Wie gestaltet sich Arbeiten in der nahen Zukunft und wie bilden sich neue Wege für Unternehmen und Akteure im Quartier?

Workshop mit Hachem Gharbi  

Am 16. November trafen wir uns im Creative Hub, um gemeinsam über „Neue Arbeitswelten" zu sprechen!  Denn vor allem im Zuge der wiederkehrenden Relevanz von Wirtschaft und Arbeit im Quartier, neuen und agilen Arbeitsformen, sowie dem Homeoffice gilt es, Wohn- und Arbeitsorte neu zu denken und diese an die Bedürfnisse der Bewohnenden und Anwohnenden anzupassen. Um das Thema bedarfsgerecht zu erschließen, sollten wir eine dreigeteilte Perspektive einnehmen: Arbeitgeber, Arbeitnehmer und dessen soziales und berufliches Umfeld (Co-Workers, Familie, Freunde, Hobbys, etc.).

Nach einer kleine Vorstellungsrunde ging es direkt in die Vollen: Wir brainstormten wild und ausgelassen. Zu Beginnt erstellten wir eine Sammlung von Wohn- und Arbeitsformen, was natürlich eine kleine anschließende Diskussion nach sich zog.  

Daraufhin arbeiteten wir an konkreten Ideenskizzen, von denen wir drei genauer beleuchteten.  

In Ideenskizze 1 beschrieben wir das Musterquartier: Überseestadt. Skizze Nummer 2 und 3 hingegen beschrieben ein fiktives Musterquartier.  

Während in die zweite Skizze konkrete Ideen umfassten, die Community basierte Nutzung von Teilflächen und Konzepten, kurze Wege (max. 10 min), sowie Mobi-Hubs ​andenkt, liegt Skizze Nummer 3 auf Konkrete Ideen waren bpsw. modular nutzbare Flächen, unterschiedliche Gesundheitsspots, Working-Spots, etc. 

Dabei wurde natürlich auch der Inklusionsgedanke bei allen Skizzen inkludiert.​ Alle Skizzen beinhalten ebenso kurze Wege und einen schnellen Zugang zur Mobilität.​ 

Die Erstellung der Skizzen boten dabei viel Gesprächsstoff und ergaben einen regen Austausch über die Bedafe und Möglichkeiten.  

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden und MMöglichmacher*innen und denken, dass dieses Thema auch in Zukunft noch einiges an Interesse und Aufmerksamkeit bedarf.  

Katrin Zeise gewinnt Preis der Bremer Stadtreinigung

Wir haben zwei Gewinner im Creative Hub zu vermelden! Katrin Zeise hat
mit ihrem Verein CleanUpYourCity beim Sauber Award der Bremer Stadtreinigung den ersten Platz gemacht. Eine Jury hatte ihr Projekt zur Verbesserung der Stadtsauberkeit nominiert. Per Online-Voting sammelte das CleanUp-Team die meisten Stimmen ein und gewann das Preisgeld von 7.500 Euro für die Vereinskasse. Auch Ricardo Santanna gehörte zu den Nominierten mit seinem großartigen Recycling-Projekt Precious Plastic ging jedoch leider leer aus.

CleanUpYourCity findet es deshalb nur fair, seinen Mitstreitern etwas vom Kuchen abzugeben. Der 2. und 3. Platz bekommen deshalb jeweils 500 Euro als Finanzspritze vom Preisgeld abgezwackt.

Außerdem planen Katrin und Ricardo zusammen mit Visionskultur ein Pilotprojekt in Kattenturm. Auch hier gibt es ein großes, öffentliches Müllproblem. Gemeinsam wollen sie hier Workshops und CleanUps zum Thema Müllvermeidung, Recycling und richtiger Entsorgung anbieten.

Falls ihr jemanden kennt, der sich ehrenamtlich als Stadtteilpat:in in Kattenturm engagieren möchte, meldet euch unter kontakt@cuyc.de. Katrin und Ricardo freuen sich über tatkräftige Unterstützung vor Ort!

„Leben heißt nicht zu warten, bis der Sturm vorbeizieht, sondern zu lernen, mit dem Wind zu tanzen.“

Mit ihrem Projekt „Tango Loca“ starteten die beiden voll durch! Mitglied seit 2019 und mittlerweile als beständig mit neuen Aktionen und Kooperationen, aber auch eigenen Formaten wirbelnde Visionär*innen in der Community bekannt. Für uns haben die beiden einige spannende Fragen beantwortet, über Tango Loca, aber auch über das individuelle Wirken. Zwei inspirierende Menschen, die für ihre Ideen losgehen bzw. lostanzen, ihre Werte und gesellschaftlichen Vorstellungen durch ihre Umsetzung und Persönlichkeit in die Welt tragen und ihre Mitmenschen ermutigen, teilzuhaben: und zwar genau so, wie sie sind. Nun aber genug, lest selbst:

Lieber Uwe, Liebe Doro – ihr seid beide in verschiedenen Projekten im Creative Hub involviert, mögt ihr einmal berichten?

Nach langem Tüfteln und Planen haben wir im Mai die Tango Loca Comunidad gegründet und damit einen Raum für tänzerische Begegnungen auf Augenhöhe geschaffen. Zwei Mal pro Monat haben wir uns seit dem im Creative Hub Café mit AnfängerInnen und Fortgeschrittenen zum gemeinsamen Experimentieren zusammengefunden. Wir bekommen tolles Feedback für unseren innovativen Ansatz, sodass wir immer mehr Selbstbewusstsein als LehrerIn und OrganisatorIn bekommen und mit den Teilnehmenden gemeinsam wachsen.

Doro: Seit Oktober 2021 arbeite ich inklusiv mit Neele Buchholz, bekannte Tänzerin und Schauspielerin mit Down Syndrom: unternehmerisch an ihrer Selbstständigkeit und tänzerisch im “Choreo Lab” mit begleiteter selbstbestimmter Entscheidungsfindung. Im September haben wir in Berlin unseren ersten Auftritt.  

Uwe: Seit September 2019 nutzt das Social Impact Lab Bremen Räume für Treffen und Veranstaltungen. Wir machen Gründungsberatung für Sozialunternehmen, die die Welt ein bisschen besser machen wollen.

Eure Vision in drei Sätzen:

Austausch und Annäherung, Verbindung und Kommunikation, Leidenschaft und Hingabe: Das ist Tango Argentino, der wohl sinnlichste aller Paartänze. Wir wollen das jahrhundertealte Weltkulturerbe ehren und zugleich mit Freude und Leichtigkeit in die Moderne integrieren: durch Rollenwechsel, die Mischung von klassischer und alternativer Musik und mit Einflüssen anderer Tänze wie Zouk, Kizomba und Contact Improvisation.

Gibt es einen Grundsatz/ einen Leitgedanken, der in all euren Projekten wohnt?

Jede*r ist Expert*in für den eigenen Körper. Wir wollen Räume der Selbstwirksamkeit schaffen, in denen alle Menschen ihre Fähigkeiten und Potentiale erleben und heben.   

Was motiviert euch?/ Was treibt euch an?

Tanzen macht glücklich, befreit, gibt Energie. Wir lieben es, tänzerisch in Verbindung zu kommen, herumzualbern, zu improvisieren und aus jeder Art von Musik und Tanz das herauszukitzeln, was den Tango immer wieder neu erfindet und auf den Kopf stellt. Diese Erfahrungen möchten wir mit anderen Menschen teilen und gemeinsam immer wieder neue Wege gehen.

Tango Loca- Verrückt Tango tanzen, spontane Eingebung oder lang geplantes Konzept?

Viele unserer lange im Stillen gehegten Gedanken haben wir monatelang betanzt und zusammengetragen. Wir haben zu zweit ausprobiert wie die klassischen Konzepte neu gedacht werden können und schließlich aufgeschrieben, was unsere eigene Philosophie ausmacht. Zugleich haben wir immer wieder Anregungen von anderen LehrerInnen und Veranstaltungen eingeholt, unsere Theorien überprüft und weiterentwickelt. 

Wie erlebt ihr das tänzerische Gettogether im Hub? Wie würdet ihr die Teilnehmenden beschreiben?

Wir erleben unendlich viel Offenheit dafür, sich auf neue Ideen einzulassen, in Kontakt zu kommen, zu experimentieren und den Horizont zu erweitern. Die Teilnehmenden sind neugierig, zeigen uns viel Respekt und gehen mit Mut, Freude und Leidenschaft in unsere vorgeschlagenen Übungen. Darüber hinaus bekommen wir sehr viel Wertschätzung zurückgespielt.

Wem würdet ihr Tango Loca empfehlen, warum?

Allen Menschen, die eigentlich Lust auf Paartanz haben, bisher aber aufgrund von Vorurteilen, Sorgen oder Stereotypen davor zurückgeschreckt sind. Und allen, die bereits Tanzerfahrung mitbringen und Freude haben in einem innovativen Raum gemeinsam tänzerisch zu tüfteln und dabei argentinische Luft zu schnuppern. Bei uns ist alles anders als gewohnt und wir entwickeln unser Angebot stets weiter mit dem Feedback der Teilnehmenden. Bring dich ein und gestalte mit uns den Paartanz von morgen! 

Welche Hilfsangebote, Ressourcen, Möglichkeiten haben euch besonders in eurem Werdegang unterstützt?

Raumsuche ist eine große Herausforderung, wenn man einen schönen und niedrigschwelligen Ort der Begegnung und Bewegung schaffen will. Im Creative Hub Café haben wir einen solchen Ort gefunden und durch die günstige Raummiete können wir die Teilnahme auch Menschen ermöglichen, die wenig Geld zur Verfügung haben.

Welche Kooperationspartner*innen unterstützen eure Mission und wie kam es dazu?

Wir fühlen uns insbesondere durch die vielen erfahrenen Tangotänzer*innen unterstützt, die zu den Milocas kommen, um mit unerfahrenen Tänzern*innen ihre Erfahrung zu teilen, und so gemeinsam zu wachsen.

Welche drei Tipps würdet ihr neuen Mitglieder gerne mit auf den Weg geben? Was habt ihr hier im Hub gelernt?

Mutig etwas Neues zu wagen, kann schnell belohnt werden. Auf dem Weg braucht es eine große Portion Humor wenn es mal nicht so schnell geht wie erhofft und Offenheit, den Kurs immer wieder anzupassen.

Wie wichtig ist Community für euch? Könnt ihr uns eine Sache nennen, die ihr aus der Gemeinschaft gelernt habt?

Eine offene Community, wie es auch die Tango Loca Comunidad ist, kann die Gesellschaft als solche verändern. Es braucht unbedingt Orte, die unterschiedliche Menschen mit ähnlichen Visionen zusammenbringen: Synergie! Und es braucht Menschen, die diese Räume halten und pflegen. 

Was bedeutet für euch „eine Vision haben“?

Visionen haben eine magische Kraft, einen unheimlichen Sog. Sie sind Leitsterne in eine neue Welt. Sei vorsichtig welche Visionen du aussprichst, sie könnten wahr werden.

Und nun zur letzten Frage: Warum Bremen?

Rau und herzlich, alteingesessen und alternativ, dreckig und bunt. Bremen ist eine widersprüchliche und lebenswerte Stadt. Groß genug für vielseitiges Kulturangebot und klein genug für tief verbundenes Miteinander.

Für ein selbstbestimmtes Mutterschaftsideal
Elena Sánchez Martín ist Mutter, Bewegungstherapeutin und Matreszenz Aktivistin.
Mit ihrem Projekt setzt sie sich radikal für das seelische Wohl von Müttern ein. Dabei geht es ihr sehr viel darum, den Prozess des Mutterwerdens (Matreszenz) anzuerkennen und zu würdigen, sowie die Mythen, Idealvorstellungen und Tabus, welche die Mutterschaft umhüllen, zu hinterfragen. 

Für mehr lebendige, selbstermächtigte Mamas!

Wenn du schon Mutter bist (und zwar egal seit wie viele Jahren!), bist du in ihrem Mütterkreis herzlich willkommen am…
18.11.22 im Creative Hub, 11 bis 13 Uhr
25.11.22 in der Frühberatungsstelle Mitte, 19 bis 21 Uhr
17.12.22 in der Frühberatungsstelle Mitte, 11 bis 13 Uhr

Wenn du deiner erste  Schwangerschaft erlebst, bist du zu ihrem Mutterschaftsvorbereitungsworkshop herzlich eingeladen, am…
 02.12.22 im Creativ Hub, 11 bis 13 Uhr09.12.22 in der Frühberatungsstelle Mitte, 19 bis 21 Uhr

Da es begrenzte Plätze gibt, melde dich bei Interesse bitte an!
Kontakt und Anmeldung bei:elenasanmar.kt@gmail.com

„Gemeinsam engagiert für Bremen“ würdigt soziales Engagement!

Im Jahr 2022 wird die Auszeichnung „Gemeinsam engagiert für Bremen“ der PSD
Bank Nord eG in Zusammenarbeit mit der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration
und Sport in Bremen ausgeschrieben. Wir freuen uns auf viele neue und kreative
Projekte engagierter Menschen, die mit ihrem sozialen Engagement in Bremen dazu
beitragen, Bremen noch l(i)ebenswerter zu machen. Gesucht werden Projekte, die
die Isolation durch Corona in den Fokus stellen und das Ziel haben, Kinder,
Jugendliche, Familien und Erwachsene in allen Bereichen der Zivilgesellschaft
wieder in Kontakt zueinander zu bringen.


Mitmachen können Gruppen, Initiativen, Schulklassen und gemeinnützige Vereine.
Die Projekte müssen in Bremen stattfinden bzw. umgesetzt werden. Bewerbungen
sind möglich für Projekte, die bereits laufen oder die neu ins Leben gerufen werden.
Als Projekt werden längerfristig angelegte Vorhaben angesehen, es kann sich auch
um einmalige Aktionen handeln. Projekte, die sich an alle Altersgruppen richten, sind
genauso geeignet wie Projekte, die beispielsweise speziell Kindern, Jugendlichen,
älteren oder armen Menschen, Geflüchteten oder Wohnungslosen zu Gute kommen.
Besonders freuen wir uns auch, wenn gemeinsame Aktionen zwischen Einrichtungen
oder Vereinen auf die Beine gestellt werden.


Die drei besten Ideen werden mit einem Preisgeld ausgezeichnet.
Platz 1 = 3.000 Euro
Platz 2 = 2.000 Euro
Platz 3 = 1.000 Euro


Die Preisgelder:
Die PSD Bank Nord eG stellt im Rahmen der Aktion „Gemeinsam engagiert für
Bremen“ für die Unterstützung der Projekte Erlöse aus dem Gewinnsparen in Höhe
von 6.000 Euro zur Verfügung.


Einsendeschluss ist am 30.11.2022.


Teilnehmer:innen, die mitmachen, tun Gutes! Ihr ehrenamtliches Engagement, ihre
Arbeit und ihr Einsatz werden nicht nur durch Preisgelder belohnt, denn: wer Gutes
tut, fühlt sich auch gut. Engagement gibt Selbstbewusstsein und macht Spaß.


Wie kann man teilnehmen?
Um an der Ausschreibung „Gemeinsam engagiert für Bremen“ teilzunehmen,
füllen Sie bitte den Bewerbungsbogen aus und senden ihn mit den übrigen
Bewerbungsunterlagen per Post oder E-Mail an die unten stehende Adresse.


Benötigte Bewerbungsunterlagen:

Bewerbungsbogen

Präzise Beschreibung des Projektes (konkret: Wer macht was wann für wen?)

Liste der beteiligten Personen

Berichte von Medien über das Projekt – falls vorhanden

Wege der Bewerbung:
Senden Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen entweder per Post an:


Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport
Referat 21
Stichwort: Gemeinsam engagiert für Bremen
Bahnhofsplatz 29
28195 Bremen
oder per Mail an: mehmet.bueyuekgoencue@soziales.bremen.de

Wer entscheidet?
Eine unabhängige Jury entscheidet über die Gewinner:innen.
Ihr gehören an:
Sascha Borck, Kommunikationsmanager PSD Bank Nord eG
Dr. Sören Hoyer, Referatsleiter Bürgerschaftliches Engagement
Familienförderung und Familienpolitik und LSBTIQ im Hause der Senatorin für
Soziales, Jugend, Integration und Sport

https://www.freiwilligen-agentur-bremen.de/media/ausschreibung.pdf

Bürgermeister Bovenschulte zu Besuch im Creative Hub

Der Creative Hub ist ein Ort der Begegnung, denn die Community freut sich immer über Besuch! Und so schaute auch Bürgermeister Bovenschulte vorbei und traf während seines Rundgangs auf zahlreiche Projekte aus diversen Clusterbereichen des Hauses. Vor Ort verschaffte er sich einen Überblick der vielseitigen Angebote und kam dabei mit den Projekten ins Gespräch, die ihre Arbeit präsentierten, in ihre Räume einluden und von ihren Visionen erzählten. Ob Handwerk oder Manufakturen, Musik oder Sport, Technologie oder Soziales – seit 2021 fördert die Visionskultur Menschen bei der Umsetzung ihrer Ideen. Der Creative Hub etablierte sich als Innovations- und Kreativzentrum, welches als Anlaufstelle für Menschen dienen soll, die Lust darauf haben, sich zu vernetzen und auszutauschen, um gemeinsam Bremen als Standort zu stärken.

"Ich bin begeistert von den kreativen Ideen und vielen Projekten der Menschen hier. Das Creative Hub schafft einen Ort, an dem angehende Gründerinnen und Gründer viel Unterstützung erhalten, um später auf ihren eigenen Beinen zu stehen. Das Team hilft, wo immer es kann, gibt Coachings und Seminare. Das Kreativzentrum wird so zu einem lebendigen Ort des Austausches und des Experimentierens – zu einem einmaligen Projekt, nicht nur in Bremen, sondern bundesweit.", begeisterte sich der Bürgermeister.

Marc Fucke und Hachem Gharbi, Gründer des Creative Hubs, freuten sich über das Interesse und den Besuch des Bürgermeisters, denn: „Wir haben viel vor und freuen uns darauf, auch in Zukunft eine Vielzahl an Menschen bei der Umsetzung ihrer Ideen zu unterstützen. Mit dem Creative Hub Bremen und unseren Angeboten möchten wir dauerhaft neue, positive Impulse für Bremen und die (Stadt-) Gesellschaft generieren."

Was wäre, wenn wir wieder mehr in der Stadt produzieren?

Was wäre, wenn wir Arbeiten (bzw. Produzieren), Wohnen und Erholen wieder mehr mischen?

In welchen Bereichen und Branchen macht Produktion in der Stadt Sinn?

Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Darstellung zur „Urbanen Produktion“, die als Wanderausstellung im Creative Hub Halt machte.

Dabei konnten die Besucher*innen interessante Informationen zu verschiedenen Formen der urbanen Produktion entdecken, aber auch kritische Fragen stellen und so entstand ein zukunftsorientierter Diskurs über die Chancen, aber auch Herausforderungen, die mit einer, sich transformierenden Stadt, einhergehen. Ein Schwerpunkt bildete außerdem die Frage danach, wie die urbane Produktion sowohl geschützt sowie im Stadtbild integriert werden kann.

Die Eröffnungsveranstaltung zur Wanderausstellung im Creative Hub fand in Kooperation mit dem Klub Dialog statt und wurde in Unterstützung der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa und der WFB Wirtschaftsförderung Bremen durchgeführt. Zum Auftakt richtete Frau Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, das Wort an die Zuhörenden und begrüßte die neugierigen Gäste. Daraufhin folgte ein Impulsvortrag von Herr Dr. Gärtner vom Forschungsprojekt „Neue Räume für die produktive Stadt“ vom BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung). Abschließend begrüßten wir auf der Creative Hub Bühne Herr Winter von der Kreishandwerkerschaft, Frau Alber vom AKB – Angewandte Kunst Bremen, Herr Kastens von der Union Brauerei Bremen, Herr Lütjen von Spies Immobilien und Herr Dr. Sünnemann aus dem Stadtentwicklungsressort (SKUMS) zu einem Dialogforum mit der zentralen Fragestellung „Welche Herausforderungen hat die Etablierung und der Schutz urbaner Produktion und wie kann sie in Bremen unterstützt werden?“ Abschließend gab Herr Dr. Kühling aus dem Wirtschaftsressort (SWAE) eine Zusammenfassung des bisherigen Forschungsstandes sowie einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und entließ das Publikum in einen offenen Austausch.

Urbane Produktion – was ist das eigentlich?

Das Deutsches Institut für Urbanistik erklärt den Termini wie folgt:

Durch die zunehmende Digitalisierung von Produktionsprozessen sowie die wachsende Bedeutung produktionsnaher Dienstleistungen, gewinnt die Stadt als Produktionsstandort neue Attraktivität. Produktionsstätten, die mit dieser "Urbanen Produktion " in Verbindung gebracht werden, sind beispielsweise Manufakturen, emissionsarme Stadtfabriken und hybride Produktionsformen der Industrie 4.0. Als geeignete Branchen des verarbeitenden Gewerbes gelten die Bereiche der Nanotechnologie, der Medizintechnik und des kleinteiligen Maschinenbaus. Aber auch die Konsumgüter- und Lebensmittelindustrie (z. B. Kleidungs-/Möbelherstellung, Brauereien etc.) besitzen aufgrund ihrer Affinität zur Kundennähe ein hohes Potenzial für die urbane Produktion. Ferner sind die Wirtschaftsbereiche der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Gesundheits- und die Kreativwirtschaft oder das Urban Farming zu nennen.

Urbane Produktion entsteht vor allem am Rand der City und in der Innenstadt, also in Räumen mit einer hohen funktionalen Dichte und einer Mischung unterschiedlicher Nutzungen. Insbesondere in wachsenden Städten stößt diese gewerbliche Flächennachfrage der urbanen Produktion jedoch auf Nutzungskonkurrenzen. Ganz anders stellt sich die Situation in weniger nachgefragten Kommunen oder Stadtteilen bzw. solchen mit rückläufiger Bevölkerungszahl dar. Hier wird die urbane Produktion als Chance für die Belebung untergenutzter, leerstehender oder brachgefallener Flächen betrachtet. Sie gilt als Treiber für innovative Standortentwicklung, der zudem zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe beitragen kann, indem lokale Potenziale genutzt und regionale Wertschöpfungsketten aufgebaut werden. Dies gilt besonders für das produzierende Gewerbe, den Bereich der Landwirtschaft und Ernährung oder im Baugewerbe.

Potenziale Urbaner Produktion

Urbane Produktion kann zu einer nachhaltigen und resilienten Stadtentwicklung und kurzen Wegen beitragen. Es gibt zahlreiche Beispiele für produzierende Betriebe, die erfolgreich im globalisierten Weltmarkt bestehen und lokal neue Wertschöpfung erzeugen.

Du möchtest mehr über die Ansatzpunkte und Potenziale einer Produktiven Stadt Bremen erfahren?

Dann schau mal hier: https://www.arbeitnehmerkammer.de/fileadmin/user_upload/Downloads/IAW_Reihe/IAW_34_Produktive_Stadt.pdf

Quellen:

https://difu.de/nachrichten/urbane-produktion-in-der-stadt-der-zukunft

„…weil ich`s kann!“

Clusterevent: Handwerk im Creative Hub

HANDwert mehrWERK, so lautete der Titel unseres Cluster Events. Am 16. September begrüßte die Visionskultur Community alle Interessierten im Creative Hub, um sich über spannende Themen rund um das Thema Handwerk auszutauschen.

Im Foyer erwartete die Besucher*innen eine Darstellung der Urbanen Produktion, die Leitfrage dabei „Ist eine solche Transformation eine Chance für mehr Beschäftigung?“ Neugierig geworden? Dann schaut doch auch einmal in unseren Blogbeitrag zur Ausstellung rein!

Neben einer Reihe informativer Inputs der Aussteller*innen im Hub Café wie zum der Jugendberufsagentur, der Handwerkskammer und der Volkshochschule gab es feinsten Café von Café Tecu (@cafetecu).

Der Creative Hub ist ein Begegnungsort und so freuten sich einige Projekte, so zum Beispiel Anthony Kreher und Benjesmanufaktur UG darüber, euch ihre Arbeiten zu zeigen und Einblicke in ihre Produktion zu geben.

Entlang der Prozesspräsentationen, die euren Weg in Richtung Werkstatt säumten, standen ebenso einige Türen offen: Denn gemeinsam mit den Projekten hatten wir für euch eine kleine Handwerks Ralley geplant.

Und so konntet ihr vier Themenbereiche entdecken, die sich mit der Ideenfindung beschäftigten:  Der Schwerpunkt lag auf der Produktentwicklung und Produktrealisierung aus den Bereichen Kunst und Wissenschaft, Reparatur, Upcycling, Design und Malen.

Im Hands-on-Workshop gab euch Heiko vom Maker Space, einen Einblick in die Digitale Fertigung im Bereich Kleinmöbelbau und Lifestyle-Accessoires. In seinem Kurz-Workshop wurde die integrierte digitale und manuelle Fertigung am Beispiel CNC-Holzbearbeitung gezeigt. Die Besucher*innen wurden ermutigt, aus Frästeilen ihren eigenen sowohl dekorativen als auch voll funktionsfähigen Passivlautsprecher für Smartphones herzustellen. Neben verschiedenen handwerklichen Fähigkeiten aus dem Bereich Holzbearbeitung (Umgang mit Feinsäge und Schleifmitteln sowie passgenaue Endmontage) wurde insgesamt auch die Integration von digitalen Fertigungsmethoden in die zeitgenössische Handwerksarbeit erläutert. Außerdem hieß euch Octavio von T-Boo UG herzlichst Willkommen. Sich kreatives ausleben, handwerklich aktiv sein und etwas Neues erschaffen? – In Octavios Werkstatt wurden aus allerlei recycelten Stoffen (Stoff, Segel bis Fahrradschläuche) individuelle Schlüsselanhänger gefertigt.

Des Weiteren konntet ihr in der Werkstatt mit Rainer einer Einführung in das Fahrrad Reparing lauschen und natürlich auch selbst zur Tat schreiten. Ebenso am Start: die Kartellkultur, gebaut wurde eine Bühne, die als Chillout Platz und Performance Plattform multifunktional angelegt wurde und für zukünftige Events genutzt werden kann.  

Im Vordergrund stand natürlich ganz klar: gemeinsam Spaß haben und neugierig bleiben!

Um 16 Uhr dann: Rauf in den 3. Stock, denn dort warteten wichtige Themen und tolle Gesprächspartner. Geleitet vom Geschäftsführer Marc Fucke diskutierten Kai Stührenberg (Staatsrat für Arbeit und Europa, SWAE), Andreas Meyer (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer), Jasmina Heritani (Fachbereichsleitung der VHS und Arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion)

Der Fachkräftebedarf hat sich im vergangenen Jahr weiter verschärft. Die Schere zwischen offenen Stellen und verfügbaren Arbeitskräften ist weiter aufgegangen. Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Jahren verstärken. Nicht nur stehen neue Zukunftsaufgaben, wie die Bewältigung des Klimawandels bevor und gehen mit einem entsprechenden Fachkräftebedarf einher. Auch stehen wir den veränderten Anforderungen neuer Generationen gegenüber. Gleichzeitig bietet das Überangebot an offenen Stellen Chancen zur Schaffung neuer Zugänge in den Arbeitsmarkt.

Wie müssen wir die regionale Fachkräftestrategie aber auch arbeitgeberseitige Angebote und Berufszugänge ausrichten, um den Bremer Standort zu stärken und weiterzuentwickeln?

Im Fokus: Zukunftsthemen, neue Perspektiven und Blickwinkel, aber auch das Aufzeigen von Handlungsbedarf. Verpasst? Keine Sorge wir informieren euch, wann ihr die spannende Runde auf RadioWeserTV nachhören könnt!

Und zu guter Letzt: was wäre das ganze ohne Musik! Aufgelegt hat Der Kapitän und sorgte somit für den perfekten Ausklang eines vielseitigen und informativen Events.

HUBtastischer Ferien Fun – die Sommerwiesen in der Überseestadt

Sommerwiesen – das hieß für alle Kinder und Jugendlichen, die Lust hatten, in ihren Ferien kreative und spannende Workshops zu besuchen von Donnerstag bis Sonntag ein spannendes Programm aus den verschiedensten Bereichen. Von Handwerk, Theater und Film, Bewegungs- und Sprachangeboten, Gardening, bis Mode und Gestaltung: Es galt, sich auszuprobieren und sich gestalterisch mit dem eigenen Wohnort auseinanderzusetzen.

Zum Hintergrund:

Die Überseewiese liegt zentral im jungen Stadtteil Überseestadt und bietet, als eine der wenigen großen Grünflächen, viele Möglichkeiten zur nachbarschaftlichen, sozialen und kulturellen Nutzung. Vor dem Hintergrund des hohen Bedarfes, gerade durch das rasante Wachstum des Stadtteils und die teilweise noch nachwachsende soziale und kulturelle Infrastruktur war es der Visionskultur ein Anliegen, in Kooperation mit Stadtteilakteur*innen und jungen Projekten aus der Visionskultur-Community, ein kreatives und nachhaltiges Sommerferienprogramm auf der Überseewiese zu veranstalten. Gefördert wurde die Initiative von der Senatskanzlei Bremen, dem Deutsches Kinderhilfswerk, der GEWOBA, sowie dem Ortsamt West. Außerdem unterstützte die Überseekirche durch das Bereitstellen von Räumlichkeiten und dem Zugang zu Wasser & Strom.

Hauptinitiatorin des rasanten, viertägigen Programms: Aline Joost. Bei der Visionskultur eigentlich für das Operative Management zuständig, setzte sie mit dem umfangreichen Angebot des Ferien-Camps ihr Herzensprojekt um.

Für euch hat sie ein paar Fragen beantwortet. Es folgt also ein kleines Interview, das vielleicht auch dich ermutigt, DEIN Herzensprojekt anzugehen! Denn du weißt doch: Mit einer Community im Rücken ist kein Weg zu weit! Falls du Unterstützung brauchst, ist unser Event- und Projekt-Team natürlich jeder Zeit für dich da.

Liebe Aline, die Sommerwiesen sind quasi in deinem Kopf entstanden? Wie kam es dazu?

Die Idee dazu kam mir in einem Gespräch mit dem vor Ort zuständigen Geschäftsbereichsleiter der Gewoba. Herr Schleisiek. Wir sprachen über die generelle Entwicklung des Stadtteils Überseestadt und Möglichkeiten, das im Hub gebündelte Potenzial unserer Projekte in die Stadtteile zu streuen. Dabei kam neben der möglichen Erweiterung unserer Creative Spaces auch die Wiese zur Sprache. Die Gewoba ist Pächter der Wiese und hat somit auch ein eigenes Interesse an der nachhaltigen Bespielung der Wiese. Durch das Bevorstehen der sechswöchigen Sommerferien kam mir die Idee, die Wiese gemeinsam mit den Kindern und in ihrem Sinne zu verschönern.

Von der ersten Idee bis zur konkreten Planung und anschließend zur Umsetzung, wie lange hat es gedauert?

Das Gespräch fand Ende Mai statt. Gleich in der Folgewoche habe ich mich mit meiner Kollegin aus der Förderarbeit, Nayra Klöpper, zusammengesetzt. Wir haben die Idee verfeinert und ein Grobkonzept erstellt: festgelegt, was wir anbieten und mit welchen Projekten wir in diesem Zusammenhang am liebsten arbeiten wollen. Das Konzept haben wir mit unserem Geschäftsführer besprochen und Anfang Juni habe ich es bereits das erste Mal gepitcht zwecks Akquirierung von Geldern. Nach Zusage der ersten Fördersumme habe ich einen genauen Zeitplan aufgestellt & diesen mit Deadlines versehen. Unter Berücksichtigung dieser Deadlines habe ich dann mit meinem Team gearbeitet. Es lief super! Keine Engpässe, schnelle und direkte Kommunikation. Zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn war alles in trockenen Tüchern und wir voller Vorfreude auf das Event.

Das Workshop-Programm beeindruckt vor allem durch seine Vielfältigkeit: Wie bist du bei der Konzeptionierung vorgegangen?

Mir war es vor allem wichtig, JEDES Kind bzw. JEDE*N Jugendliche*n anzusprechen; also ein so vielfältiges Angebot zu erstellen, dass kaum Jemand auf das Programm gucken & anschließend sagen kann „dazu habe ich keine Lust!“. Ich wollte möglichst alle Kinder des Stadtteils (und darüber hinaus) abholen. So war es mir bei der Auswahl der inkludierten Projekte auch wichtig, Allen bewusst zu machen, dass die Teilnahme am Workshop sowohl einem 6-jährigen Kind, als auch einer/m 12-jährigen Jugendlichen möglich sein soll. Zudem habe ich die Workshopleiter darauf vorbereitet, dass das Camp nicht nur einen künstlerischen/handwerklichen/musikalischen etc. Aspekt haben soll, sondern vor allem auch einen pädagogischen. Es ging mir nicht um die Quantität der Teilnehmer, sondern darum, den Kindern, die voller Enthusiasmus und Vorfreude aufs Camp schon um 7 Uhr aufstehen, ein qualitativ hochwertiges Angebot zu bieten, welches die Überseewiese nachhaltig und mit ihren Händen verschönert.

Was denkst du, wie haben die Projekte, die an den Sommerwiesen partizipiert haben, das Ferien-Camp erlebt?

Aber die Rückmeldung an mich war durchweg positiv; ich denke, dass die strahlenden Augen der Kinder einen jeden Involvierten von der enormen Wichtigkeit des Projektes überzeugen konnten. Ich bin sehr dankbar für das Engagement unserer Community.

Gab es etwas, dass dich überrascht hat? Etwas hat z.B. besonders gut oder ganz und gar nicht geklappt?

Mir ist wieder einmal klargeworden, dass man einen noch so gut ausgereiften Media- & Presseplan haben kann, dieser bei dem Pushen von Aufmerksamkeit und der Anmeldungen zu einem kostenlosen Angebot absolut essenziell ist - dass es aber keine Garantie dafür gibt, dass die Veranstaltung dann auch gut besucht ist. Viele Anmeldungen aus dem Bremer Umland wurden nicht wahrgenommen – doch für die Kinder vor Ort bedeutete das Camp dennoch die Welt. Ich habe einige herzzerreißende Geschichten miterleben können und wusste in genau den Momenten, wie unglaublich wichtig unsere Präsenz vor Ort gerade ist. Beim Abtransport des letzten Equipments am Sonntagabend liefen sechs der Kids hinter unserem Auto her, Tränen kullerten und ein Versprechen wurde abverlangt: wir MÜSSEN wiederkommen – und zwar bald!

Wenn du Projekten drei Tipps zur Umsetzung eigener Herzensprojekte geben müsstest, welche wären das?

  1. Recherche!

Du hast eine Wunschlocation für die Umsetzung deines Projektes? Prima! Du hast Kontakt zu umliegenden Akteur*innen aufgenommen? Perfekt!

Doch schau dir auch vergleichbare Umsetzungen von anderen Initiator*innen an: Was lief gut? Was kannst du besser machen? Was gefällt dir? Was würdest du ganz anders machen? Und vor allem: wie kann sich dein Vorhaben von allem Bisherigen unterscheiden und abheben?  

Du hast eine Idee? Super! Du bist mit deinem ganzen Herzen dabei? Noch besser!

Doch Passion allein reicht nicht – du brauchst ein detailiertes Konzept & einen umfangreichen Zeitplan, Deadlines und viele Helfer, die du in deine Umsetzung inkludieren kannst.

Du kennst viele Leute? Klasse! Du weißt, was sie machen? Yeahi, dann siehe sie als deine ersten Förderer/Kunden und pitche deine Idee. Vielleicht kannst du von ihrem Können und ihrer Expertise profitieren & sie in die Umsetzung deines Projektes integrieren.

Und jetzt ein Blick in die Zukunft: Sind schon neue Träume in Aussicht? Können wir noch mehr Events aus deiner Hand erwarten?

Träume sind allgegenwärtig – es wäre schlimm, wenn nicht.

Sicher wird der ein, oder andere auch noch umgesetzt werden ?

Bei den Sommerwiesen dabei war auch Jakob Fröbel, vom Projekt Skateboard „Upcycle - Surf & Coffee Stuff“. Er baute mit den Kids eine tolle Bühne, die anschließend bemalt und für die Präsentation der Ergebnisse aus den Workshops genutzt wurde. Da haben wir natürlich de Gelegenheit genutzt nach seinen Ferien-Camp Erfahrungen und Erlebnissen zu fragen.

Warum hast du dich an diesem Projekt beteiligt? 

Ich fand es spannend mal über den Tellerrand zu schauen und mich am Bühnenbau zu versuchen. Ich habe lange nicht mehr mit Kindern zusammen gearbeitet und mich richtig darauf gefreut. Dabei habe ich auf interessierte und motivierte Kids gehofft und wurde nicht enttäuscht.

Was war deine Vision im Bezug auf die Kids und Jugendlichen im Stadtteil?

Ich wollte die Kids wirklich mit einbeziehen. Sie sollten wirklich sagen können, dass sie die Bühne gebaut haben… Ich glaube das ist uns als Team gelungen. 

Wie hast du das Ferien-Camp der Sommerwiesen erlebt? Was hast dich überrascht? 

Ich mag den alternativen Stil von solchen Aktionen. Das Wissen und das Können der Hub Mitglieder wird direkt weitergegeben und es entstehen spannende Workshops. Im Fokus der Sommerwiesen standen nicht etwa Werbeaktionen, die alles andere in den Hintergrund rücken.

Konntest du etwas für deine zukünftige Arbeit mitnehmen? Gab es neue Erkenntnisse o.ä.? 

Keine neuen Erkenntnis, dafür aber eine Bestätigung einer bestehenden Erkenntnis: Multikulti ist toll und kann eine Bereicherung für alle sein.

Ebenso einen großen Bestandteil der Sommerwiesen waren die Workshops von Thomas Ulrich, der einen Einblick in Film & Theater gab und die Kids sichtlich begeisterte.

Lieber Thomas, warum hast du dich an diesem Projekt beteiligt? Was war deine Vision im Bezug auf die Kids und Jugendlichen im Stadtteil? Wie hast du das Ferien-Camp der Sommerwiesen erlebt? Was hast dich überrascht?

Das Creative Hub probiert immer wieder etwas Neues aus. Diesmal die Sommerwiesen in der Überseestadt. Ich mag es sehr für und mit der Commuity zusammenzuarbeiten. Meine Vision, meine Idee, war diesmal eine Kurzfilmwerkstatt. Die Kinder und Jugendlichen konnten einen eigenen Plot, eine eigene Handlung entwickeln und versuchen sie situativ umzusetzen. Wir haben kurze Szenen / Handlungen gefilmt und später gemeinsam zu einem Kurzfilm zusammengefügt. Mein Hauptinteresse galt den Kinder und Jugendlichen, ihrer Kreativität, ihrer Erzähl- und Spiellust und mit ihnen in der filmischen Umsetzung ein konstruktives Miteinander zu erreichen.

Ich war ganz schön gefordert. Die Kinder und Jugendlichen waren sehr motiviert und waren mit vollem Einsatz dabei. Ihr Interesse war groß und das Ergebnis, also unser Kurzfilm war schon ein kleines Wunderwerk.

Ich bin immer wieder von Neuem überrascht, wie erzähl-freudig Kinder und Jugendliche sind, wenn wir ihnen und ihrer Sicht ihrer Realität Interesse entgegen bringen. Der Kurzfilm zeigt, wie frei, unverstellt und phantasievoll die Teilnehmenden spielen können, wenn ihnen die Möglichkeit, Raum und Zeit geboten wird.

Und was sagen die Teilnehmerinnen?

„Die Arbeit mit Thomas hat sehr viel Spaß gemacht, weil wir Teilnehmer nicht nur die Chance hatten Theater zu spielen, sondern dabei gefilmt wurden. Das war für mich eine ganz neue Erfahrung, da ich davor nie vor der Kamera stand. Außerdem wurde uns Kindern die Entscheidung gegeben, worum es gehen soll und welche Rollen wir spielen. Das motivierte jeden von uns das Beste aus dem Film zu machen, indem wir unsere Ideen miteinander austauschten und wachsen ließen. Am Ende können wir von uns behaupten, dass alle umgesetzten Ideen von uns Kindern kamen und dann vor der Kamera frei improvisiert wurden.“ – Finia

HUBtastischer Ferien Fun – die Sommerwiesen in der Überseestadt 

Sommerwiesen – das hieß für alle Kinder und Jugendlichen, die Lust hatten, in ihren Ferien kreative und spannende Workshops zu besuchen von Donnerstag bis Sonntag ein spannendes Programm aus den verschiedensten Bereichen. Von Handwerk, Theater und Film, Bewegungs- und Sprachangeboten, Gardening, bis Mode und Gestaltung: Es galt, sich auszuprobieren und sich gestalterisch mit dem eigenen Wohnort auseinanderzusetzen.  

Zum Hintergrund: 

Die Überseewiese liegt zentral im jungen Stadtteil Überseestadt und bietet, als eine der wenigen großen Grünflächen, viele Möglichkeiten zur nachbarschaftlichen, sozialen und kulturellen Nutzung. Vor dem Hintergrund des hohen Bedarfes, gerade durch das rasante Wachstum des Stadtteils und die teilweise noch nachwachsende soziale und kulturelle Infrastruktur war es der Visionskultur ein Anliegen, in Kooperation mit Stadtteilakteur*innen und jungen Projekten aus der Visionskultur-Community, ein kreatives und nachhaltiges Sommerferienprogramm auf der Überseewiese zu veranstalten. Gefördert wurde die Initiative von der Senatskanzlei Bremen, dem Deutsches Kinderhilfswerk, der GEWOBA, sowie dem Ortsamt West. Außerdem unterstützte die Überseekirche durch das Bereitstellen von Räumlichkeiten und dem Zugang zu Wasser & Strom.  

Hauptinitiatorin des rasanten, viertägigen Programms: Aline Joost. Bei der Visionskultur eigentlich für das Operative Management zuständig, setzte sie mit dem umfangreichen Angebot des Ferien-Camps ihr Herzensprojekt um.  

Für euch hat sie ein paar Fragen beantwortet. Es folgt also ein kleines Interview, das vielleicht auch dich ermutigt, DEIN Herzensprojekt anzugehen! Denn du weißt doch: Mit einer Community im Rücken ist kein Weg zu weit! Falls du Unterstützung brauchst, ist unser Event- und Projekt-Team natürlich jeder Zeit für dich da.  

Liebe Aline, die Sommerwiesen sind quasi in deinem Kopf entstanden? Wie kam es dazu?  

Die Idee dazu kam mir in einem Gespräch mit dem vor Ort zuständigen Geschäftsbereichsleiter der Gewoba - Herrn Schleisiek. Wir sprachen über die generelle Entwicklung des Stadtteils Überseestadt und Möglichkeiten, das im Hub gebündelte Potenzial unserer Projekte in die Stadtteile zu streuen. Dabei kam neben der möglichen Erweiterung unserer Creative Spaces auch die Wiese zur Sprache. Die Gewoba ist Pächter der Wiese und hat somit auch ein eigenes Interesse an der nachhaltigen Bespielung der Wiese. Durch das Bevorstehen der sechswöchigen Sommerferien kam mir die Idee, die Wiese gemeinsam mit den Kindern und in ihrem Sinne zu verschönern.  

Von der ersten Idee bis zur konkreten Planung und anschließend zur Umsetzung, wie lange hat es gedauert? 

Das Gespräch fand Ende Mai statt. Gleich in der Folgewoche habe ich mich mit meiner Kollegin aus der Förderarbeit, Nayra Klöpper, zusammengesetzt. Wir haben die Idee verfeinert und ein Grobkonzept erstellt: festgelegt, was wir anbieten und mit welchen Projekten wir in diesem Zusammenhang am liebsten arbeiten wollen. Das Konzept haben wir mit unserem Geschäftsführer besprochen und Anfang Juni habe ich es bereits das erste Mal gepitcht zwecks Akquirierung von Geldern. Nach Zusage der ersten Fördersumme habe ich einen genauen Zeitplan aufgestellt & diesen mit Deadlines versehen. Unter Berücksichtigung dieser habe ich dann mit meinem Team gearbeitet. Es lief super! Keine Engpässe, schnelle und direkte Kommunikation. Zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn war alles in trockenen Tüchern und wir voller Vorfreude auf das Event. 

Das Workshop-Programm beeindruckt vor allem durch seine Vielfältigkeit: Wie bist du bei der Konzeptionierung vorgegangen?  

Mir war es vor allem wichtig, JEDES Kind bzw. JEDE*N Jugendliche*n anzusprechen; also ein so vielfältiges Angebot zu erstellen, dass kaum Jemand auf das Programm gucken & anschließend sagen kann „dazu habe ich keine Lust!“. Ich wollte möglichst alle Kinder des Stadtteils (und darüber hinaus) abholen. So war es mir bei der Auswahl der inkludierten Projekte auch wichtig, Allen bewusst zu machen, dass die Teilnahme am Workshop sowohl einem 6-jährigen Kind, als auch einer/m 13-jährigen Jugendlichen möglich sein soll. Zudem habe ich die Workshopleiter darauf vorbereitet, dass das Camp nicht nur einen künstlerischen/handwerklichen/musikalischen etc. Aspekt haben soll, sondern vor allem auch einen pädagogischen. Es ging mir nicht allein um die Quantität der Teilnehmer, sondern darum, den Kindern, die voller Enthusiasmus und Vorfreude aufs Camp schon um 7 Uhr aufstehen, ein qualitativ hochwertiges Angebot zu bieten, welches die Überseewiese nachhaltig und mit ihren Händen verschönert. 

Was denkst du, wie haben die Projekte, die an den Sommerwiesen partizipiert haben, das Ferien-Camp erlebt?  

Dazu müsste man sicher das ein, oder andere Projekt befragen. Aber die Rückmeldung an mich war durchweg positiv; ich denke, dass die strahlenden Augen der Kinder einen jeden Involvierten von der enormen Wichtigkeit des Projektes überzeugen konnten. Ich bin sehr dankbar für das Engagement unserer Community.  

Gab es etwas, dass dich überrascht hat? Etwas hat z.B. besonders gut oder ganz und gar nicht geklappt? 

Mir ist wieder einmal klargeworden, dass man einen noch so gut ausgereiften Media- & Presseplan haben kann, dieser bei dem Pushen von Aufmerksamkeit und der Anmeldungen zu einem kostenlosen Angebot absolut essenziell ist - es aber keine Garantie dafür gibt, dass die Veranstaltung dann auch gut besucht ist. Viele Anmeldungen aus dem Bremer Umland wurden nicht wahrgenommen – doch für die Kinder vor Ort bedeutete das Camp dennoch die Welt. Ich habe einige herzzerreißende Geschichten miterleben können und wusste in genau den Momenten, wie unglaublich wichtig unsere Präsenz vor Ort gerade ist. Beim Abtransport des letzten Equipments am Sonntagabend liefen sechs der Kids hinter unserem Auto her, Tränen kullerten und ein Versprechen wurde abverlangt: wir MÜSSEN wiederkommen – und zwar bald! 

Wenn du Projekten drei Tipps zur Umsetzung eigener Herzensprojekte geben müsstest, welche wären das?  

  1. Recherche! 

Du hast eine Wunschlocation für die Umsetzung deines Projektes? Prima! Du hast Kontakt zu umliegenden Akteur*innen aufgenommen? Perfekt!  

Doch schau dir auch vergleichbare Umsetzungen von anderen Initiator*innen an: Was lief gut? Was kannst du besser machen? Was gefällt dir? Was würdest du ganz anders machen? Und vor allem: wie kann sich dein Vorhaben von allem Bisherigen unterscheiden und abheben?    

  1. Struktur!  

Du hast eine Idee? Super! Du bist mit deinem ganzen Herzen dabei? Noch besser!  

Doch Passion allein reicht nicht – du brauchst ein detailiertes Konzept & einen umfangreichen Zeitplan, Deadlines und viele Helfer, die du in deine Umsetzung inkludieren kannst.  

  1. Nutze deine Ressourcen! 

Du kennst viele Leute? Klasse! Du weißt, was sie machen? Yeahi, dann siehe sie als deine ersten Förderer/Kunden und pitche deine Idee. Vielleicht kannst du von ihrem Können und ihrer Expertise profitieren & sie in die Umsetzung deines Projektes integrieren.  

Und jetzt ein Blick in die Zukunft: Sind schon neue Träume in Aussicht? Können wir noch mehr Events aus deiner Hand erwarten?  

Träume sind allgegenwärtig – es wäre schlimm, wenn nicht.  

Sicher wird der ein, oder andere auch noch umgesetzt werden ?  

Bei den Sommerwiesen dabei war auch Jakob Fröbel, vom Projekt Skateboard „Upcycle - Surf & Coffee Stuff“. Er baute mit den Kids eine tolle Bühne, die anschließend bemalt und für die Präsentation der Ergebnisse aus den Workshops genutzt wurde. Da haben wir natürlich de Gelegenheit genutzt nach seinen Ferien-Camp Erfahrungen und Erlebnissen zu fragen.  

Warum hast du dich an diesem Projekt beteiligt?  

Ich fand es spannend mal über den Tellerrand zu schauen und mich am Bühnenbau zu versuchen. Ich habe lange nicht mehr mit Kindern zusammen gearbeitet und mich richtig darauf gefreut. Dabei habe ich auf interessierte und motivierte Kids gehofft und wurde nicht enttäuscht. 

Was war deine Vision im Bezug auf die Kids und Jugendlichen im Stadtteil? 

Ich wollte die Kids wirklich mit einbeziehen. Sie sollten wirklich sagen können, dass sie die Bühne gebaut haben… Ich glaube das ist uns als Team gelungen.  

Wie hast du das Ferien-Camp der Sommerwiesen erlebt? Was hast dich überrascht?  

Ich mag den alternativen Stil von solchen Aktionen. Das Wissen und das Können der Hub Mitglieder wird direkt weitergegeben und es entstehen spannende Workshops. Im Fokus der Sommerwiesen standen nicht etwa Werbeaktionen, die alles andere in den Hintergrund rücken. 

Konntest du etwas für deine zukünftige Arbeit mitnehmen? Gab es neue Erkenntnisse o.ä.?  

Keine neuen Erkenntnis, dafür aber eine Bestätigung einer bestehenden Erkenntnis: Multikulti ist toll und kann eine Bereicherung für alle sein. 

Ebenso einen großen Bestandteil der Sommerwiesen waren die Workshops von Thomas Ulrich, der einen Einblick in Film & Theater gab und die Kids sichtlich begeisterte.  

Lieber Thomas, warum hast du dich an diesem Projekt beteiligt? Was war deine Vision im Bezug auf die Kids und Jugendlichen im Stadtteil? Wie hast du das Ferien-Camp der Sommerwiesen erlebt? Was hast dich überrascht? 

Das Creative Hub probiert immer wieder etwas Neues aus. Diesmal die Sommerwiesen in der Überseestadt. Ich mag es sehr für und mit der Commuity zusammenzuarbeiten. Meine Vision, meine Idee, war diesmal eine Kurzfilmwerkstatt. Die Kinder und Jugendlichen konnten einen eigenen Plot, eine eigene Handlung entwickeln und versuchen sie situativ umzusetzen. Wir haben kurze Szenen / Handlungen gefilmt und später gemeinsam zu einem Kurzfilm zusammengefügt. Mein Hauptinteresse galt den Kinder und Jugendlichen, ihrer Kreativität, ihrer Erzähl- und Spiellust und mit ihnen in der filmischen Umsetzung ein konstruktives Miteinander zu erreichen. 

Ich war ganz schön gefordert. Die Kinder und Jugendlichen waren sehr motiviert und waren mit vollem Einsatz dabei. Ihr Interesse war groß und das Ergebnis, also unser Kurzfilm war schon ein kleines Wunderwerk. 

Ich bin immer wieder von Neuem überrascht, wie erzähl-freudig Kinder und Jugendliche sind, wenn wir ihnen und ihrer Sicht ihrer Realität Interesse entgegen bringen. Der Kurzfilm zeigt, wie frei, unverstellt und phantasievoll die Teilnehmenden spielen können, wenn ihnen die Möglichkeit, Raum und Zeit geboten wird. 

Und was sagen die Teilnehmerinnen?  

„Die Arbeit mit Thomas hat sehr viel Spaß gemacht, weil wir Teilnehmer nicht nur die Chance hatten Theater zu spielen, sondern dabei gefilmt wurden. Das war für mich eine ganz neue Erfahrung, da ich davor nie vor der Kamera stand. Außerdem wurde uns Kindern die Entscheidung gegeben, worum es gehen soll und welche Rollen wir spielen. Das motivierte jeden von uns das Beste aus dem Film zu machen, indem wir unsere Ideen miteinander austauschten und wachsen ließen. Am Ende können wir von uns behaupten, dass alle umgesetzten Ideen von uns Kindern kamen und dann vor der Kamera frei improvisiert wurden.“ – Finia  

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