den Abend musikalisch und sorgte für eine angenehme, lebendige Atmosphäre. Zwischen Gesprächen, Musik und ersten Vernetzungen wurde schnell deutlich, welches Potenzial im Creative Hub steckt. 

Auch aus der Community selbst kamen erste Stimmen: 

„Man merkt sofort, dass das hier ein Ort ist, an dem man sich gerne aufhält und miteinander ins Gespräch kommt.“ 

„Die Vielfalt an Menschen und Möglichkeiten ist beeindruckend – hier kann wirklich etwas entstehen.“ 

„Es ist beeindruckend, dass das Team von Visionskultur diesen Creative Hub innerhalb von 3 Wochen von einer Baustelle zu einem Zentrum der Innovation verwandelt hat.“ 

„Ein Raum, der offen ist und Lust macht, Ideen direkt umzusetzen.“ 

Die Eröffnung markiert damit den Startpunkt für eine Vielzahl an Formaten, die im neuen Hub stattfinden werden – von niedrigschwelligen Workshops über Community-Events bis hin zu gezielten Unterstützungsangeboten für Gründer*innen. Ziel ist es weiterhin, einen Ort zu etablieren, an dem Menschen zusammenkommen, voneinander lernen und gemeinsam Zukunft gestalten. 

Der Creative Hub Bremen ist eröffnet – wir freuen uns auf euren Besuch! 

Am 25.02. drehte sich im Visionskultur CoLab alles um ein Thema, das viele Selbstständige gerne vor sich herschieben – und das doch essenziell für unternehmerischen Erfolg ist: Buchhaltung. 

Mit 12 Teilnehmenden war der Workshop intensiv, praxisnah und voller Aha-Momente. Unter der Leitung von Webmen tauchten wir tief ein in die Welt der Zahlen, Daten und Fakten – verständlich erklärt, strukturiert aufbereitet und direkt anwendbar. 

Buchhaltung verstehen statt fürchten 

Ob Einnahmen-Überschuss-Rechnung, Belegorganisation oder steuerliche Grundlagen – schnell wurde klar: Buchhaltung ist kein notwendiges Übel, sondern ein strategisches Steuerungsinstrument. Wer seine Zahlen kennt, trifft bessere Entscheidungen. 

Webmen schaffte es, komplexe Zusammenhänge greifbar zu machen. Statt trockener Theorie gab es konkrete Beispiele aus dem unternehmerischen Alltag. Fragen waren ausdrücklich erwünscht – und wurden praxisnah beantwortet. 

Praxisorientiert und interaktiv 

Die Gruppe arbeitete aktiv mit, diskutierte individuelle Herausforderungen und teilte Erfahrungen. Gerade dieser Austausch machte den Workshop besonders wertvoll: Unterschiedliche Geschäftsmodelle bringen unterschiedliche Anforderungen mit sich – und genau diese Vielfalt spiegelte sich in den Gesprächen wider. 

Von der sauberen Belegablage bis zur Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Steuerbüro: Die Teilnehmenden nahmen konkrete To-dos und mehr Sicherheit im Umgang mit ihren Zahlen mit. 

Fazit: Mehr Klarheit, mehr Kontrolle 

Nach dem Workshop war eines deutlich: Buchhaltung bedeutet Klarheit. Klarheit über Liquidität, Rentabilität und Wachstumsmöglichkeiten. 

Der Workshop im Visionskultur CoLab hat gezeigt, dass Zahlen kein Hindernis sind – sondern ein Werkzeug. Und wer lernt, sie richtig zu nutzen, gewinnt nicht nur Überblick, sondern unternehmerische Kontrolle. 

Wir freuen uns auf die nächsten Veranstaltungen – und auf viele weitere Lernmomente mit euch! 

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