Underpromise, Overdeliver

Emil Hasanov im Interview – Emil Hasanov ist seit August 2020 gleich mit zwei Projekten (Islamc.de und Emils Film) Teil der Visionskultur Community. Seitdem startet der Jungunternehmer voll durch, vernetzt sich, tauscht sich aus und kann von großartigen Aufträgen berichten. Das macht uns neugierig! Für euch hat Emil einige Fragen beantwortet, berichtet über seinen Werdegang und all das, was ihn motiviert und bewegt.

„Jeden einzelnen Tag aufstehen und das tun, worauf ich Lust habe. Meine Vision ist es jeden Tag Arbeit zu verrichten, die auf der einen Seite mich persönlich erfüllt und auf der anderen Seite einen Mehrwert für andere Menschen hat.“

Lieber Emil, seitdem du Mitglied unserer Community geworden bist, hat sich bei dir einiges getan! Schleichender Prozess, harte Arbeit oder spontan durchgestartet?

Ich denke alles beginnt und endet immer mit harter Arbeit, natürlich gibt es auch Ausnahmefälle, wo man sehr schnell Resultate sieht. Das kann aus den verschiedensten Gründen sein. Bei mir hat es ein wenig gedauert, um Resultate zu sehen.

Jeder Tag ist eine Möglichkeit besser zu werden aber in der Regel dauert es, bis man Ergebnisse sieht daher ist ein immer fortlaufender Prozess.

Du bist gleich mit mehreren Projektideen hier im Hub! Erzähl doch mal… (Emilsfilm, islamc.de, Endeffekt) …und vor allem, wie kam es von dem einen zum anderen?

Also es hat so angefangen, dass ich mich gemeinsam mit Mo im Creative Hub mit dem Projekt islamc.de beworben habe. Islamc.de ist ein Online-Shop für bedeckende und modebewusste Frauenkleidung. Allerdings ist Mo gelernter Webentwickler und ich bin Videograf, weshalb wir auch diese Fertigkeiten mit in den Hub genommen haben.

Dadurch, dass mir schnell langweilig wird, muss ich immer wieder parallel an Projekten arbeiten, damit ich meine Arbeitsmoral aufrechterhalten kann. Das kenne ich seit meiner Kindheit nicht anders und wenn man einfach Gas gibt und seine Leidenschaft als Beruf ausüben kann, dann entwickeln sich ganz schnell neue Möglichkeiten, welche man dann entweder ergreift oder sein lässt. In meinem Fall entschiede ich mich dafür auch an weiteren Projekten zu arbeiten!

Studiert hast du Medienkommunikation mit Jura im Nebenfach. Hat dich dein Studium für die Selbstständigkeit gut vorbereitet? Vielleicht sogar ermutigt?

Richtig ich habe mein Studium im September 2021 erfolgreich abgeschlossen, allerdings wusste ich bereits zum Studienbeginn 2019, dass ich nach meinem Studium selbstständig sein möchte. Ich muss tatsächlich sagen, dass mich das Studium im Wesentlichen nicht auf die Selbstständigkeit vorbereitet hat und mir keinerlei fachlichen Kenntnisse für meinen Beruf als Videograf vermittelt hat. Auf der anderen Seite habe ich mich nie wirklich für die Themen im Studium interessiert und habe daher nie intensiv mitgearbeitet, sondern alle Vorlesungen selbst vor und nachbereitet und einfach meine Prüfungen geschrieben. Das ging auch Gott sei Dank alles gut!

Ich würde allerdings sagen, dass das selbstständige Lernen mit weitergebracht und zu Verstehen gegeben hat, dass wenn du etwas erreichen möchtest (Im Falle des Studiums eine gute Note in der Prüfung), dann musst du dich selbst hinsetzen und dafür fleißig lernen. Es gibt keinen anderen Weg, der kürzer oder einfach ist. Mich hat das Studium zum Teil ermutigt selbstständig zu werden, da ich viele interessante Menschen an der Uni kennenlernen durfte, welche meinen Horizont erweitert und mich in eine positive Richtung beeinflusst haben.

Welche Hilfsangebote, Ressourcen, Möglichkeiten haben dich besonders in deinem Werdegang unterstützt?

YouTube, learning by doing und Menschen um mich herum, die bereits beruflich weiter fortgeschritten waren als ich.

Neben den tollen Videos, die du für die Visionskultur erstellst, hast du einige andere videografische Projekte. Magst du berichten? -Wie kam es dazu? Was genau ist das Ziel deiner Arbeit?

Die meisten Projekte entstehen tatsächlich, dadurch dass ich „gute“ Arbeit geleistet habe und die Auftraggeber mich an Freunde, Bekannte und ihr Netzwerk weiterempfehlen.

Ich durfte im Jahr 2021/22 Videos für die Universität Bremen, das Gründerzentrum der Universität Oldenburg, die Visionskultur, den OSC Bremerhaven, MeinBremen und jetzt für die Handwerkskammer Bremen produzieren. Natürlich gab es noch zahlreiche andere Projekte in verschiedenen Branchen wie: Immobilien, Industrie, Drucktechnologie, Marketing etc.

Das Ziel meiner Arbeit ist es den Kunden mit meinen Videos nicht zufriedenstellen, sondern zu begeistern. Videos kommunizieren für mich Gedanken, Konzepte und Visionen. Ich möchte helfen diese Konzepte kreativ zu visualisieren und so vielen Menschen wie möglich ein positiven Erlebnis mit meiner Arbeit hinterlassen.

Du arbeitest auch für die Stadt und die Handwerkskammer Bremen. Was denkst du über den Nutzen und die Potentiale, die auch für solche Akteure in Social Media stecken?

Ich denke das ist definitiv notwendig, da die heutige Generation sich überwiegend im Internet bewegt. Das analoge verliert immer mehr an Wert, wobei digitales immer weiter in den Vordergrund rückt. Es ist wichtig, dass institutionelle und städtische Akteure sich überwiegend in dieser digitalen Sphäre bewegen, damit sie so viele Menschen wie möglich parallel erreichen können. Es ist wichtig, dass diese Akteure sich Experten an die Seite holen, welche diese Aufgabe bewältigen können und sich tagtäglich damit beschäftigen. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass institutionelle und städtische Akteure, vor allem in Bremen diesen Wert erkennen und mehr umsetzen in diese Richtung.

Was motiviert dich?

In erster Linie, motiviert mich mein Ich am meisten. Ich möchte besser sein, als ich es gestern war und stelle Erwartungen an mich selbst, die wahrscheinlich utopisch scheinen. Nur durch diese Erwartungen kann ich wachsen und stetig besser werden. Außerdem motivieren mich die Menschen um mich herum. Jeder einzelne/Jede einzelne für den/die ich Videos produzieren durfte. Das Feedback bestätigt mich in meiner Arbeit oder lässt mich Fehler und Verbesserungen erkennen, die ich selbst möglicherweise nicht gesehen hätte. Das Feedback auf meine Videos gibt mir das Gefühl verstanden zu werden und eine Wertschätzung gegenüber meinen Fähigkeiten.

Welche drei Tipps würdest du neuen Mitglieder gerne mit auf den Weg geben? Was hast du hier im Hub gelernt?

  1. Persönlicher Austausch mit der Community
  2. Spaß an deiner Arbeit nicht vernachlässigen
  3. Jeden Tag dankbar für die gegebenen Möglichkeiten zu sein

Wie wichtig ist Community für dich? Kannst du uns eine Sache nennen, die du aus der Gemeinschaft gelernt hast?

Die Gemeinschaft hat mich gelehrt, dass man nicht alle mit seinen Problemen und Sorgen ist. Auch das man nicht alleine mit seiner Vision ist und auch wenn jeder/jede eine unterschiedliche Vision verfolgt bleibt der Weg derselbe. Spaß haben, diszipliniert und dankbar sein.

Ein Gefühl von Verständnis entsteht durch die Community und auch das man versteht, dass man in der Gemeinschaft deutlich mehr erreichen kann als alleine. Menschen sind soziale Wesen und die Gesellschaft von anderen tut uns mental sehr gut.

Was bedeutet für dich eine Vision haben?

Eine Vision zu haben, bedeutet ein Ziel zu haben. Ein Ziel zu haben, bedeutet dass man unter keinen Umständen aufgibt, bevor man nicht sein Ziel erreicht hat. Man kann die Wege dorthin ändern oder die Richtung korrigieren, aber man darf niemals aufhören jeden Tag an dem Ziel zu arbeiten, bis man es erreicht hat.

Und nun zur letzten Frage: Warum Bremen?

So sehr ich auch manchmal aus Bremen weg möchte, da ich 23 Jahre meines Lebens hier verbracht habe wird mir nicht selten bewusst, dass ich Bremen in Wirklichkeit niemals verlassen möchte. Bremen ist wunderschön und weckt schöne als auch negative Erinnerungen in mir. Die aber alle notwendig waren, damit ich heute zu dem Menschen werde, der ich bin. Bremen ist wunderschönen mit seinen kleinen Gassen und alten Häusern und dem Trubel in der Innenstadt am Marktplatz oder in der Obernstraße. Das Schicksal ließ es nicht zu, dass ich Bremen verlasse und ich habe es bereits einige Male probiert. Diese Nostalgie, diese Erinnerungen, diese schönen Straßen und Menschen, der Charme ist viel zu schade, um all das aufzugeben für etwas anderes. Ich habe einige Orte auf der Welt bereits, doch kehre ich immer wieder zurück nach Bremen mit dem Gefühl von Heimweh.

Das schöne ist außerdem das Bremen die perfekte Größe zum Leben hat: Nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Das perfekte Mittelding aus zu überfüllter Großstadt und zu langweiliger Kleinstadt.

Hier ist meine Familie, hier sind meine Freunde, hier ist meine Arbeit. Hier habe ich das erste Mal geliebt, hier habe ich das erste Mal geweint. Und diese Erinnerungen trage ich für immer im Herzen und Bremen hat mich zu dem Menschen geformt, der ich heute bin. Selbst wenn ich wollte, könnte ich Bremen niemals endgültig verlassen, auch wenn mich das Fernweh reizt. Aber Bremen ist und bleibt für immer in meinem Herzen und das gebe ich für nichts in der Welt auf!

Ich möchte das noch viel mehr Menschen auf dieser großen Welt von unserer schönen Stadt erfahren, vom schlechten Wetter bis hin zu den freundlichen und herzlichen Menschen, welche Bremen ausmachen. Von unseren Freunden, von den Träumern und Träumerinnen, die Visionen haben. Visionen, die im ersten Moment unrealistisch erscheinen aber doch funktionieren können.

Also ich hoffe Du weißt jetzt Warum!

Podcast

Höre rein in unseren Podcast und lerne unsere Projekte kennen.

newsletter
Erfahre wöchentlich welche Angebote und Workshops auf dich warten.
Newsletter
[contact-form-7 id="19" title="Newsletter form"]
chevron-down