Ein Jahr nach der Projektmonat in 2025 war es endlich so weit: Am 18. September 2026 haben wir das neue Fassadenkunstwerk des KlimaKAT-Projekts mit dem Quartier und allen beteiligten Partner*innen eingeweiht. Menschen von jung bis alt, ehemalige Teilnehmende, Nachbar*innen und Interessierte kamen vorbei, um das Ergebnis zu feiern und auf die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate zurückzublicken.
Nachhaltigkeit, Kunst und jede Menge Begegnung
Die neu gestaltete Hauswand stand natürlich im Mittelpunkt des Nachmittags. Was ist seit der Projektwoche passiert? Wie wurde die Gestaltung im Stadtteil aufgenommen? Und was hat sich aus den damaligen Ideen entwickelt? Viele Nachbar*innen schauten spontan vorbei, blieben auf ein Gespräch und machten den Platz rund um die Fassade zu einem lebendigen Treffpunkt.
Auch das Thema Nachhaltigkeit spielte erneut eine wichtige Rolle. Bei einem World Café tauschten sich die Gäste unter anderem über die Frage aus: „Was tust du morgen, um deinen Alltag bewusster und nachhaltiger zu bestreiten?“ Dabei ging es nicht nur um große Ziele, sondern vor allem um kleine, konkrete Veränderungen im Alltag.
Beim Kreativ-Workshop mit HanseColor konnten alle selbst aktiv werden und zu AirBrush-Künstler*innen werden. Dazu gab es Popcorn, Kuchen und ein DJ-Set auf dem Lastenrad. Besonders schön wurde es, als spontan zwei Sänger*innen und Oliver Seyer vom Schulverein Hermannsburg mit einer Akustikgitarre dazukamen und eine kleine Jam-Session starteten. Dieser ungeplante Moment passte perfekt zum Nachmittag: offen, kreativ und voller guter Energie.



Ein Wiedersehen, aus dem Neues wachsen kann
Mit Wabec, dem Bürgerhäuschen, dem Bürgerhaus, der Blumenfee, HanseColor, der GEWOBA und uns von Visionskultur trafen auch die Projektpartner*innen wieder aufeinander. Das Fest markierte daher nicht nur den Abschluss des bisherigen Vorhabens, sondern bot zugleich eine Wiederbegegnung und die Gelegenheit, über neue Ideen für Kattenturm zu sprechen.
KlimaKAT zeigt, was aus Beteiligung wachsen kann: Eine zuvor unscheinbare Hauswand ist heute ein sichtbarer Blickfang, der Kattenturm dauerhaft bereichert und das Stadtbild aufwertet. Zugleich brachte das Fest verschiedene Generationen und Menschen aus der Nachbarschaft miteinander ins Gespräch und sorgte für neues Leben im Quartier.
Für uns steht die Fassade deshalb für weit mehr als künstlerische Gestaltung. Sie macht sichtbar, wie wir Stadtentwicklung verstehen: Menschen, Ideen und Partner*innen verbinden, Vorhaben miteinander umsetzen und Veränderungen anstoßen, die über den Projektzeitraum hinaus im Stadtteil wirken.



Am 9. September waren wir bei der Auftaktveranstaltung der Aktionswochen „Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung“ der Partnerschaften für Demokratie Bremen Mitte und Nord dabei. Die Aktionswochen schaffen Raum für Austausch, Begegnung und Auseinandersetzung mit Demokratie, Teilhabe und Antidiskriminierungsarbeit – und bringen dafür zahlreiche Bremer Vereine, Initiativen und Projekte zusammen.
Für uns war der Auftakt eine gute Gelegenheit, nicht nur zuzuhören und neue Kontakte zu knüpfen, sondern auch unsere eigene Arbeit vorzustellen: Als gefördertes Projekt präsentierten wir unsere Workshopreihe Founders.Studio – Fokus.Migration, die passenderweise erst einen Tag zuvor ihren Abschluss gefunden hatte. So konnten wir aktuelle Eindrücke und erste Ergebnisse direkt mit in den Austausch nehmen und zeigen, welche Herausforderungen Menschen mit Migrationsgeschichte beim Gründen in Bremen erleben – und welche Veränderungen es braucht, um Zugänge zum Gründungsökosystem zu verbessern.
Gemeinsame Herausforderungen sichtbar machen
Im Austausch mit den weiteren teilnehmenden Projekten wurde schnell deutlich, wie viele Themen uns trotz unterschiedlicher Arbeitsschwerpunkte verbinden. Besonders die Finanzierung und langfristige Absicherung gemeinnütziger Arbeit sowie die Frage, wie wichtige gesellschaftliche Projekte nachhaltig umgesetzt werden können, spielten dabei eine zentrale Rolle.
Diese Themen fanden auch ihren Platz in der Fishbowl-Diskussion „Gemeinsam gegen Diskriminierung“. Vertreter*innen verschiedener Bremer Vereine und Initiativen brachten ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven ein. Die Ergebnisse der Diskussion werden in die Situations- und Ressourcenanalyse Bremen-Nord weitergegeben und können damit auch über die Veranstaltung hinaus in weitere Prozesse einfließen.
Wir sind gespannt, welche Impulse daraus entstehen und wie die Perspektiven der beteiligten Projekte zukünftig aufgegriffen werden.


Wo Visionskultur direkt unterstützen kann
Vernetzung wird besonders dann wertvoll, wenn aus Gesprächen konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit entstehen. Bei zwei Herausforderungen, die von verschiedenen Projekten immer wieder genannt wurden, konnten wir direkt anknüpfen: Räume und Community.
Als Visionskultur schaffen wir in Bremen Infrastruktur für Menschen und Organisationen, die Ideen umsetzen und gesellschaftliche Wirkung entfalten wollen. Dazu gehören Räume für Arbeit, Austausch und Veranstaltungen ebenso wie der Zugang zu einer vielfältigen Community, Wissen, Kontakten und Unterstützungsangeboten.
Umso mehr freuen wir uns, einige der Gesichter, die wir bei der Auftaktveranstaltung neu kennenlernen durften, künftig auch bei uns im HUB wiederzusehen und den begonnenen Austausch fortzuführen.
Viele Perspektiven an einem Ort
Bei der Auftaktveranstaltung stellten sich unter anderem der Arabische Frauenbund e. V., das Afrika Netzwerk Bremen e. V., das Bremen Solidarity Center (BRESOC) e. V., QUARTIER gGmbH, die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen (LAGS), der Jugendclub Fockengrund, vertreten durch die AWO, der Muslimische Wohlfahrtsverband (MuWo) und wir als Visionskultur gGmbH vor.
Begleitet wurde der Abend durch einen Comedy-Auftritt von Anissa Loucif, die Fishbowl-Diskussion, die Vorstellungen der geförderten Projekte sowie viel Raum für persönliche Gespräche und Vernetzung bei Snacks und Getränken. Auch Kinderbetreuung und ein barrierefreier Zugang waren Teil des Angebots.
Vielen Dank an die Partnerschaften für Demokratie Bremen Mitte und Nord für die Einladung, die Organisation und den Raum für Austausch und Vernetzung.
Die Aktionswochen gehen weiter
Mit der Auftaktveranstaltung ist das Programm noch lange nicht vorbei: Bis zum 25. September 2026 finden insgesamt noch 17 Veranstaltungen statt. Das kostenfreie Programm richtet sich an unterschiedliche Altersgruppen und greift verschiedene Themen rund um Demokratie, gesellschaftliche Teilhabe und Antidiskriminierung auf.
Alle Termine und weitere Informationen zu den Aktionswochen 2026 gibt es hier:
Aktionswochen 2026 – Partnerschaft für Demokratie Bremen
What does it take to start a business in Germany when, alongside the business idea, the language, bureaucracy and a new system also have to be mastered? Around 50 participants came together for the kick-off of our Founders Studio „Fokus.Migration“ at the Creative HUB to talk about precisely that. At „Start-ups, Migration & Pizza“, personal experiences, existing hurdles and, above all, mutual exchange took centre stage.
Even upon arrival, participants were asked to get involved: on moderator's boards, they could jot down their personal motivations, key priorities, perceived hurdles and initial ideas. Because that evening was not just about talking about migrant entrepreneurship, but above all with the people who have had first-hand experience of the subject.
Three workshops – from experiences to concrete solutions
„Establishment, Migration & Pizza“ marked the beginning of the three-part workshop series Founders Studio: Focus.Migration. The aim of the first evening was to make migrant start-ups more visible, bring together different perspectives and enable an open exchange about opportunities, challenges and personal experiences.
And that kick-off is only the first step. The second workshop focuses on concrete tools, advisory services and contact points that can support migrant and international founders on their journey.
Finally, the third workshop moves from exchange to collaborative development: together with founders and experts from academia, administration and business, concrete approaches to strengthen migrant start-ups are to be developed. The findings from all three sessions will be brought together and are intended to culminate in concrete projects or recommendations for action for policymakers, administration and other actors in the start-up ecosystem.
Three ways to go self-employed
How different these paths can look was demonstrated by three founders who shared their personal stories with the participants at the launch event.
Manuela di Bari from KlarpressWerk originally came to Germany from Italy to study and subsequently worked in the food industry. Her enthusiasm for food eventually became the foundation of her own business. With her transparent oil manufactory, she focuses on fully traceable supply chains and aims to bring producers and consumers closer together again.
Omar Chehade of the Delmenhorst security service combines his self-employment with education and language. As a certified educational provider, the company offers German-Arabic language and security training, amongst other things.
Salam Halwani focuses particularly on migrant women through workshops, courses and consulting. The core focus is on orientation and empowerment – and thus supporting women in developing their own perspectives and charting their own course self-determinedly.
Three stories, three different business models – and at the same time experiences that many participants of the evening could relate to.



Between bureaucracy, language and support networks
Following the personal insights, the event continued in smaller groups. Using various guiding questions, the participants discussed their own experiences, challenges and ideas. Lively conversations quickly developed, which were then continued together with the three speakers.
Many questions revolved around how personal challenges could be overcome. At the same time, the discussion focused on the broader framework conditions: how does starting a business in Germany differ from other countries? What works well – and what less so? Which networks and support services genuinely help? And at what point do you simply have to get started despite all the uncertainties?
Bureaucracy and language were repeatedly cited as challenges. At the same time, participants highlighted the diverse range of support services that founders in Bremen can already utilise.
The offerings of Visionskultur also played a role in this. Manuela di Bari described the value of a place where setting up a business does not have to take place in isolation:
„Instead of sitting at home and staring at the screen, you can come to the hub, meet other founders, chat and work where others are also developing their ideas.“
Omar Chehade in turn reported on his experiences with coaching at Visionskultur:
„It was a huge help that during the coaching with Visionskultur I developed a proper master plan for the start-up process with my coach Karin.“
Thus, it also became clear that evening how important spaces for encounter, personal support and access to a network can be, alongside formal advisory services.
The start has been made
Following the joint discussion and loud applause, the evening continued with pizza and open networking. And although the official closing time of the Creative HUB had long passed, many participants were still deep in conversation, exchanging experiences, making contacts and continuing their discussions.
Precisely this exchange forms the basis for the next steps of Fokus.Migration. Because the roughly 50 perspectives from the first evening are not to be left hanging: in the forthcoming workshops they will be developed further, brought together with existing support structures and ultimately translated into concrete approaches to solutions.
The first workshop made it clear to everyone where the opportunities and challenges lie. Now it is about using these experiences to jointly develop paths that sustainably strengthen migrant and international startups.
Wie Omar Chehade Menschen neue berufliche Perspektiven eröffnet
Manche Lebenswege verlaufen nicht geradlinig – und genau darin liegt oft ihre Stärke.
Die Geschichte von Omar Chehade ist geprägt von Mut, Verantwortung und dem festen Willen, sich immer weiterzuentwickeln. Heute begleitet er als selbstständiger Bildungsträger Menschen auf ihrem Weg in die Sicherheitsbranche – mit viel Erfahrung, Menschlichkeit und dem Wunsch, anderen echte Chancen zu eröffnen.
Zwischen Libanon und Deutschland – ein Weg voller Entwicklung
Omar wurde in Deutschland geboren und wanderte 2004 gemeinsam mit seinen Eltern in den Libanon aus. Dort verbrachte er viele Jahre seines Lebens und absolvierte eine Ausbildung als Elektriker im Baubereich. Gleichzeitig sammelte er praktische Erfahrungen als Küchenmonteur und Glaser.
Schon früh zeigte sich sein Unternehmergeist: Mit gerade einmal 20 Jahren machte er sich im Libanon selbstständig. Ein mutiger Schritt, der ihn bis heute prägt.
2017 kehrte Omar nach Deutschland zurück – ein Neustart, der nicht nur beruflich, sondern auch privat bedeutend wurde. Hier lernte er seine Frau kennen, gründete eine Familie und ist heute Vater von drei Kindern.
Vom Quereinstieg zur eigenen Bildungsmission
Der Einstieg in die Sicherheitsbranche ergab sich zunächst über einen Bekannten. Doch aus dem ersten Kontakt entwickelte sich schnell mehr: Omar begann, sich gezielt weiterzubilden und neue Qualifikationen zu erwerben. Besonders wichtig war ihm dabei immer, nicht stehenzubleiben.
Mit der Zeit spezialisierte er sich auf die Aus- und Weiterbildung von Menschen für den Sicherheitsdienst. Zusätzlich absolvierte er eine pädagogische Ausbildung im Bereich Erwachsenenbildung und wurde schließlich IHK-Prüfer in Bremen/Bremerhaven.
Heute ist Omar selbstständig als AZAV-zertifizierter Bildungsträger tätig und begleitet Menschen auf ihrem beruflichen Weg in die Sicherheitsbranche. Dabei geht es ihm nicht nur um Fachwissen – sondern darum, Menschen Perspektiven zu geben.
Menschen begleiten statt nur ausbilden
Was Omar antreibt, ist seine positive Haltung zum Leben. „Egal wie schwierig Situationen manchmal sind – ich versuche immer, das Beste daraus zu machen und mich weiterzuentwickeln.“
Diese Haltung prägt auch seine Arbeit. In seinem Bildungszentrum geht es nicht nur um Prüfungen oder Zertifikate, sondern um echte Begleitung. Viele Teilnehmer:innen kommen mit Unsicherheiten, beruflichen Brüchen oder fehlender Orientierung zu ihm. Omar möchte ihnen Stabilität, Motivation und neue Möglichkeiten bieten.
Sein langfristiges Ziel ist es deshalb, sein Bildungszentrum weiter auszubauen – mit zusätzlichen Angeboten wie:
„Ich möchte Menschen nicht nur ausbilden, sondern sie langfristig auf ihrem beruflichen Weg unterstützen.“
Prägende Momente: Verantwortung übernehmen
Besonders bewegt haben Omar Situationen, in denen er ältere Menschen vor sogenannten Enkeltrick-Betrügern schützen konnte. Solche Erlebnisse zeigen ihm immer wieder, wie wichtig Aufmerksamkeit, Verantwortung und Menschlichkeit sind – Werte, die er auch in seiner täglichen Arbeit lebt.
Dranbleiben, lernen, wachsen
Omar beschäftigt sich ständig mit neuem Wissen, schaut Dokumentationen und bildet sich kontinuierlich weiter. Für ihn ist persönliche Entwicklung kein Ziel, sondern ein dauerhafter Prozess.
Seine Reise zeigt, dass beruflicher Erfolg nicht immer sofort sichtbar ist – sondern oft aus vielen kleinen Entscheidungen entsteht: mutig sein, Chancen ergreifen, Verantwortung übernehmen und nie aufhören zu lernen.
Der Blick nach vorn
Für die Zukunft wünscht sich Omar vor allem eines: nachhaltiges Wachstum – für sich selbst, sein Bildungszentrum und die gesamte Community.
Er möchte weiterhin Menschen fördern, ihnen neue berufliche Perspektiven eröffnen und sein Angebot ausbauen. Gleichzeitig hofft er, dass noch mehr Menschen auf seine Arbeit aufmerksam werden und Teilnehmer:innen den Weg in seine Programme finden.
Sein Rat: Chancen erkennen und weitergehen
Omars Geschichte zeigt, wie viel möglich wird, wenn man bereit ist, Verantwortung für seinen eigenen Weg zu übernehmen.
Mit Ausdauer, Offenheit und dem Willen zur Weiterentwicklung hat er sich Schritt für Schritt etwas Eigenes aufgebaut – und schafft heute Chancen für andere.
Omar Chehade & Visionskultur – gemeinsam Perspektiven schaffen
Mit Mitgliedern wie Omar zeigt die Visionskultur-Community, wie vielfältig Selbstständigkeit aussehen kann: engagiert, menschlich und mit echtem gesellschaftlichem Mehrwert.
Menschen zu stärken, Potenziale sichtbar zu machen und neue Wege zu eröffnen – genau dafür steht diese Erfolgsgeschichte.
Hier findest du den Projekteintrag von Omar!
Wie verändert Künstliche Intelligenz die Art, wie wir gründen, arbeiten und Entscheidungen treffen? Mit dieser Frage startete das erste Founders Studio zum Thema KI im Creative Hub Bremen. Die Besonderheit: Statt auf externe Expert:innen zu setzen, kam der erste Impuls direkt aus der Community. Genau das machte die dreiteilige Reihe aus.
Der Auftakt: Perspektiven statt Patentrezepte
Den Auftakt bildete „KI & Pizza“, ein offener Austausch über Chancen, Herausforderungen und persönliche Erfahrungen mit KI. Die Beiträge von unserer Mitglieder Franziska Herrmann, Nachhaltiges Grafik-Design und Volodymyr Symoniuk, IT-Berater und Full-Stack-Entwickler zeigten dabei eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Perspektiven auf dieselbe Technologie sein können.
Volodymyr brachte seine Haltung in einem Satz auf den Punkt:„Nicht effizienter, sondern einfacher.“
Eine Perspektive, die in der anschließenden Diskussion immer wieder aufgegriffen wurde. Denn für viele Gründer:innen geht es weniger darum, noch mehr in noch kürzerer Zeit zu erledigen. Die spannendere Frage lautet: Wie kann KI Arbeit vereinfachen und Freiräume schaffen?
Franziska wiederum sprach offen über eine andere Seite der Entwicklung. KI stelle ihr bisheriges Geschäftsmodell infrage und mache Veränderung notwendig. Gleichzeitig beschrieb sie, wie daraus neue Wege entstehen können: durch Weiterbildung, Neuorientierung und die bewusste Beschäftigung mit Tätigkeiten, die sich nicht einfach automatisieren lassen. Besonders die Arbeit an physischen und analogen Projekten habe für sie an Bedeutung gewonnen. Ihre Perspektive zeigte, dass KI nicht nur technische, sondern auch persönliche und berufliche Transformationsprozesse auslösen kann.
Bereits im ersten Workshop wurde deutlich, dass KI in unserer Community längst angekommen ist. Die Mehrheit der Teilnehmenden nutzt KI regelmäßig oder sogar täglich. Viele sehen darin Chancen für ihr Geschäftsmodell, gleichzeitig berichteten mehrere Personen von Überforderung und dem Wunsch nach mehr Orientierung. Die Ergebnisse zeigten eine offene und neugierige Haltung – aber auch den Bedarf, den Einsatz von KI bewusster und strukturierter zu gestalten.



KI im Lab: Lernen am eigenen Beispiel
Genau daran knüpfte der zweite Termin „KI am Screen“ an. Hier standen konkrete Methoden und Prompts im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden lernten verschiedene Ansätze kennen, wie KI beim Schreiben, Strukturieren und Reflektieren unterstützen kann. Ein zentrales Learning war der sogenannte „Goldene Dreischritt“: Gute Ergebnisse entstehen meist dann, wenn zunächst geklärt wird, was die eigentliche Aufgabe ist, welche Annahmen dahinterstehen und welche Informationen noch fehlen.
Vom Wissen zur Umsetzung
Im dritten Termin, „KI im Lab“, wurde schließlich praktisch gearbeitet. Die Teilnehmenden brachten eigene Fragestellungen mit und testeten gemeinsam, wie KI als Co-Writer, Assistenz oder Sparringspartner eingesetzt werden kann. Statt über KI zu sprechen, wurde direkt ausprobiert, diskutiert und verbessert. Peer-Feedback und die Arbeit an realen Anwendungsfällen standen dabei im Mittelpunkt.
Für uns liegt genau darin eine wichtige Erkenntnis: Die wertvollsten Impulse kamen nicht von außen, sondern aus der Community selbst. Die Reihe hat gezeigt, wie viel Wissen, Erfahrung und Reflexionsfähigkeit bereits in unserem Netzwerk vorhanden sind. Wenn Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen zusammenkommen, entstehen neue Perspektiven, praktische Lösungen und oft die spannendsten Fragen.
Das Founders Studio war deshalb weit mehr als eine Workshopreihe zu KI. Es war ein gemeinsamer Lernprozess über den Umgang mit Veränderung, über neue Möglichkeiten im Gründungsalltag und über die Kraft einer Community, die ihr Wissen miteinander teilt.
Und genau daran möchten wir anknüpfen. Die nächsten Formate sind bereits in Planung. Denn eines hat diese Reihe deutlich gezeigt: Die Zukunft von KI wird nicht nur durch Technologie gestaltet – sondern durch die Menschen, die sie gemeinsam reflektieren und anwenden.



Unser Kulturmobil war gestern wieder unterwegs und machte Station vor dem Theater Bremen – im Rahmen einer besonderen Veranstaltung von Donka Dimova: „Das Haus in der Ferne“.
Zwischen Goetheplatz und Theaterfassade entstand ein offener Kulturraum im Stadtraum selbst. Das mobile Bühnenformat brachte Literatur und Performance direkt vor das Gebäude und verwandelte den Ort in einen spontanen Begegnungsraum für Publikum, Passant*innen und Beteiligte.



Im Mittelpunkt des Abends stand Donka Dimovas literarischer Blick auf ein symbolisches Mehrfamilienhaus in Gröpelingen. Dieses Haus ist weniger ein konkreter Ort als vielmehr ein verdichtetes Gefüge aus Geschichten, Erinnerungen und Lebensrealitäten. Menschen aus Bulgarien, der Türkei, Bremen und anderen Orten leben hier nebeneinander, verbunden durch die Figur der Nadezda – deren Name „Hoffnung“ bedeutet. Sie fungiert als verbindende Stimme, die die Bewohner*innen zum Sprechen bringt und die einzelnen Perspektiven miteinander verknüpft.
Stockwerk für Stockwerk entfaltet sich so ein vielstimmiges Panorama: Anekdoten aus dem Alltag, Gespräche über das Leben im Ausland, Weisheiten, Bruchstücke von Biografien und bulgarische Lieder fügen sich zu einem Bild einer Gesellschaft, die oft am Rand wahrgenommen wird und doch sehr nah an den alltäglichen Realitäten liegt. Das Haus wird dabei selbst zum literarischen Raum, in dem unterschiedliche Erfahrungen übereinandergeschichtet sind.
Donka Dimova, die in Bulgarien aufwuchs und später in Bremen und Hannover Politik und Soziales studierte, arbeitet in ihrem Schreiben immer wieder an diesen Übergängen zwischen Sprache, Herkunft und sozialem Kontext. Ihre bisherigen Gedichtbände auf Bulgarisch – „Превод на ежедневието / Übersetzung des Alltags“ (2015) and „На границата. Поезия в пукнатина / An der Grenze. Poesie aus dem Riss“ (2022) – setzen sich ebenfalls mit Grenzerfahrungen auseinander. „Mehrfamilienhaus ohne Aussicht“ ist ihr erster auf Deutsch geschriebener Gedichtband und führt diese Themen konsequent weiter.
Ein prägnanter Moment des Textes beschreibt das Haus als fragmentierte Struktur:
„Als wäre dies ein Puzzlehaus / zersplittert und zusammengeklebt / vom vielen Kommen und Gehen, / vom Kurz-Verweilen und Lang-Ausharren.“
Und an anderer Stelle verdichtet sich die Erfahrung von Öffnung und Schließung in der wiederholten Zeile: „open-closed / open-closed / open-closed“.
Das Kulturmobil selbst wurde dabei zu mehr als nur einer technischen Bühne. Es fungierte als beweglicher Resonanzraum, der Literatur aus dem institutionellen Rahmen heraus in den öffentlichen Raum trägt und dort unmittelbar erfahrbar macht. Vor dem Theater Bremen entstand so ein Setting, in dem Stadt, Text und Publikum ineinandergreifen konnten.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit Visionskultur und globale° statt und war Teil der ersten Aktionstage „Zusammenhalt in Vielfalt“.



Four weeks ago we opened the doors of our new Creative Hub Bremen open at Pelzerstraße 40 – and a huge amount has happened since then. In a short space of time, the hub has developed into a vibrant place for exchange, creative ideas, collaboration and business start-ups.
Even back in the old Creative Hub in the children's hospital, it was clear that the demand for open, inspiring spaces in Bremen is high. Since then, a wide variety of people have been using the hub every day – for working, networking, developing ideas, exchanging views or simply to be part of the community. From founders and creatives to initiatives and students: the new hub brings together people who want to make things happen.
In the past four weeks, numerous Workshops, meetings, community gatherings and creative sessions instead. The workshop spaces were used intensively, first projects have emerged and new collaborations have been initiated. It is particularly nice to see that many visitors now drop by regularly and actively use the hub as a place to work and meet.
Our open coworking spaces, the recording lab, the motion lab and the meeting point have also already been brought to life. Spontaneous conversations, new contacts and shared ideas are constantly emerging – exactly what we had hoped for this place.


A special highlight was the many different people and perspectives that shaped the hub in the first few weeks. The Creative Hub simply shows just how important accessible spaces are for innovation, creativity and networking.
There was also a lot of positive feedback from the community:
„It feels as though central Bremen finally has a place where you can just crack on.“
„I'm actually only dropping in for a meeting – and leave every time with new ideas or contacts.“
„The atmosphere is totally motivating. You can tell that a lot of people are coming together here who really want to make a difference.“
„The hub is not just a space, but a meeting point for exchange and mutual support.“
Alongside the events, a lot of development also took place behind the scenes: new formats were planned, collaborations were established and ideas were gathered on how the hub can continue to grow together with the community. Because the Creative Hub is not meant to be a fixed concept, but a place that evolves alongside the people who use it.
After the first four weeks, we can say: the launch was intense, inspiring and full of energy. In the coming months, further workshops, community events, networking formats and new opportunities to actively help shape the hub will follow.
Thanks to everyone who has been there in the first weeks, filled the place with life and are part of this growing community.
We look forward to everything that is yet to come – and to all the ideas that will be created here in the future.
When ideas fail – and precisely why good start-ups begin here
The Growmorrow Festival pursues a clear intention: not to negotiate the future as an abstract promise, but as a concrete task to be shaped – anchored regionally, reflected upon socially, and in dialogue between business, science, politics and the start-up scene. On 16 April, this aspiration was brought to life in Bremen's energy control centre: with over 60 speakers and more than 800 expected visitors the festival developed into a central meeting place for the North German future and start-up scene.
One of the panels that made this claim particularly clear was entitled: „Why good ideas fail – and how successful startups are still created“. On stage, Meike Goos from BRIDGE (University of Bremen), Justinian Gomez Moreno from Andenkraft, and Karin Tanger of Visionskultur. The discussion was moderated by Holger Bloem (Nordwest-Zeitung).
Failure often starts before the market
Key insight from the panel: Start-ups often fail long before they even fail to find customers. The critical point frequently lies earlier – right where there is a lack of inner clarity. Clarity about why the business is being started in the first place, what motivation sustains it, and what realistic goal is being pursued.
In doing so, Karin Tanger particularly emphasised two factors that are frequently underestimated in the startup process: Passion for the subject and Perseverance. What is crucial is not that both are maximally developed, but that they are honestly assessed. Depending on the level of development, the founding goal must also differ. Not every idea has to be scaled, not every startup necessarily has to grow. What is crucial is the fit between person, idea and goal.



The role of vision culture in the startup ecosystem
At this point, the role of vision culture within the Bremen startup ecosystem also became visible. Vision culture was not only represented in terms of content at the Growmorrow Festival, but was also among the official network partners and supporters of the event.
While many funding programmes only start with fully developed concepts or robust business models, Visionskultur consciously opens access earlier. Founders with still vague ideas are also accepted. The focus here is less on standardised programmes than on individual support.
In coaching and consultancy sessions, Visionskultur works closely with founders to sharpen motives, clarify expectations and define realistic pathways for development. It is precisely this early-stage engagement that can prevent ideas from failing before they have even had the chance to test themselves in the market.
The panel itself was characterised by an open, focused conversational atmosphere. The moderation guided the discussion clearly and in depth, and the audience participated with visible interest. It became clear that failure is no taboo, but a necessary part of learning and development processes.
A festival for stance and dialogue
The panel was embedded in a festival that deliberately focused on journalistic quality and social context. Further highlights included the keynotes by Richard David Precht, who spoke about the future, artificial intelligence and responsibility, as well as Sabine Asgodom, who concluded by turning her focus to security and a sense of ease in times of change.
An accompanying exhibition of regional businesses and initiatives, alongside numerous interactions on the fringes of the stages, made the Growmorrow Festival a venue for intense exchange. Throughout the day, a wide range of conversations and new contacts emerged between founders, established players, funding institutions and other stakeholders in the start-up ecosystem.
Visual post-match coverage with Film‑ and visual material is on the festival website under growmorrow.de available and provides further impressions of the programme, atmosphere and participants.
Conclusion
For Visionskultur, the Growmorrow Festival was not only a place for positioning, but also for encounters. Numerous projects from its own network were present as guests, existing relationships were deepened and new starting points for collaboration emerged.
All in all, it was a day that showed how valuable peer-to-peer exchange is – and how important spaces are where entrepreneurship is not simplified, but discussed honestly and in a nuanced way.
A day that was truly worth it.
A new centre for ideas, exchange and collaboration
With the opening of the new Creative Hub Bremen on 16 April 2026 at Pelzerstraße 40, Bremen city centre has gained a central location for innovation, creativity and start-ups. A vibrant workspace and meeting place has been created in the former premises of the citizens' service centre, bringing together founders, creatives, projects and initiatives.
The Creative Hub is much more than a classic co-working space. It sees itself as a dynamic innovation ecosystem in which ideas are not only generated, but can also be further developed and implemented. Different spaces – ranging from co-working areas, workshop rooms and studios for photo and video work to exhibition spaces, a fashion lab, a podcast studio and event areas – create the foundation for creative work and interdisciplinary exchange.



„With the Creative Hub, we have created a place where ideas can grow quickly and collaboration is at the heart of everything,“ says Marc Fucke, Managing Director of Visionskultur. „This is how innovative ideas and start-ups are born, which find support here and enrich our city.“
The opening ceremony also reflected precisely this ambition. Hundreds of guests from Bremen’s start-up, cultural and creative scenes came together to discover the new space and connect with one another. In her opening speech, State Councillor for Economic Affairs Maike Frese emphasised the importance of the Creative Hub for Bremen’s future and highlighted how vital Visionskultur and its work and community are for innovation, collaboration and new ideas.
Following the official speeches, numerous guided tours of the Creative Hub were offered. In smaller and larger groups, the guests were able to get to know the diverse potential uses and gain a direct impression of how work and creation will take place here in future. The high demand for the tours demonstrated the strong interest and curiosity in the Creative Hub as a central start-up and transfer hub right in the city centre.



After the official part, the event transitioned into an open exchange. DJ Smiles from Bremen Next provided the musical accompaniment for the evening and created a pleasant, lively atmosphere. Amidst conversations, music and initial networking, it quickly became clear what potential lies within the Creative Hub.
Initial voices also emerged from the community itself:
„You can tell straight away that this is a place where people enjoy spending time and getting chatting with one another.“
„The diversity of people and opportunities is impressive – something really special can be created here.“
„It is impressive that the Visionskultur team transformed this creative hub from a building site into a centre of innovation within three weeks.“
„A space that is open and inspires you to put ideas into practice right away.“



The opening thus marks the starting point for a wide range of formats that will take place in the new hub – from accessible workshops and community events to targeted support services for founders. The aim is also to establish a place where people come together, learn from one another and shape the future together.
The Creative Hub Bremen is open – we look forward to your visit!
On 25th February, everything at the Visionskultur CoLab revolved around a topic that many self-employed people like to put off – and yet is essential for business success: accounting.
With 12 participants, the workshop was intensive, hands-on and full of lightbulb moments. Led by Webmen we dived deep into the world of numbers, data and facts – explained clearly, structured logically and ready for immediate application.
Understanding bookkeeping instead of fearing it
Whether cash basis accounting, receipt organisation or tax fundamentals – it quickly became clear that bookkeeping is not a necessary evil, but a strategic management tool. Those who know their figures make better decisions.
Webmen managed to make complex concepts tangible. Instead of dry theory, there were concrete examples from everyday business life. Questions were explicitly encouraged – and answered in a practical way.
Practical and interactive
The group participated actively, discussed individual challenges and shared experiences. It was precisely this exchange that made the workshop particularly valuable: different business models bring with them different requirements – and it was precisely this diversity that was reflected in the conversations.
From neat document filing to preparing for the meeting with the tax office: the participants took away concrete to-dos and greater confidence in dealing with their figures.



Conclusion: More clarity, more control
After the workshop, one thing was clear: bookkeeping means clarity. Clarity regarding liquidity, profitability, and growth opportunities.
The workshop at the Visionskultur CoLab showed that numbers are not an obstacle – but a tool. And anyone who learns to use them correctly gains not only an overview, but business control.
We look forward to the next events – and to many more learning moments with you!