Kreative Zwischennutzung, lebendiger Austausch und ein offener Ort mitten in der Innenstadt
Mit dem Winter Pop Hub hat Visionskultur im Winter einen neuen kreativen Ort in der Bremer Innenstadt geschaffen. In zentraler Lage, in unmittelbarer Nähe zum Hanseatenhof, wurde leerstehende Fläche temporär neu belebt – als offenes Atelier, Werkstatt und Verkaufsraum zugleich. Ziel war es, die Vielfalt der Bremer Gründungs- und Kreativszene sichtbar zu machen und einen niedrigschwelligen Begegnungsort für Austausch, Inspiration und Beteiligung zu eröffnen.
Von Anfang an war der Winter Pop Hub als offenes Format gedacht: Passant*innen konnten nicht nur Produkte entdecken und erwerben, sondern den Entstehungsprozessen direkt zusehen, mit den Macher*innen ins Gespräch kommen und selbst kreativ werden. Die rundum verglaste Fläche machte Handwerk, Design und Gründung unmittelbar erlebbar und lud dazu ein, stehenzubleiben, Fragen zu stellen und Neues auszuprobieren.
Kreative Vielfalt aus der Visionskultur-Community
Getragen wurde der Winter Pop Hub von engagierten Mitgliedern der Visionskultur-Community. Unterschiedliche Projekte präsentierten ihre Arbeiten vor Ort – von Keramik, Papierkunst und Fotografie über Mode, Accessoires und Upcycling bis hin zu Papeterie und Geschenkideen. Die Bandbreite der Angebote zeigte, wie vielfältig, professionell und nachhaltig die Bremer Kreativszene aufgestellt ist.
Besonders wertvoll war dabei der direkte Austausch: Besucher*innen konnten Einblicke in Arbeitsweisen gewinnen, Feedback geben, Produkte testen und mehr über die Geschichten hinter den Ideen erfahren. Für viele der beteiligten Projekte bot der Winter Pop Hub eine seltene Gelegenheit, ihre Arbeit unter realen Bedingungen zu präsentieren und weiterzuentwickeln.



Workshops als Herzstück des Pop-ups
Ein zentraler Bestandteil des Winter Pop Hubs war das umfangreiche Workshop-Programm. In offenen und angeleiteten Formaten konnten Interessierte selbst aktiv werden – etwa beim Gestalten von Keramik, beim Arbeiten mit Papier, bei textilen Techniken oder beim Upcycling. Die Workshops machten kreative Prozesse greifbar und senkten Hemmschwellen: Mitmachen war ausdrücklich erwünscht, Vorkenntnisse nicht erforderlich.
So entstand ein Ort des Lernens, Ausprobierens und gemeinsamen Gestaltens – generationenübergreifend und niedrigschwellig. Viele Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, neue Techniken kennenzulernen oder eigene kreative Ideen umzusetzen.
Ein Ort für Begegnung und Stadtentwicklung
Über das konkrete Programm hinaus zeigte der Winter Pop Hub, welches Potenzial in temporären Nutzungen innerstädtischer Flächen liegt. Er schlug eine Brücke zwischen Weihnachtsmarkt, Innenstadt und lokaler Szene und machte deutlich, wie Stadtentwicklung durch kulturelle und kreative Impulse bereichert werden kann.
Gleichzeitig nutzte Visionskultur die Fläche, um über die eigene Arbeit, zukünftige Projekte und Perspektiven ab 2026 zu informieren. Formate wie die „Hub-Zeit“ oder thematische Austauschrunden fanden auch hier ihren Platz und stärkten die Vernetzung innerhalb der Community.



Visionskultur bedankt sich bei allen beteiligten Community-Mitgliedern, Besucher*innen und Unterstützer*innen – und nimmt viele Impulse und Erfahrungen mit in kommende Projekte.
Beteiligte Projekte:
Visionscouture (Angelika Erbacher), Monika Jessing, Caroline Schwarz, Photowerkstatt Sabine Mühl, Bremer Maker (Heiko Ahrens), BagFood (Anna Udoh) und trashures by Fashion Up (Chiara Janique Ahrens)
Unterstützt durch die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation und der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB).
Wir bei Visionskultur haben die Charta der Vielfalt am 28. August 2025 unterzeichnet! Mit diesem Schritt setzen wir ein deutliches Zeichen: Wir stehen für eine Arbeitskultur, die offen, wertschätzend und zukunftsorientiert ist – eine Kultur, in der jede und jeder die Möglichkeit hat, sich einzubringen und zu wachsen.

Die Charta der Vielfalt ist die größte Arbeitgebendeninitiative in Deutschland zur Förderung von Diversität am Arbeitsplatz. Sie bringt über 6.000 Organisationen mit rund 16 Millionen Beschäftigten zusammen, die sich für eine offene, inklusive Unternehmenskultur einsetzen. Mit unserer Unterzeichnung verpflichten wir uns bewusst dazu, ein Umfeld zu schaffen, in dem Unterschiede nicht als Hürden gesehen werden, sondern als Bereicherung. Ganz gleich, ob es um Alter, Herkunft, Geschlecht, Fähigkeiten, Religion, sexuelle Orientierung oder sozialen Hintergrund geht – wir wollen Vielfalt aktiv leben und gestalten.
Für uns ist Vielfalt kein leeres Schlagwort, sondern eine echte Chance. Sie bereichert unsere Arbeit, unsere Perspektiven und unsere Zusammenarbeit. Wir möchten ein Umfeld schaffen, in dem jede und jeder seine Stärken einbringen kann – und in dem unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen uns gemeinsam kreativer, stärker und erfolgreicher machen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die bewusste Förderung von Niedrigschwelligkeit und Vielfalt. Ziel ist es, Raum für unterschiedliche Projekte, Hintergründe und Entwicklungsstände zu schaffen und Zugänge so zu gestalten, dass möglichst viele Menschen ihre Ideen einbringen und weiterentwickeln können. Diese Offenheit stärkt nicht nur die Vielfalt der Projekte, sondern auch die Innovationskraft und Relevanz des gesamten Ökosystems.
Die Unterzeichnung der Charta ist für uns ein weiterer Schritt auf unserem Weg zu einer modernen Unternehmenskultur. Wir wollen nicht nur über Werte sprechen, sondern sie spürbar machen – in der Art und Weise, wie wir arbeiten, kommunizieren und Entscheidungen treffen.
„Vielfalt ist für uns kein Schlagwort, sondern eine echte Chance“, betont Hachem Gharbi aus der Geschäftsführung. „Wir wollen ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem sich jede und jeder mit den eigenen Stärken einbringen kann. Unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen machen uns gemeinsam kreativer, stärker und erfolgreicher.“
Auch Marc Fucke, ebenfalls Geschäftsführer von Visionskultur, unterstreicht die Bedeutung dieses Schritts:
„Für uns bedeutet Vielfalt vor allem auch Respekt und gegenseitige Wertschätzung. Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, sein Potenzial zu entfalten – genau das macht uns als Team und als Unternehmen stärker.“
Mit diesem Schritt zeigen wir bei Visionskultur klar, dass Vielfalt und Inklusion mehr sind als schöne Worte – sie sind unsere gelebte Praxis, unser Beitrag zu einer gerechten Arbeitswelt und ein zentraler Baustein für unsere gemeinsame Zukunft. Wir sind stolz darauf, Teil dieses Netzwerks zu sein und gemeinsam mit anderen Organisationen aktiv an einer Arbeitswelt zu arbeiten, in der jeder Mensch sein Potenzial entfalten kann.
Ende September reiste Visionskultur im Auftrag der Senatskanzlei Bremen für eine intensive Arbeitswoche nach Windhoek, Namibia. Anlass war die seit Jahrzehnten bestehende Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Windhoek, die aktuell insbesondere durch gemeinsame Projekte in nachhaltiger Stadtentwicklung, Kreislaufwirtschaft und Gründungsförderung neue Impulse erhält. Die Reise war nicht nur ein Austausch zwischen zwei Städten, sondern ein Dialog zwischen zwei Entwicklungsrealitäten – verbunden durch den gemeinsamen Wunsch, nachhaltige unternehmerische Strukturen zu stärken.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe – ein gemeinsamer Blick nach vorn
Im Mittelpunkt des Aufenthalts stand die Zusammenarbeit mit dem Bokamoso Entrepreneurial Centre, einem städtischen Gründungszentrum, das Raum für nachhaltige Geschäftsmodelle und soziale Wirkung schafft.
Von Beginn an war spürbar, wie viel Herzblut, Idealismus und Pragmatismus in Bokamoso steckt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen eine beeindruckende Vielfalt an Aufgaben: von Facility Management und Mietersupport über Schulungen bis hin zur Community-Arbeit. Gleichzeitig fehlte in den letzten Jahren eine klare Managementposition – eine Lücke, die das Team mit Engagement, Improvisation und Mut zur Vielseitigkeit überbrückt hat.



Lernen in beide Richtungen – ein Perspektivwechsel, der inspiriert
Die Woche war geprägt von Workshops, geführten Rundgängen, Interviews mit Gründerinnen und Gründern, Stakeholder-Treffen und einer Empowerment-Sitzung für die Wirtschaftsabteilung der Stadt Windhoek. Begleitet hat die Delegation von Visionskultur Leonora Joodt (Section Head of SME Development in the Department of Economic Development & Community Services at the City of Windhoek) - vielen Dank dafür!
Für Visionskultur waren Valeska Schaaf (Workshopskoordination) und Karin Tanger (Projektberatung und –coaching) in Windhoek und brachten Erfahrungen aus Bremen ein – zu nachhaltigem Unternehmertum, Innovationsentwicklung, strategischem Marketing und dem Aufbau kreativer Ökosysteme. Doch genauso wertvoll waren die Einsichten, die aus dem namibischen Kontext gewonnen wurden:
Gemeinschaft erleben
Einer der zentralen Aspekte, die während der Interviews und Gespräche sichtbar wurden, war das Potenzial des Community-Buildings im Bokamoso Centre. Die Mieterinnen und Mieter schätzen Bokamoso sehr – als sicheren Ort, als professionelle Adresse, als glaubwürdigen Anker in der Gründungsszene Windhoeks.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Vernetzung untereinander bislang nur vereinzelt stattfindet. Viele wissen nicht, welche Produkte oder Dienstleistungen die anderen anbieten, und wie sie voneinander profitieren könnten. Ein regelmäßiger Austausch, sichtbare Erfolgsgeschichten, gemeinsames Storytelling und ein stärkeres Wir-Gefühl können entscheidende Wachstumsimpulse setzen.
Hier liegt eine große Chance: Durch Formatideen, die Visionskultur kontinuierlich umsetzt, wie beispielsweise Community Tuesdays, gemeinsame Showrooms, Peer-Learning und moderierte Austauschformate kann eine Kultur entstehen, in der Gründerinnen und Gründer voneinander lernen, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam neue Ideen entwickeln.



Strategische Entwicklung – Klarheit, Fokus und neue Wege
Im Fokus stand die strategische Weiterentwicklung mit klaren Prioritäten: kurzfristig umsetzbare Maßnahmen aus eigener Kraft, mittelfristig eine stärkere Positionierung durch Kooperationen und bessere Kommunikation sowie langfristig die Chance, Bokamoso als thematisch fokussierten, wirkungsorientierten Inkubator im Innovationsökosystem Windhoeks zu etablieren. Zentrale Erkenntnis war dabei, dass ein klarer thematischer Schwerpunkt Orientierung schafft, Profil schärft und neue Partnerschaften ermöglicht.
Ein Anfang, der nach Fortsetzung ruft
Der Besuch in Windhoek war geprägt von einem außergewöhnlichen Maß an Offenheit, Vertrauen und konstruktiver Zusammenarbeit. In sehr kurzer Zeit entstand ein gemeinsames Verständnis, das nur durch ehrliche Dialoge, mutige Fragen und Transparenz möglich war. Besonders beeindruckte die Lernbereitschaft des Bokamoso-Teams: der Wille, Herausforderungen nicht nur zu benennen, sondern aktiv anzugehen und in Chancen zu verwandeln.
Die Reise hat gezeigt, wie viel möglich wird, wenn Menschen sich offen begegnen und gemeinsam handeln.
Wir danken allen Beteiligten für die herzliche Aufnahme, die inspirierenden Gespräche und die gemeinsame Vision. Diese Woche in Windhoek war ein Anfang – und wir freuen uns sehr auf alles, was daraus entstehen wird.



Es gibt Lebenswege, die wirken wie ein Bogen voller Wendepunkte, Brüche und Wiederaufstehen - der Weg von Oxana Arkaeva gehört dazu.
Oxana Akaeva ist eine Beraterin und Trainerin für öffentliche Auftritt und Präsentation und Gründerin und Inhaberin von ArkWork - Consulting & Training. Die Spannbreite ihrer Arbeitsfelder umfasst Kulturmanagement, Theaterproduktion, Eventmanagement, Pressearbeit, Marketing und Tätigkeit als Theaterrezensentin. Doch bevor sie diesen Punkt erreichte, führte ihr Leben sie durch viele Welten.
Ursprung: Ukraine und Russland
Geboren in der Ukraine, in der Stadt Dunajiwzi in eine Musiker- und Lehrerfamilie, stand Oxana bereits mit 6 Jahren zum ersten Mal auf der Bühne. Schon früh entdeckte sie die Kraft der Stimme. Als ihre Familie später nach Tatarstan zog, lernte sie Domra und Klavier, gewann Wettbewerbe und zeigte dabei außergewöhnliches musikalisches Talent. Gleichzeitig schloss sie mit nur 16 Jahren ein technisches Kolleg als Metallfacharbeiterin ab und arbeitete ein Jahr lang in der KAMAZ-Lkw-Fabrik in Nabereschnyje Tschelny. Doch ihre Sehnsucht nach Kunst war stärker als jede rationale Entscheidung.
Studium und Arbeit
Mit 18 verließ sie Tatarstan und fuhr allein nach Moskau, um dort Gesang zu studieren – ohne zu wissen, wo sie schlafen, arbeiten oder leben würde. Die Aufnahmeprüfung an der Gnessin-Akademie scheiterte zunächst, weil sie zu jung war. Also blieb sie in Moskau, zunächst als Kindergartenbetreuerin, auf dem Bau als Malerin und nahm privaten Gesangsunterricht bei Angelina Trost. Schon nach einem halben Jahr bestand sie die Aufnahmeprüfung erneut – diesmal erfolgreich – und wurde mit 19 Jahren zuerst an der Musikakademie des Moskauer Konservatoriums und zwei Jahre später am Tschaikowsky Konservatorium angenommen.
Ausland und Karriere auf der Bühne
Mit der Perestroika öffneten sich für Oxana Türen ins Ausland, die zuvor verschlossen waren. Sie gewann mit nur 24 Jahren den 2. Preis bei st. Hertogenbosch Vokalisten Concours in Niederlanden und ein Special Preis bei Mariann Anderson International Vocal Competition in Maryland, USA. Sie lebte und studierte 2 Jahren in New York an der Manhattan School of Music und wurde 1991 nach Zürich, als Mitglied des Internationalen Opernstudios zurück nach Europa geholt. Damit begann eine mehr als 25-jährige internationale Karriere auf Opernbühnen, Festivals und Konzertpodien in Europa und den USA und als Gewinnerin zahlreicher internationaler Gesangswettbewerbe wie Operalia vom Placido Domingo ins Leben gerufen.
Arbeit hinter der Bühne
Doch Oxana blieb nicht bei der Bühne allein. Ihre Neugier und Vielseitigkeit führten sie auch hinter die Kulissen: als Kulturmanagerin, Theaterproduzentin, Verwaltungsdirektorin, Kulturreferentin und Gründeing sowie künstlerische Leiterin eines eigenen INDAUNA Festivals in Ulm. Diese zahlreichen beruflichen Erfahrungen schenkten ihr ein einzigartiges Verständnis von Menschen und Strukturen – von Handwerksbetrieben bis zu politischen Ämtern, von Reinigungskräften bis zu Führungsetagen.
Freundschaften und Netzwerk
Oxana genießt ein großes, internationales Netzwerk and Kollegen und Freunden, die sie nicht nur in guten, sondern auch in schweren Zeiten unterstützt und prägt. Eine schwere Zeit erlebte sie mit dem Verlust ihres Partners durch den Freitod, eine Erfahrung, die sie zutiefst erschütterte und gleichzeitig zeigte, wie sehr Verbundenheit und Freundschaft tragen können.
Rückblickend sagt Oxana, dass sie vor allem eines gelernt hat: dass niemand im Leben allein steht. Jede und jeder braucht ein „Village“, einen Raum, in dem man sich sicher fühlt, wachsen kann und Unterstützung findet.
Heute: Consulting und Training
Heute bringt Oxana alles, was sie gelernt, erlebt und überlebt hat, in ihr Unternehmen ArkWorks – Consulting & Training ein. Dort begleitet sie Menschen dabei, ihre Stimme, Präsenz und Wirkung bewusst wahrzunehmen und authentisch einzusetzen – im Beruf, auf der Bühne, vor der Kamera oder im Alltag. Ihr Credo lautet: „Wenn deine Anwesenheit keinen Unterschied macht, macht deine Abwesenheit auch keinen.“
Visionskultur und Communiy
Oxana lernte Visionskultur vor über zwei Jahren kennen, während ihrer Arbeit im Bürger- und Sozialzentrum Huchting. Seit Mai 2025 ist sie mit ihrem Projekt KLANGRAUM MENSCH Teil der Community.
Dort verbindet sie Stimme, Ausdruck, Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung – und erfährt zugleich wertvolle Unterstützung in Form von Feedback, Raum, Austausch, Beratung und Vernetzung. Besonders die Möglichkeit, beim Sommerfest ihr Projekt vorzustellen, war für sie ein Schritt zu mehr Sichtbarkeit und Rückenwind.
Für die Zukunft möchte sie ihr pädagogisches Konzept für ein Krabbeltheater weiterentwickeln, ihre Trainingsangebote in Bremen und darüber hinaus ausbauen und weiterhin kreative Brücken zwischen Kunst, Bildung und Empowerment schlagen. Ihr Rat an alle, die selbst gerade erst beginnen: Bleibt euch treu, hört auf euer Bauchgefühl und sucht euch eine Community, die euch unterstützt, inspiriert und wachsen lässt. Niemand erreicht Großes allein. Und vor allem: Nutzt eure Stimme. Sie ist euer stärkstes Werkzeug für mehr Sichtbarkeit und Erfolg – und sie kann einen Unterschied machen.
Wenn du Oxana und ihre Arbeit näher kennenlernen möchtest, schau dir jetzt unser Video auf Instagram an – dort erzählt sie selbst, wie sie Menschen dabei unterstützt, ihre Stimme zu finden und sichtbar zu werden:
👉 Zum Reel auf Instagram: @visionskultur_
Mehr zu Oxana findet ihr auch hier!
Klimaschutz zum Anfassen und Mitmachen
In unserer Reihe „Mitgliederportraits“ stellen wir euch engagierte Menschen aus der Visionskultur-Community vor – heute ist es eine Frau, die mit Leidenschaft, Kreativität und Herz für eine nachhaltige Zukunft arbeitet. Wir möchten euch Deniz Cavide vorstellen, Klimaschutzkoordinatorin in der Vahr und Initiatorin des Projekts Klimanetz.
Von der Biologin zur Klimaschutzkoordinatorin
Deniz’ Weg in den Klimaschutz ist geprägt von Fachwissen, Engagement und Mut, neue Wege zu gehen. Ursprünglich kommt sie aus der Türkei und lebt seit vier Jahren in Deutschland. In ihrer Heimat studierte sie Biologie – die Liebe zur Natur und zum Umweltschutz war also schon immer Teil ihres Lebens.
Da eine Vollzeitstelle für sie als Mutter nicht infrage kam, entschied sie sich für eine Weiterbildung an der Universität Bremen mit dem Schwerpunkt Projektentwicklung, Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit. Anschließend arbeitete sie bei Energiekonsens, einer Bremer Organisation für Energieeffizienz und Klimaschutz. Dort fand sie schließlich ihr Herzensprojekt: Klimanetz, gefördert von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft.
„Ich freue mich sehr über dieses Projekt. Ich kann damit viele kleine, aber wirkungsvolle Projekte umsetzen, die Menschen für Klimaschutz begeistern.“
Klimaschutz erlebbar machen
Als Klimaschutzkoordinatorin organisiert Deniz zahlreiche kostenlose Angebote und Mitmachaktionen in der Vahr, die Klimaschutz alltagsnah und greifbar machen. Ihr Ziel: Bewusstsein schaffen, Gemeinschaft stärken und zeigen, dass Nachhaltigkeit Freude machen kann.
Zu den beliebtesten Angeboten gehören:



Deniz baut außerdem ein lokales Klimaschutznetzwerk auf. Dafür nutzt sie bewusst öffentliche Orte wie die Stadtbibliothek, das Bürgerzentrum, die Volkshochschule oder das Familienquartierzentrum der Kirche, um Menschen, Initiativen und Institutionen miteinander zu verbinden.
„Ich habe kein eigenes Geschäft oder Ladenlokal. Aber ich arbeite mit vielen Organisationen zusammen und nutze Räume, die für alle offen sind. So kann Jede*r mitmachen.“
Klimaschutz mit Gefühl – verstehen, was wir bewirken
Besonders wichtig ist Deniz, dass Klimaschutz nicht nur in Zahlen gedacht wird, sondern fühlbar und verständlich wird. In einem ihrer Projekte zeigt sie beispielsweise den CO₂-Fußabdruck anhand von Boxen mit verschiedenen Gewichten:
so können Besucher*innen direkt spüren, wie stark bestimmte Alltagsentscheidungen das Klima belasten.
„Wir hören oft Zahlen – 50 oder 500 Gramm CO₂ –, aber wir können uns das kaum vorstellen. Ich möchte zeigen, wie sich das anfühlt. So wird Klimaschutz konkret und begreifbar.“
Und weil auch kleine Gesten zählen, verteilt sie bei Aktionen Blumensamen – als Symbol für Wachstum, Wandel und Zukunft.
Für Deniz war Umweltschutz nie nur ein Beruf, sondern ein Lebensprinzip. Schon in ihrer Studienzeit beschäftigte sie sich mit Ökologie und Nachhaltigkeit – Themen, die sie seither begleiten.
„Ich kann gar nicht sagen, wann Klimaschutz für mich wichtig wurde – es war einfach immer da. Ich bin Umweltbiologin, und Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit gehören für mich einfach zusammen.“
Deniz im Reel
Schaut euch unser Reel mit Deniz an – dort erzählt sie, warum Klimaschutz für sie Herzenssache ist und wie sie Menschen dafür begeistert:
Instagram: @visionskultur_
Von der Maschine zum Motiv – wie Philipp Eigner Industriefotografie neu denkt
Was passiert, wenn ein Ingenieur die Kamera in die Hand nimmt – und daraus ein Business macht? Wenn technische Expertise auf künstlerische Leidenschaft trifft? Dann entsteht eine Erfolgsgeschichte wie die von Philipp Eigner, der mit seinem Projekt Philipp Eigner Media Production heute als Industriefotograf Unternehmen hilft, sich authentisch und attraktiv zu präsentieren.
Der Schritt in die Selbstständigkeit: Raus aus dem System, rein in die Gestaltung
Viele Jahre arbeitete Philipp als Maschinenbauingenieur – strukturiert, sicher, aber auch fremdbestimmt. „Ich habe die Selbstbestimmtheit vermisst und gemerkt, dass ich etwas Eigenes schaffen möchte“, sagt er heute. Die Fotografie war da schon lange Teil seines Lebens, besonders mit Blick auf urbane Räume, Industriekultur und Subkulturen.
2022 dann der Cut: Raus aus dem Angestelltenverhältnis, Zeit für eine Neuausrichtung. Erste Ideen: Autorentätigkeit, Stockfotografie, ein Reisefotografie-Magazin. Doch mit der Zeit wurde klar: Es braucht mehr Fokus, mehr Klarheit. Der Creative HUB von Visionskultur wurde dabei zu einem wichtigen Ankerpunkt.
Industriefotografie als Verbindung des alten und neuen Ichs
Durch Workshops und Netzwerkangebote im HUB entwickelte sich Schritt für Schritt eine neue Positionierung. „Ich habe erkannt, dass ich meine fotografische Arbeit mit meiner technischen Erfahrung kombinieren kann – und so entstand die Idee: Industriefotograf.“ Philipp gründete Philipp Eigner Media Production, baute sein Portfolio mit gezielten Shootings aus und begann, sich professionell aufzustellen.
Was ihn dabei besonders auszeichnet, ist der Blick fürs Detail – geprägt durch sein Ingenieursdenken – und gleichzeitig das Gespür für Ästhetik, Linienführung und Authentizität. Seine Bilder zeigen nicht nur Arbeitsplätze, sondern erzählen Geschichten über Menschen, Prozesse und Unternehmenskultur.
Der erste große Auftrag – und ein neuer Blick auf den Markt
Der Moment, in dem alles real wurde? Als 2023 nach einigen kleinen Aufträgen aus dem Netzwerk die erste große bezahlte Fotoproduktion ganz ohne persönliche Kontakte über seine Website reinkam. Ein echter Meilenstein, der deutlich machte: Philipp füllte die „Rolle als Fotograf“ schon nach außen hin aus. Es folgten weitere Aufträge – unter anderem mit Visionskultur, wo er als Fotograf für Events im Einsatz war.
2024 und 2025 entwickelte sich sein Unternehmen weiter – mit Anfragen von mittelständischen Unternehmen, Konzernen und sogar Kunden aus dem EU-Ausland. Der Erfolg basiert dabei nicht auf „als unangenehm empfundener, Telefon- oder Außendienstakquise“, sondern auf seiner starken Positionierung, SEO-Know-how und authentischer Arbeit.
Herausforderungen und persönliche Learnings
Einer der größten inneren Prozesse für Philipp war die Neudefinition seines beruflichen Selbstbildes: „Vom Ingenieur zum Industriefotograf – das musste ich erst mal selbst akzeptieren.“
Auch das Thema Preisgestaltung stellt eine dauerhafte Herausforderung dar: „Ich habe gelernt, nicht emotional zu reagieren und meine Preise nicht aus Unsicherheit zu senken.“ Der Austausch mit Kolleg:innen war dabei zentral – ein gegenseitiges Unterstützen, um Qualität sichtbar und wertvoll zu halten.
Ausstellungen, künstlerisches Profil & Zukunftsblick
Neben der Auftragsfotografie verfolgt Philipp konsequent seine künstlerische Linie – mit Projekten wie der Ausstellung randbereiche. oder der Fotoreihe Humans of Neue Vahr, die in Kooperation mit Visionskultur entstand. Seine Zukunftsvision: „Ich möchte verstärkt für meinen Stil angefragt werden – und meine künstlerische Handschrift auch im kommerziellen Bereich zeigen können.“
Dabei bleibt sein Ziel klar: visuelle Kommunikation auf höchstem Niveau, mit Sinn für Nachhaltigkeit und Substanz. Unternehmen mit Fokus auf die UN-Nachhaltigkeitsziele sind ihm dabei besonders wichtig.
Was er anderen Gründer:innen mitgeben möchte
„Man kann sich neu erfinden – und das nicht über Nacht, sondern in vielen bewussten Schritten. Du musst nicht hustlen wie auf Social Media propagiert. Wenn du hochwertige Arbeit machst und deine Werkzeuge klug einsetzt – SEO, KI, Kommunikation – kannst du dir ein stabiles Einkommen aufbauen. Der Schlüssel liegt darin, sich den Sinn selbst zu geben, weil es sonst niemand für dich tut. Und das ist eine riesige Chance.“
Philipp & Visionskultur: Ein echtes Match
Workshops zur Customer Journey, erste Portfolio-Shootings mit Start-ups aus dem Netzwerk, Aufträge von Visionskultur selbst – all das hat Philipp geholfen, sich zu entwickeln. „Gerade die frühe Unterstützung war für mich extrem wichtig – um mich auszuprobieren, zu lernen und mich zu zeigen.“
Du willst auch deine Erfolgsgeschichte erzählen?
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Du hast dein Projekt gestartet, Höhen und Tiefen erlebt – und bist stolz auf das, was du erreicht hast? Dann zeig der Community, wie dein Weg aussieht.
👉 Schreib uns – und werde das nächste Gesicht von Visionskultur.
Auf der EXPO REAL 2025 in München zeigte Visionskultur Bremen erneut, dass moderne Stadtentwicklung weit über Architektur und Bauprojekte hinausgeht. Zum dritten Mal war Visionskultur auf Einladung der Wirtschaftsförderung Bremen (WfB) auf der internationalen Immobilienmesse vertreten – und machte deutlich, wie sich kreative Prozesse, gesellschaftliche Teilhabe und nachhaltige Flächenentwicklung zu einem neuen Verständnis von Stadt verweben lassen.
Während viele Städte derzeit mit Fragen rund um Innenstadtentwicklung, Transformationsflächen und neue Nutzungskonzepte ringen, präsentiert Visionskultur konkrete Ansätze, die diese Themen sozial, wirtschaftlich und kulturell zusammenführen. Wir von Visionskultur verstehen die Stadt als lebendigen Organismus, in dem Raum, Mensch und Idee untrennbar verbunden sind. Ziel ist es, Orte zu schaffen, an denen Innovationen entstehen können – sei es in neuen Stadtquartieren, kreativen Hubs oder interdisziplinären Netzwerken.
„Stadtentwicklung ist für uns ein lebendiger Prozess“, erklärt Geschäftsführer Hachem Gharbi. „Unsere Aufgabe ist es, Strukturen zu schaffen, in denen Ideen wachsen können – gemeinsam mit Verwaltung, Wirtschaft und Stadtbewohner*innen.“ Seit 2020 arbeitet Visionskultur an dieser Philosophie – und findet damit zunehmend Resonanz. Themen wie gemeinschaftsbasierte Nutzung, Community Building und partizipative Planung, die einst als experimentell galten, stehen heute im Zentrum der Stadtentwicklung.
Der Ansatz von Visionskultur ist ganzheitlich und begleitet Projekte von der strategischen Konzeptphase über die Realisierung der Idee bis hin zur aktiven Gründung. Dabei werden Akteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen miteinander verknüpft, um Orte zu schaffen, die auf tatsächliche Bedarfe reagieren und langfristig Wirkung entfalten. „Wir schaffen nicht nur Räume, wir schaffen Möglichkeiten“, sagt Marc Fucke. „Ein erfolgreicher Standort ist heute kein abgeschlossener Gewerbepark mehr, sondern ein offenes System – vernetzt, zugänglich, inspirierend.“
Wie relevant dieser Ansatz ist, zeigte sich auch auf dem diesjährigen Bremer Abend in München. Dort kamen Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Stadtentwicklung zusammen, um über Standortförderung und urbane Zukunftsstrategien zu diskutieren. „Die Herausforderungen der aktuellen Zeit sind längst prognostiziert worden“, so Gharbi. „Wir fühlen uns bestätigt, dass Flächen Nutzer*innen brauchen – und dass Planung gemeinschaftlich gedacht werden muss.“
Visionskultur Bremen steht für einen Paradigmenwechsel in der Stadtentwicklung. Statt isolierter Planungsprozesse setzt das Unternehmen auf Austausch, Co-Kreation und den Aufbau einer starken Community. So entstehen Orte, die wirtschaftlich stark, sozial offen und kulturell lebendig sind – Orte, an denen Zukunft nicht nur gedacht, sondern gelebt wird.
Gründen heißt gestalten – und Migration bringt Perspektiven.
An einem sonnigen Herbsttag, einem vollen Raum und einem Thema, das bewegt: Beim Zukunftsschnack „Gründung trifft Migration“ am 23. September 2025 im Frölichs in der Volkshochschule Bremen trafen sich Menschen, die Unternehmertum und Migrationsgeschichte zusammen denken. Die Veranstaltung bot Raum für Austausch, Perspektiven und ehrliche Gespräche über Chancen und Herausforderungen migrantischer Gründung.
Der Zukunftsschnack – Austausch auf Augenhöhe
Der Zukunftsschnack ist mehr als eine klassische Podiumsdiskussion. Er ist Bühne, Begegnungsraum und Denkwerkstatt zugleich. In einer offenen und lebendigen Atmosphäre trafen persönliche Erfahrungen auf fachliche Expertise – und das Publikum war mittendrin statt nur dabei.
Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung diskutierten gemeinsam mit Gründer:innen, Engagierten und Interessierten über Themen, die unsere Gesellschaft bewegen. Besonders lebendig wurde es durch die direkte Beteiligung aus dem Publikum: Stimmen und Impulse kamen spontan aus dem Raum – ehrlich, vielfältig und bereichernd. So wurde aus Zuhören ein Mitgestalten.
Visionskultur ermöglicht der größten Community von Gründer:innen und Menschen Gründungsideen niedrigschwellige und mehrsprachige Zugänge zu Beratung, Coaching, Infrastruktur und Raum im Gründungszentrum Creative Hub Bremen. Hier spielte migrantische Gründung schon immer eine große Rolle.
Der Abend im Überblick
Nach einer Begrüßung durch Hachem Gharbi, Geschäftsführer von Visionskultur, selbst migrantischer Gründer und Moderator des Abends, ging es direkt um 18:15 Uhr in die Diskussion. Mit dabei:






Herausforderungen und Chancen migrantischer Gründung
Die Gäste beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln und machten deutlich, wie vielschichtig die Realität migrantischer Gründer:innen ist.
Was migrantische Gründer:innen bewegt
Offen angesprochen wurden zentrale Herausforderungen:
Ein Impuls aus dem Publikum regte an, über die Einführung einer zweiten Amtssprache – etwa Englisch – nachzudenken, um Zugänge zu erleichtern.
Auch das Thema Finanzierung wurde kritisch beleuchtet. Während die Wahrnehmung besteht, dass es für Migrant:innen schwieriger ist, Fördermittel oder Kredite zu erhalten, wurde zugleich betont, dass es in Deutschland durchaus viele Angebote gibt – diese müssten jedoch niederschwelliger und zugänglicher gestaltet werden, um tatsächlich Wirkung zu entfalten.
Warum das Thema zählt
Gründung ist mehr als ein Businessplan. Sie ist Ausdruck von Selbstbestimmung, Kreativität und gesellschaftlicher Teilhabe. Menschen mit Migrationsgeschichte bringen nicht nur Ideen mit, sondern auch neue Perspektiven, Netzwerke und Erfahrungen.
Der Zukunftsschnack zeigte: Der Weg zur Gründung ist nicht für alle gleich leicht – aber gemeinsam lassen sich Hürden erkennen und Lösungen entwickeln.






Ausklang mit Gesprächen und neuen Kontakten
Nach dem offiziellen Teil ging der Abend ab 19:30 Uhr bei Snacks und Getränken weiter – informell, persönlich und mit vielen neuen Kontakten. Ein gelungener Abschluss für einen Abend voller Impulse, Austausch und Perspektiven – und ein starkes Zeichen für eine vielfältige Gründungskultur.
Ein herzlicher Dank gilt den Diskutant:innen für ihre wertvollen Perspektiven, allen Interessierten im Publikum für ihre engagierten Beiträge, dem Team vom Frölichs für die Gastfreundschaft – und allen, die mitdenken, mitgestalten und migrantisches Unternehmertum sichtbar machen.
Ein besonderer Dank gilt der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation und den Förderern: der Harald Christ Stiftung, der Schütting Stiftung, der THERA Stiftung, dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend via Demokratie Leben! sowie Partnerschaft für Demokratie.

Eine Giebelwand voller Geschichten
KlimaKAT bringt Farbe, Klima und Kreativität nach Kattenturm
Was passiert, wenn Kunst, Klimaschutz und Nachbarschaft aufeinandertreffen? In Bremen-Kattenturm wurde diese Frage ganz praktisch beantwortet – mit Spraydosen, Ideen und jeder Menge Beteiligung. Das Projekt KlimaKAT zeigt eindrucksvoll, wie aus einer grauen Wand ein lebendiges Symbol für Gemeinschaft und Verantwortung für unsere Umwelt entstehen kann.
Kunst trifft Klima – und die Nachbarschaft macht mit
Visionskultur geht mit KlimaKAT neue Wege: Statt auf klassische, oft kurzlebige Klima-Aktionen mit Flyern und Postern zu setzen, entsteht hier ein nachhaltiges, gemeinschaftlich gestaltetes Kunstwerk. Die fast 300 m² große Giebelwand an der Ecke Alfred-Faust-Straße/Willi-Hundt-Straße wird zur Bühne für kreative Ausdrucksformen – gestaltet von Künstlerinnen und Künstlern und den Menschen vor Ort. Das Ergebnis: Ein Ort, der nicht nur Farbe ins Viertel bringt, sondern auch frischen Wind in Sachen Umweltbewusstsein.



Von Grau zu Bunt – ein Stadtteilprojekt entsteht
Vom 1. bis 26. September wird die sanierungsbedürftige Giebelwand in ein farbenfrohes Kunstwerk verwandelt. Dabei geht es nicht nur um Gestaltung, sondern auch um bauliche Aufwertung des Stadtteils und die Förderung von Klimabewusstsein. Die künstlerische Leitung übernimmt Marc Allan Joost, Mitglied bei Visionskultur und Mitgründer der umsetzenden Agentur HanseArt Collective. Besonders bemerkenswert: Die Motive stammen nicht nur von professionellen Künstler:innen, sondern auch von Kindern, Jugendlichen und Senior:innen aus dem Stadtteil.
Zwei Projekttage, viele Perspektiven
Am 10. September gehörte die Straße den jungen Klimaheld:innen. Gemeinsam mit dem dreiköpfigen Künstlerkollektiv und der Kunstschule an der Wilhelm-Wagenfeld-Straße wurde die Fassade aktiv mitgestaltet. Besucher:innen konnten außerdem:
Am 17. September waren die Erwachsenen und Senior:innen gefragt. Auch hier wurde gesprüht und gestaltet – ergänzt durch:




Was die Wand erzählt – Stimmen aus dem Viertel
Die Wand erzählt jetzt Geschichten von nachhaltigem Konsum, Energie, Natur und Klimaschutz – inspiriert durch eine Umfrage beim Sommerfest im Quartierszentrum Sonnenplatz. Die Stimmen der Nachbarschaft wurden nicht nur gehört, sondern durch Visionskultur und das Künstlertrio sichtbar gemacht.
Mehr als Farbe – ein bleibendes Zeichen
Was bleibt, ist mehr als ein buntes Wandbild: KlimaKAT hat gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn Kunst und Umweltbildung zusammenkommen. Und wie lebendig ein Stadtteil wird, wenn alle mitmachen dürfen. Die Identifikation mit dem eigenen Lebensraum wächst – ebenso wie das Bewusstsein für zentrale Zukunftsthemen.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten, Förderern, Partner:innen, sowie Besucher:innen – für eure Ideen, eure Energie und euren Beitrag zu einem bunten, nachhaltigen Kattenturm.
Kattenturm bleibt bunt – und wir freuen uns schon auf das nächste gemeinsame Projekt!
Gefördert durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden, der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, der Freien Hansestadt Bremen und der Gewoba. Unterstützt durch das Quartiersmanagement Obervieland.
Mit dem Projekt „Zurück zur Zukunft“ hat Visionskultur gemeinsam mit der Schule an der Schaumburger Straße und weiteren Partnern einen zukunftsweisenden Beteiligungsprozess für Jugendliche initiiert. Über mehrere Wochen hinweg konnten Schüler*innen nicht nur Zukunftsvisionen für ihre Stadt entwickeln, sondern im Zuge der Erarbeitung auch den Umgang mit digitalem und analogem Tool erlernen. Das Projekt zielte darauf ab, die Perspektiven junger Menschen sichtbar zu machen, ihre Gestaltungsfreude zu stärken, ihnen Kompetenzen im Umgang mit Medien zu vermitteln und sie an gesellschaftlichen Prozessen aktiv zu beteiligen.
Das Projekt wurde im Jahr 2024 gestartet und fand seinen Abschluss in einer öffentlichen Veranstaltung am 1. Juli 2025 im Creativ HUB Bremen, bei der die Ergebnisse präsentiert und Jugendbeteiligung breit diskutiert wurde.
Ausgangspunkt war die Frage: Wie stellen sich Jugendliche das Leben in Bremen in der Zukunft vor – und wie können sie es mitgestalten?
Das Projekt „Zurück zur Zukunft“ wollte Jugendliche nicht nur zum Nachdenken über die Zukunft anregen, sondern ihnen auch Räume geben, ihre Ideen praktisch und kreativ zu erarbeiten. Dabei stand im Mittelpunkt:
Ziel war es, einen Beteiligungsprozess zu gestalten, der weit über punktuelle Partizipation hinausgeht – und Jugendlichen echte Mitgestaltung ermöglicht.
Projektverlauf
1. Unterrichtliche Vorarbeit
Bereits vor den Workshops beschäftigten sich Schüler*innen der Schule an der Schaumburger Straße im Unterricht mit Fragen zur Stadtentwicklung und Zukunftsgestaltung. Erste Visionen entstanden: von grüneren Lebensräumen, generationenübergreifenden Treffpunkten, fairer Bildung bis zu friedlichem Miteinander.
Diese Ideen bildeten die Grundlage für die anschließende praktische Arbeit.
2. Kreativphase im Creativ HUB Bremen
Ab Frühjahr 2025 fanden wöchentliche Workshops im Creativ HUB Bremen statt. Das Ideenzentrum wurde zu einem außerschulischen Lern- und Arbeitsort, der bewusst gewählt wurde, um den Jugendlichen neue Erfahrungen außerhalb des Schulkontexts zu ermöglichen.
In vier kreativen Workshop-Gruppen arbeiteten die Jugendlichen an der Erarbeitung ihrer Visionen mit Hilfe unterschiedlichen Medien:
Die Gruppen wurden von erfahrenen Künstlerinnen, Medienpädagoginnen und Workshopleitungen begleitet, die nicht nur technisches Know-how vermittelten, sondern auch kreative und methodische Unterstützung boten.
Die erste Phase war geprägt von Orientierung, Gruppenfindung und Ideenentwicklung. Bald entwickelten sich aber klare Arbeitsprozesse, gemeinsame Ziele und ein hohes Maß an Engagement und Eigenverantwortung.
Methoden & Didaktisches Konzept
Das Projekt setzte auf folgende methodische Prinzipien:
Besonders wichtig war die Freiheit der Gestaltung: Die Jugendlichen bestimmten Inhalte, Formate und Umsetzung selbst – innerhalb eines Rahmens, der von der Projektleitung strukturiert wurde. So entstand ein hohes Maß an Identifikation und Motivation.



Workshopergebnisse: Kreative Formate mit Haltung
Die entstandenen Arbeiten spiegeln die Vielfalt und Tiefe der Auseinandersetzung wider:
In allen Gruppen wurde deutlich: Die Jugendlichen denken nicht nur in Utopien – sie haben konkrete Vorstellungen und klare Werte.






Ergebnisse des KI-und des Graffiti-Workshops
Beteiligte und Unterstützung
Das Projekt wurde getragen von:
Die große Unterstützung aus dem schulischen wie außerschulischen Umfeld trug entscheidend zum Gelingen des Projekts bei.





Abschlussveranstaltung am 01.07.2025: Präsentation und Diskussion
Die Ergebnisse wurden am 1. Juli 2025 bei einer öffentlichen Veranstaltung im Creativ HUB Bremen vorgestellt. Rund 50 Gäste nahmen teil – darunter Eltern, Lehrkräfte, Politikerinnen, Verwaltungsvertreterinnen und Mitglieder des Jugendforums.
Highlights:
Die Veranstaltung machte deutlich, wie ernsthaft und reflektiert die Jugendlichen gearbeitet hatten – und wie wichtig es ist, ihnen Räume zur Beteiligung zu geben.
Ergebnisse & Wirkung
Fazit und Ausblick
„Zurück zur Zukunft“ war mehr als ein Schulprojekt. Es war ein praktischer Beitrag zu Jugendpartizipation, ein Lernraum für Demokratie und ein kreativer Zukunftsentwurf zugleich.
Das Projekt zeigt:
Visionskultur wird dabei helfen und als Zukunftsplattform und Lösungspartner mit den relevanten Akteuren daran arbeiten, eine Verstetigung von Kompetenzvermittlungsprojekten als Ergänzung zur schulischen Bildung anstreben. Denn je früher Jugendliche an den Umgang mit relevanten Tools, die Reflexion der eigenen Lebenswelt und der Gestaltung von Projekten herangeführt werden, desto eher werden sie im jungen Erwachsenenalter handlungsfähig und kreativ gestaltend agieren können.
Visionskultur bedankt sich herzlich bei den Förderern und Kooperationspartnern, die das Projekt ermöglicht haben. Das Projekt „Zurück zur Zukunft“ wurde gefördert durch die Deutsche Postcode Lotterie, das Deutsche Kinderhilfswerk und die SV Werder Bremen Stiftung und in Kooperation mit der globale° durchgeführt.