Im Jahr 2022 wird die Auszeichnung „Gemeinsam engagiert für Bremen“ der PSD
Bank Nord eG in Zusammenarbeit mit der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration
und Sport in Bremen ausgeschrieben. Wir freuen uns auf viele neue und kreative
Projekte engagierter Menschen, die mit ihrem sozialen Engagement in Bremen dazu
beitragen, Bremen noch l(i)ebenswerter zu machen. Gesucht werden Projekte, die
die Isolation durch Corona in den Fokus stellen und das Ziel haben, Kinder,
Jugendliche, Familien und Erwachsene in allen Bereichen der Zivilgesellschaft
wieder in Kontakt zueinander zu bringen.
Mitmachen können Gruppen, Initiativen, Schulklassen und gemeinnützige Vereine.
Die Projekte müssen in Bremen stattfinden bzw. umgesetzt werden. Bewerbungen
sind möglich für Projekte, die bereits laufen oder die neu ins Leben gerufen werden.
Als Projekt werden längerfristig angelegte Vorhaben angesehen, es kann sich auch
um einmalige Aktionen handeln. Projekte, die sich an alle Altersgruppen richten, sind
genauso geeignet wie Projekte, die beispielsweise speziell Kindern, Jugendlichen,
älteren oder armen Menschen, Geflüchteten oder Wohnungslosen zu Gute kommen.
Besonders freuen wir uns auch, wenn gemeinsame Aktionen zwischen Einrichtungen
oder Vereinen auf die Beine gestellt werden.
Die drei besten Ideen werden mit einem Preisgeld ausgezeichnet.
Platz 1 = 3.000 Euro
Platz 2 = 2.000 Euro
Platz 3 = 1.000 Euro
Die Preisgelder:
Die PSD Bank Nord eG stellt im Rahmen der Aktion „Gemeinsam engagiert für
Bremen“ für die Unterstützung der Projekte Erlöse aus dem Gewinnsparen in Höhe
von 6.000 Euro zur Verfügung.
Einsendeschluss ist am 30.11.2022.
Teilnehmer:innen, die mitmachen, tun Gutes! Ihr ehrenamtliches Engagement, ihre
Arbeit und ihr Einsatz werden nicht nur durch Preisgelder belohnt, denn: wer Gutes
tut, fühlt sich auch gut. Engagement gibt Selbstbewusstsein und macht Spaß.
Wie kann man teilnehmen?
Um an der Ausschreibung „Gemeinsam engagiert für Bremen“ teilzunehmen,
füllen Sie bitte den Bewerbungsbogen aus und senden ihn mit den übrigen
Bewerbungsunterlagen per Post oder E-Mail an die unten stehende Adresse.
Benötigte Bewerbungsunterlagen:
Bewerbungsbogen
Präzise Beschreibung des Projektes (konkret: Wer macht was wann für wen?)
Liste der beteiligten Personen
Berichte von Medien über das Projekt – falls vorhanden
Wege der Bewerbung:
Senden Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen entweder per Post an:
Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport
Referat 21
Stichwort: Gemeinsam engagiert für Bremen
Bahnhofsplatz 29
28195 Bremen
oder per Mail an: mehmet.bueyuekgoencue@soziales.bremen.de
Wer entscheidet?
Eine unabhängige Jury entscheidet über die Gewinner:innen.
Ihr gehören an:
Sascha Borck, Kommunikationsmanager PSD Bank Nord eG
Dr. Sören Hoyer, Referatsleiter Bürgerschaftliches Engagement
Familienförderung und Familienpolitik und LSBTIQ im Hause der Senatorin für
Soziales, Jugend, Integration und Sport
https://www.freiwilligen-agentur-bremen.de/media/ausschreibung.pdf
Der Creative Hub ist ein Ort der Begegnung, denn die Community freut sich immer über Besuch! Und so schaute auch Bürgermeister Bovenschulte vorbei und traf während seines Rundgangs auf zahlreiche Projekte aus diversen Clusterbereichen des Hauses. Vor Ort verschaffte er sich einen Überblick der vielseitigen Angebote und kam dabei mit den Projekten ins Gespräch, die ihre Arbeit präsentierten, in ihre Räume einluden und von ihren Visionen erzählten. Ob Handwerk oder Manufakturen, Musik oder Sport, Technologie oder Soziales – seit 2021 fördert die Visionskultur Menschen bei der Umsetzung ihrer Ideen. Der Creative Hub etablierte sich als Innovations- und Kreativzentrum, welches als Anlaufstelle für Menschen dienen soll, die Lust darauf haben, sich zu vernetzen und auszutauschen, um gemeinsam Bremen als Standort zu stärken.
"Ich bin begeistert von den kreativen Ideen und vielen Projekten der Menschen hier. Das Creative Hub schafft einen Ort, an dem angehende Gründerinnen und Gründer viel Unterstützung erhalten, um später auf ihren eigenen Beinen zu stehen. Das Team hilft, wo immer es kann, gibt Coachings und Seminare. Das Kreativzentrum wird so zu einem lebendigen Ort des Austausches und des Experimentierens – zu einem einmaligen Projekt, nicht nur in Bremen, sondern bundesweit.", begeisterte sich der Bürgermeister.
Marc Fucke und Hachem Gharbi, Gründer des Creative Hubs, freuten sich über das Interesse und den Besuch des Bürgermeisters, denn: „Wir haben viel vor und freuen uns darauf, auch in Zukunft eine Vielzahl an Menschen bei der Umsetzung ihrer Ideen zu unterstützen. Mit dem Creative Hub Bremen und unseren Angeboten möchten wir dauerhaft neue, positive Impulse für Bremen und die (Stadt-) Gesellschaft generieren."


Was wäre, wenn wir wieder mehr in der Stadt produzieren?
Was wäre, wenn wir Arbeiten (bzw. Produzieren), Wohnen und Erholen wieder mehr mischen?
In welchen Bereichen und Branchen macht Produktion in der Stadt Sinn?
Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Darstellung zur „Urbanen Produktion“, die als Wanderausstellung im Creative Hub Halt machte.
Dabei konnten die Besucher*innen interessante Informationen zu verschiedenen Formen der urbanen Produktion entdecken, aber auch kritische Fragen stellen und so entstand ein zukunftsorientierter Diskurs über die Chancen, aber auch Herausforderungen, die mit einer, sich transformierenden Stadt, einhergehen. Ein Schwerpunkt bildete außerdem die Frage danach, wie die urbane Produktion sowohl geschützt sowie im Stadtbild integriert werden kann.
Die Eröffnungsveranstaltung zur Wanderausstellung im Creative Hub fand in Kooperation mit dem Klub Dialog statt und wurde in Unterstützung der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa und der WFB Wirtschaftsförderung Bremen durchgeführt. Zum Auftakt richtete Frau Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, das Wort an die Zuhörenden und begrüßte die neugierigen Gäste. Daraufhin folgte ein Impulsvortrag von Herr Dr. Gärtner vom Forschungsprojekt „Neue Räume für die produktive Stadt“ vom BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung). Abschließend begrüßten wir auf der Creative Hub Bühne Herr Winter von der Kreishandwerkerschaft, Frau Alber vom AKB – Angewandte Kunst Bremen, Herr Kastens von der Union Brauerei Bremen, Herr Lütjen von Spies Immobilien und Herr Dr. Sünnemann aus dem Stadtentwicklungsressort (SKUMS) zu einem Dialogforum mit der zentralen Fragestellung „Welche Herausforderungen hat die Etablierung und der Schutz urbaner Produktion und wie kann sie in Bremen unterstützt werden?“ Abschließend gab Herr Dr. Kühling aus dem Wirtschaftsressort (SWAE) eine Zusammenfassung des bisherigen Forschungsstandes sowie einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und entließ das Publikum in einen offenen Austausch.



Urbane Produktion – was ist das eigentlich?
Das Deutsches Institut für Urbanistik erklärt den Termini wie folgt:
Durch die zunehmende Digitalisierung von Produktionsprozessen sowie die wachsende Bedeutung produktionsnaher Dienstleistungen, gewinnt die Stadt als Produktionsstandort neue Attraktivität. Produktionsstätten, die mit dieser "Urbanen Produktion " in Verbindung gebracht werden, sind beispielsweise Manufakturen, emissionsarme Stadtfabriken und hybride Produktionsformen der Industrie 4.0. Als geeignete Branchen des verarbeitenden Gewerbes gelten die Bereiche der Nanotechnologie, der Medizintechnik und des kleinteiligen Maschinenbaus. Aber auch die Konsumgüter- und Lebensmittelindustrie (z. B. Kleidungs-/Möbelherstellung, Brauereien etc.) besitzen aufgrund ihrer Affinität zur Kundennähe ein hohes Potenzial für die urbane Produktion. Ferner sind die Wirtschaftsbereiche der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Gesundheits- und die Kreativwirtschaft oder das Urban Farming zu nennen.
Urbane Produktion entsteht vor allem am Rand der City und in der Innenstadt, also in Räumen mit einer hohen funktionalen Dichte und einer Mischung unterschiedlicher Nutzungen. Insbesondere in wachsenden Städten stößt diese gewerbliche Flächennachfrage der urbanen Produktion jedoch auf Nutzungskonkurrenzen. Ganz anders stellt sich die Situation in weniger nachgefragten Kommunen oder Stadtteilen bzw. solchen mit rückläufiger Bevölkerungszahl dar. Hier wird die urbane Produktion als Chance für die Belebung untergenutzter, leerstehender oder brachgefallener Flächen betrachtet. Sie gilt als Treiber für innovative Standortentwicklung, der zudem zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe beitragen kann, indem lokale Potenziale genutzt und regionale Wertschöpfungsketten aufgebaut werden. Dies gilt besonders für das produzierende Gewerbe, den Bereich der Landwirtschaft und Ernährung oder im Baugewerbe.


Potenziale Urbaner Produktion
Urbane Produktion kann zu einer nachhaltigen und resilienten Stadtentwicklung und kurzen Wegen beitragen. Es gibt zahlreiche Beispiele für produzierende Betriebe, die erfolgreich im globalisierten Weltmarkt bestehen und lokal neue Wertschöpfung erzeugen.
Du möchtest mehr über die Ansatzpunkte und Potenziale einer Produktiven Stadt Bremen erfahren?
Dann schau mal hier: https://www.arbeitnehmerkammer.de/fileadmin/user_upload/Downloads/IAW_Reihe/IAW_34_Produktive_Stadt.pdf
Quellen:
https://difu.de/nachrichten/urbane-produktion-in-der-stadt-der-zukunft
HANDwert mehrWERK, so lautete der Titel unseres Cluster Events. Am 16. September begrüßte die Visionskultur Community alle Interessierten im Creative Hub, um sich über spannende Themen rund um das Thema Handwerk auszutauschen.
Im Foyer erwartete die Besucher*innen eine Darstellung der Urbanen Produktion, die Leitfrage dabei „Ist eine solche Transformation eine Chance für mehr Beschäftigung?“ Neugierig geworden? Dann schaut doch auch einmal in unseren Blogbeitrag zur Ausstellung rein!
Neben einer Reihe informativer Inputs der Aussteller*innen im Hub Café wie zum der Jugendberufsagentur, der Handwerkskammer und der Volkshochschule gab es feinsten Café von Café Tecu (@cafetecu).
Der Creative Hub ist ein Begegnungsort und so freuten sich einige Projekte, so zum Beispiel Anthony Kreher und Benjesmanufaktur UG darüber, euch ihre Arbeiten zu zeigen und Einblicke in ihre Produktion zu geben.
Entlang der Prozesspräsentationen, die euren Weg in Richtung Werkstatt säumten, standen ebenso einige Türen offen: Denn gemeinsam mit den Projekten hatten wir für euch eine kleine Handwerks Ralley geplant.
Und so konntet ihr vier Themenbereiche entdecken, die sich mit der Ideenfindung beschäftigten: Der Schwerpunkt lag auf der Produktentwicklung und Produktrealisierung aus den Bereichen Kunst und Wissenschaft, Reparatur, Upcycling, Design und Malen.



Im Hands-on-Workshop gab euch Heiko vom Maker Space, einen Einblick in die Digitale Fertigung im Bereich Kleinmöbelbau und Lifestyle-Accessoires. In seinem Kurz-Workshop wurde die integrierte digitale und manuelle Fertigung am Beispiel CNC-Holzbearbeitung gezeigt. Die Besucher*innen wurden ermutigt, aus Frästeilen ihren eigenen sowohl dekorativen als auch voll funktionsfähigen Passivlautsprecher für Smartphones herzustellen. Neben verschiedenen handwerklichen Fähigkeiten aus dem Bereich Holzbearbeitung (Umgang mit Feinsäge und Schleifmitteln sowie passgenaue Endmontage) wurde insgesamt auch die Integration von digitalen Fertigungsmethoden in die zeitgenössische Handwerksarbeit erläutert. Außerdem hieß euch Octavio von T-Boo UG herzlichst Willkommen. Sich kreatives ausleben, handwerklich aktiv sein und etwas Neues erschaffen? – In Octavios Werkstatt wurden aus allerlei recycelten Stoffen (Stoff, Segel bis Fahrradschläuche) individuelle Schlüsselanhänger gefertigt.
Des Weiteren konntet ihr in der Werkstatt mit Rainer einer Einführung in das Fahrrad Reparing lauschen und natürlich auch selbst zur Tat schreiten. Ebenso am Start: die Kartellkultur, gebaut wurde eine Bühne, die als Chillout Platz und Performance Plattform multifunktional angelegt wurde und für zukünftige Events genutzt werden kann.
Im Vordergrund stand natürlich ganz klar: gemeinsam Spaß haben und neugierig bleiben!
Um 16 Uhr dann: Rauf in den 3. Stock, denn dort warteten wichtige Themen und tolle Gesprächspartner. Geleitet vom Geschäftsführer Marc Fucke diskutierten Kai Stührenberg (Staatsrat für Arbeit und Europa, SWAE), Andreas Meyer (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer), Jasmina Heritani (Fachbereichsleitung der VHS und Arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion)
Der Fachkräftebedarf hat sich im vergangenen Jahr weiter verschärft. Die Schere zwischen offenen Stellen und verfügbaren Arbeitskräften ist weiter aufgegangen. Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Jahren verstärken. Nicht nur stehen neue Zukunftsaufgaben, wie die Bewältigung des Klimawandels bevor und gehen mit einem entsprechenden Fachkräftebedarf einher. Auch stehen wir den veränderten Anforderungen neuer Generationen gegenüber. Gleichzeitig bietet das Überangebot an offenen Stellen Chancen zur Schaffung neuer Zugänge in den Arbeitsmarkt.



Wie müssen wir die regionale Fachkräftestrategie aber auch arbeitgeberseitige Angebote und Berufszugänge ausrichten, um den Bremer Standort zu stärken und weiterzuentwickeln?
Im Fokus: Zukunftsthemen, neue Perspektiven und Blickwinkel, aber auch das Aufzeigen von Handlungsbedarf. Verpasst? Keine Sorge wir informieren euch, wann ihr die spannende Runde auf RadioWeserTV nachhören könnt!
Und zu guter Letzt: was wäre das ganze ohne Musik! Aufgelegt hat Der Kapitän und sorgte somit für den perfekten Ausklang eines vielseitigen und informativen Events.
Sommerwiesen – das hieß für alle Kinder und Jugendlichen, die Lust hatten, in ihren Ferien kreative und spannende Workshops zu besuchen von Donnerstag bis Sonntag ein spannendes Programm aus den verschiedensten Bereichen. Von Handwerk, Theater und Film, Bewegungs- und Sprachangeboten, Gardening, bis Mode und Gestaltung: Es galt, sich auszuprobieren und sich gestalterisch mit dem eigenen Wohnort auseinanderzusetzen.
Zum Hintergrund:
Die Überseewiese liegt zentral im jungen Stadtteil Überseestadt und bietet, als eine der wenigen großen Grünflächen, viele Möglichkeiten zur nachbarschaftlichen, sozialen und kulturellen Nutzung. Vor dem Hintergrund des hohen Bedarfes, gerade durch das rasante Wachstum des Stadtteils und die teilweise noch nachwachsende soziale und kulturelle Infrastruktur war es der Visionskultur ein Anliegen, in Kooperation mit Stadtteilakteur*innen und jungen Projekten aus der Visionskultur-Community, ein kreatives und nachhaltiges Sommerferienprogramm auf der Überseewiese zu veranstalten. Gefördert wurde die Initiative von der Senatskanzlei Bremen, dem Deutsches Kinderhilfswerk, der GEWOBA, sowie dem Ortsamt West. Außerdem unterstützte die Überseekirche durch das Bereitstellen von Räumlichkeiten und dem Zugang zu Wasser & Strom.
Hauptinitiatorin des rasanten, viertägigen Programms: Aline Joost. Bei der Visionskultur eigentlich für das Operative Management zuständig, setzte sie mit dem umfangreichen Angebot des Ferien-Camps ihr Herzensprojekt um.
Für euch hat sie ein paar Fragen beantwortet. Es folgt also ein kleines Interview, das vielleicht auch dich ermutigt, DEIN Herzensprojekt anzugehen! Denn du weißt doch: Mit einer Community im Rücken ist kein Weg zu weit! Falls du Unterstützung brauchst, ist unser Event- und Projekt-Team natürlich jeder Zeit für dich da.
Liebe Aline, die Sommerwiesen sind quasi in deinem Kopf entstanden? Wie kam es dazu?
Die Idee dazu kam mir in einem Gespräch mit dem vor Ort zuständigen Geschäftsbereichsleiter der Gewoba. Herr Schleisiek. Wir sprachen über die generelle Entwicklung des Stadtteils Überseestadt und Möglichkeiten, das im Hub gebündelte Potenzial unserer Projekte in die Stadtteile zu streuen. Dabei kam neben der möglichen Erweiterung unserer Creative Spaces auch die Wiese zur Sprache. Die Gewoba ist Pächter der Wiese und hat somit auch ein eigenes Interesse an der nachhaltigen Bespielung der Wiese. Durch das Bevorstehen der sechswöchigen Sommerferien kam mir die Idee, die Wiese gemeinsam mit den Kindern und in ihrem Sinne zu verschönern.
Von der ersten Idee bis zur konkreten Planung und anschließend zur Umsetzung, wie lange hat es gedauert?
Das Gespräch fand Ende Mai statt. Gleich in der Folgewoche habe ich mich mit meiner Kollegin aus der Förderarbeit, Nayra Klöpper, zusammengesetzt. Wir haben die Idee verfeinert und ein Grobkonzept erstellt: festgelegt, was wir anbieten und mit welchen Projekten wir in diesem Zusammenhang am liebsten arbeiten wollen. Das Konzept haben wir mit unserem Geschäftsführer besprochen und Anfang Juni habe ich es bereits das erste Mal gepitcht zwecks Akquirierung von Geldern. Nach Zusage der ersten Fördersumme habe ich einen genauen Zeitplan aufgestellt & diesen mit Deadlines versehen. Unter Berücksichtigung dieser Deadlines habe ich dann mit meinem Team gearbeitet. Es lief super! Keine Engpässe, schnelle und direkte Kommunikation. Zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn war alles in trockenen Tüchern und wir voller Vorfreude auf das Event.
Das Workshop-Programm beeindruckt vor allem durch seine Vielfältigkeit: Wie bist du bei der Konzeptionierung vorgegangen?
Mir war es vor allem wichtig, JEDES Kind bzw. JEDE*N Jugendliche*n anzusprechen; also ein so vielfältiges Angebot zu erstellen, dass kaum Jemand auf das Programm gucken & anschließend sagen kann „dazu habe ich keine Lust!“. Ich wollte möglichst alle Kinder des Stadtteils (und darüber hinaus) abholen. So war es mir bei der Auswahl der inkludierten Projekte auch wichtig, Allen bewusst zu machen, dass die Teilnahme am Workshop sowohl einem 6-jährigen Kind, als auch einer/m 12-jährigen Jugendlichen möglich sein soll. Zudem habe ich die Workshopleiter darauf vorbereitet, dass das Camp nicht nur einen künstlerischen/handwerklichen/musikalischen etc. Aspekt haben soll, sondern vor allem auch einen pädagogischen. Es ging mir nicht um die Quantität der Teilnehmer, sondern darum, den Kindern, die voller Enthusiasmus und Vorfreude aufs Camp schon um 7 Uhr aufstehen, ein qualitativ hochwertiges Angebot zu bieten, welches die Überseewiese nachhaltig und mit ihren Händen verschönert.
Was denkst du, wie haben die Projekte, die an den Sommerwiesen partizipiert haben, das Ferien-Camp erlebt?
Aber die Rückmeldung an mich war durchweg positiv; ich denke, dass die strahlenden Augen der Kinder einen jeden Involvierten von der enormen Wichtigkeit des Projektes überzeugen konnten. Ich bin sehr dankbar für das Engagement unserer Community.
Gab es etwas, dass dich überrascht hat? Etwas hat z.B. besonders gut oder ganz und gar nicht geklappt?
Mir ist wieder einmal klargeworden, dass man einen noch so gut ausgereiften Media- & Presseplan haben kann, dieser bei dem Pushen von Aufmerksamkeit und der Anmeldungen zu einem kostenlosen Angebot absolut essenziell ist - dass es aber keine Garantie dafür gibt, dass die Veranstaltung dann auch gut besucht ist. Viele Anmeldungen aus dem Bremer Umland wurden nicht wahrgenommen – doch für die Kinder vor Ort bedeutete das Camp dennoch die Welt. Ich habe einige herzzerreißende Geschichten miterleben können und wusste in genau den Momenten, wie unglaublich wichtig unsere Präsenz vor Ort gerade ist. Beim Abtransport des letzten Equipments am Sonntagabend liefen sechs der Kids hinter unserem Auto her, Tränen kullerten und ein Versprechen wurde abverlangt: wir MÜSSEN wiederkommen – und zwar bald!
Wenn du Projekten drei Tipps zur Umsetzung eigener Herzensprojekte geben müsstest, welche wären das?
Du hast eine Wunschlocation für die Umsetzung deines Projektes? Prima! Du hast Kontakt zu umliegenden Akteur*innen aufgenommen? Perfekt!
Doch schau dir auch vergleichbare Umsetzungen von anderen Initiator*innen an: Was lief gut? Was kannst du besser machen? Was gefällt dir? Was würdest du ganz anders machen? Und vor allem: wie kann sich dein Vorhaben von allem Bisherigen unterscheiden und abheben?
Du hast eine Idee? Super! Du bist mit deinem ganzen Herzen dabei? Noch besser!
Doch Passion allein reicht nicht – du brauchst ein detailiertes Konzept & einen umfangreichen Zeitplan, Deadlines und viele Helfer, die du in deine Umsetzung inkludieren kannst.
Du kennst viele Leute? Klasse! Du weißt, was sie machen? Yeahi, dann siehe sie als deine ersten Förderer/Kunden und pitche deine Idee. Vielleicht kannst du von ihrem Können und ihrer Expertise profitieren & sie in die Umsetzung deines Projektes integrieren.
Und jetzt ein Blick in die Zukunft: Sind schon neue Träume in Aussicht? Können wir noch mehr Events aus deiner Hand erwarten?
Träume sind allgegenwärtig – es wäre schlimm, wenn nicht.
Sicher wird der ein, oder andere auch noch umgesetzt werden ?




Bei den Sommerwiesen dabei war auch Jakob Fröbel, vom Projekt Skateboard „Upcycle - Surf & Coffee Stuff“. Er baute mit den Kids eine tolle Bühne, die anschließend bemalt und für die Präsentation der Ergebnisse aus den Workshops genutzt wurde. Da haben wir natürlich de Gelegenheit genutzt nach seinen Ferien-Camp Erfahrungen und Erlebnissen zu fragen.
Warum hast du dich an diesem Projekt beteiligt?
Ich fand es spannend mal über den Tellerrand zu schauen und mich am Bühnenbau zu versuchen. Ich habe lange nicht mehr mit Kindern zusammen gearbeitet und mich richtig darauf gefreut. Dabei habe ich auf interessierte und motivierte Kids gehofft und wurde nicht enttäuscht.
Was war deine Vision im Bezug auf die Kids und Jugendlichen im Stadtteil?
Ich wollte die Kids wirklich mit einbeziehen. Sie sollten wirklich sagen können, dass sie die Bühne gebaut haben… Ich glaube das ist uns als Team gelungen.
Wie hast du das Ferien-Camp der Sommerwiesen erlebt? Was hast dich überrascht?
Ich mag den alternativen Stil von solchen Aktionen. Das Wissen und das Können der Hub Mitglieder wird direkt weitergegeben und es entstehen spannende Workshops. Im Fokus der Sommerwiesen standen nicht etwa Werbeaktionen, die alles andere in den Hintergrund rücken.
Konntest du etwas für deine zukünftige Arbeit mitnehmen? Gab es neue Erkenntnisse o.ä.?
Keine neuen Erkenntnis, dafür aber eine Bestätigung einer bestehenden Erkenntnis: Multikulti ist toll und kann eine Bereicherung für alle sein.

Ebenso einen großen Bestandteil der Sommerwiesen waren die Workshops von Thomas Ulrich, der einen Einblick in Film & Theater gab und die Kids sichtlich begeisterte.
Lieber Thomas, warum hast du dich an diesem Projekt beteiligt? Was war deine Vision im Bezug auf die Kids und Jugendlichen im Stadtteil? Wie hast du das Ferien-Camp der Sommerwiesen erlebt? Was hast dich überrascht?
Das Creative Hub probiert immer wieder etwas Neues aus. Diesmal die Sommerwiesen in der Überseestadt. Ich mag es sehr für und mit der Commuity zusammenzuarbeiten. Meine Vision, meine Idee, war diesmal eine Kurzfilmwerkstatt. Die Kinder und Jugendlichen konnten einen eigenen Plot, eine eigene Handlung entwickeln und versuchen sie situativ umzusetzen. Wir haben kurze Szenen / Handlungen gefilmt und später gemeinsam zu einem Kurzfilm zusammengefügt. Mein Hauptinteresse galt den Kinder und Jugendlichen, ihrer Kreativität, ihrer Erzähl- und Spiellust und mit ihnen in der filmischen Umsetzung ein konstruktives Miteinander zu erreichen.
Ich war ganz schön gefordert. Die Kinder und Jugendlichen waren sehr motiviert und waren mit vollem Einsatz dabei. Ihr Interesse war groß und das Ergebnis, also unser Kurzfilm war schon ein kleines Wunderwerk.
Ich bin immer wieder von Neuem überrascht, wie erzähl-freudig Kinder und Jugendliche sind, wenn wir ihnen und ihrer Sicht ihrer Realität Interesse entgegen bringen. Der Kurzfilm zeigt, wie frei, unverstellt und phantasievoll die Teilnehmenden spielen können, wenn ihnen die Möglichkeit, Raum und Zeit geboten wird.
Und was sagen die Teilnehmerinnen?
„Die Arbeit mit Thomas hat sehr viel Spaß gemacht, weil wir Teilnehmer nicht nur die Chance hatten Theater zu spielen, sondern dabei gefilmt wurden. Das war für mich eine ganz neue Erfahrung, da ich davor nie vor der Kamera stand. Außerdem wurde uns Kindern die Entscheidung gegeben, worum es gehen soll und welche Rollen wir spielen. Das motivierte jeden von uns das Beste aus dem Film zu machen, indem wir unsere Ideen miteinander austauschten und wachsen ließen. Am Ende können wir von uns behaupten, dass alle umgesetzten Ideen von uns Kindern kamen und dann vor der Kamera frei improvisiert wurden.“ – Finia


Sommerwiesen – das hieß für alle Kinder und Jugendlichen, die Lust hatten, in ihren Ferien kreative und spannende Workshops zu besuchen von Donnerstag bis Sonntag ein spannendes Programm aus den verschiedensten Bereichen. Von Handwerk, Theater und Film, Bewegungs- und Sprachangeboten, Gardening, bis Mode und Gestaltung: Es galt, sich auszuprobieren und sich gestalterisch mit dem eigenen Wohnort auseinanderzusetzen.
Die Überseewiese liegt zentral im jungen Stadtteil Überseestadt und bietet, als eine der wenigen großen Grünflächen, viele Möglichkeiten zur nachbarschaftlichen, sozialen und kulturellen Nutzung. Vor dem Hintergrund des hohen Bedarfes, gerade durch das rasante Wachstum des Stadtteils und die teilweise noch nachwachsende soziale und kulturelle Infrastruktur war es der Visionskultur ein Anliegen, in Kooperation mit Stadtteilakteur*innen und jungen Projekten aus der Visionskultur-Community, ein kreatives und nachhaltiges Sommerferienprogramm auf der Überseewiese zu veranstalten. Gefördert wurde die Initiative von der Senatskanzlei Bremen, dem Deutsches Kinderhilfswerk, der GEWOBA, sowie dem Ortsamt West. Außerdem unterstützte die Überseekirche durch das Bereitstellen von Räumlichkeiten und dem Zugang zu Wasser & Strom.


Für euch hat sie ein paar Fragen beantwortet. Es folgt also ein kleines Interview, das vielleicht auch dich ermutigt, DEIN Herzensprojekt anzugehen! Denn du weißt doch: Mit einer Community im Rücken ist kein Weg zu weit! Falls du Unterstützung brauchst, ist unser Event- und Projekt-Team natürlich jeder Zeit für dich da.
Liebe Aline, die Sommerwiesen sind quasi in deinem Kopf entstanden? Wie kam es dazu?
Die Idee dazu kam mir in einem Gespräch mit dem vor Ort zuständigen Geschäftsbereichsleiter der Gewoba - Herrn Schleisiek. Wir sprachen über die generelle Entwicklung des Stadtteils Überseestadt und Möglichkeiten, das im Hub gebündelte Potenzial unserer Projekte in die Stadtteile zu streuen. Dabei kam neben der möglichen Erweiterung unserer Creative Spaces auch die Wiese zur Sprache. Die Gewoba ist Pächter der Wiese und hat somit auch ein eigenes Interesse an der nachhaltigen Bespielung der Wiese. Durch das Bevorstehen der sechswöchigen Sommerferien kam mir die Idee, die Wiese gemeinsam mit den Kindern und in ihrem Sinne zu verschönern.
Von der ersten Idee bis zur konkreten Planung und anschließend zur Umsetzung, wie lange hat es gedauert?
Das Gespräch fand Ende Mai statt. Gleich in der Folgewoche habe ich mich mit meiner Kollegin aus der Förderarbeit, Nayra Klöpper, zusammengesetzt. Wir haben die Idee verfeinert und ein Grobkonzept erstellt: festgelegt, was wir anbieten und mit welchen Projekten wir in diesem Zusammenhang am liebsten arbeiten wollen. Das Konzept haben wir mit unserem Geschäftsführer besprochen und Anfang Juni habe ich es bereits das erste Mal gepitcht zwecks Akquirierung von Geldern. Nach Zusage der ersten Fördersumme habe ich einen genauen Zeitplan aufgestellt & diesen mit Deadlines versehen. Unter Berücksichtigung dieser habe ich dann mit meinem Team gearbeitet. Es lief super! Keine Engpässe, schnelle und direkte Kommunikation. Zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn war alles in trockenen Tüchern und wir voller Vorfreude auf das Event.
Das Workshop-Programm beeindruckt vor allem durch seine Vielfältigkeit: Wie bist du bei der Konzeptionierung vorgegangen?
Mir war es vor allem wichtig, JEDES Kind bzw. JEDE*N Jugendliche*n anzusprechen; also ein so vielfältiges Angebot zu erstellen, dass kaum Jemand auf das Programm gucken & anschließend sagen kann „dazu habe ich keine Lust!“. Ich wollte möglichst alle Kinder des Stadtteils (und darüber hinaus) abholen. So war es mir bei der Auswahl der inkludierten Projekte auch wichtig, Allen bewusst zu machen, dass die Teilnahme am Workshop sowohl einem 6-jährigen Kind, als auch einer/m 13-jährigen Jugendlichen möglich sein soll. Zudem habe ich die Workshopleiter darauf vorbereitet, dass das Camp nicht nur einen künstlerischen/handwerklichen/musikalischen etc. Aspekt haben soll, sondern vor allem auch einen pädagogischen. Es ging mir nicht allein um die Quantität der Teilnehmer, sondern darum, den Kindern, die voller Enthusiasmus und Vorfreude aufs Camp schon um 7 Uhr aufstehen, ein qualitativ hochwertiges Angebot zu bieten, welches die Überseewiese nachhaltig und mit ihren Händen verschönert.
Was denkst du, wie haben die Projekte, die an den Sommerwiesen partizipiert haben, das Ferien-Camp erlebt?
Dazu müsste man sicher das ein, oder andere Projekt befragen. Aber die Rückmeldung an mich war durchweg positiv; ich denke, dass die strahlenden Augen der Kinder einen jeden Involvierten von der enormen Wichtigkeit des Projektes überzeugen konnten. Ich bin sehr dankbar für das Engagement unserer Community.
Gab es etwas, dass dich überrascht hat? Etwas hat z.B. besonders gut oder ganz und gar nicht geklappt?
Mir ist wieder einmal klargeworden, dass man einen noch so gut ausgereiften Media- & Presseplan haben kann, dieser bei dem Pushen von Aufmerksamkeit und der Anmeldungen zu einem kostenlosen Angebot absolut essenziell ist - es aber keine Garantie dafür gibt, dass die Veranstaltung dann auch gut besucht ist. Viele Anmeldungen aus dem Bremer Umland wurden nicht wahrgenommen – doch für die Kinder vor Ort bedeutete das Camp dennoch die Welt. Ich habe einige herzzerreißende Geschichten miterleben können und wusste in genau den Momenten, wie unglaublich wichtig unsere Präsenz vor Ort gerade ist. Beim Abtransport des letzten Equipments am Sonntagabend liefen sechs der Kids hinter unserem Auto her, Tränen kullerten und ein Versprechen wurde abverlangt: wir MÜSSEN wiederkommen – und zwar bald!
Wenn du Projekten drei Tipps zur Umsetzung eigener Herzensprojekte geben müsstest, welche wären das?
Du hast eine Wunschlocation für die Umsetzung deines Projektes? Prima! Du hast Kontakt zu umliegenden Akteur*innen aufgenommen? Perfekt!
Doch schau dir auch vergleichbare Umsetzungen von anderen Initiator*innen an: Was lief gut? Was kannst du besser machen? Was gefällt dir? Was würdest du ganz anders machen? Und vor allem: wie kann sich dein Vorhaben von allem Bisherigen unterscheiden und abheben?
Du hast eine Idee? Super! Du bist mit deinem ganzen Herzen dabei? Noch besser!
Doch Passion allein reicht nicht – du brauchst ein detailiertes Konzept & einen umfangreichen Zeitplan, Deadlines und viele Helfer, die du in deine Umsetzung inkludieren kannst.
Du kennst viele Leute? Klasse! Du weißt, was sie machen? Yeahi, dann siehe sie als deine ersten Förderer/Kunden und pitche deine Idee. Vielleicht kannst du von ihrem Können und ihrer Expertise profitieren & sie in die Umsetzung deines Projektes integrieren.
Und jetzt ein Blick in die Zukunft: Sind schon neue Träume in Aussicht? Können wir noch mehr Events aus deiner Hand erwarten?
Träume sind allgegenwärtig – es wäre schlimm, wenn nicht.
Sicher wird der ein, oder andere auch noch umgesetzt werden ?



Warum hast du dich an diesem Projekt beteiligt?
Ich fand es spannend mal über den Tellerrand zu schauen und mich am Bühnenbau zu versuchen. Ich habe lange nicht mehr mit Kindern zusammen gearbeitet und mich richtig darauf gefreut. Dabei habe ich auf interessierte und motivierte Kids gehofft und wurde nicht enttäuscht.
Was war deine Vision im Bezug auf die Kids und Jugendlichen im Stadtteil?
Ich wollte die Kids wirklich mit einbeziehen. Sie sollten wirklich sagen können, dass sie die Bühne gebaut haben… Ich glaube das ist uns als Team gelungen.
Wie hast du das Ferien-Camp der Sommerwiesen erlebt? Was hast dich überrascht?
Ich mag den alternativen Stil von solchen Aktionen. Das Wissen und das Können der Hub Mitglieder wird direkt weitergegeben und es entstehen spannende Workshops. Im Fokus der Sommerwiesen standen nicht etwa Werbeaktionen, die alles andere in den Hintergrund rücken.
Konntest du etwas für deine zukünftige Arbeit mitnehmen? Gab es neue Erkenntnisse o.ä.?
Keine neuen Erkenntnis, dafür aber eine Bestätigung einer bestehenden Erkenntnis: Multikulti ist toll und kann eine Bereicherung für alle sein.


Lieber Thomas, warum hast du dich an diesem Projekt beteiligt? Was war deine Vision im Bezug auf die Kids und Jugendlichen im Stadtteil? Wie hast du das Ferien-Camp der Sommerwiesen erlebt? Was hast dich überrascht?
Das Creative Hub probiert immer wieder etwas Neues aus. Diesmal die Sommerwiesen in der Überseestadt. Ich mag es sehr für und mit der Commuity zusammenzuarbeiten. Meine Vision, meine Idee, war diesmal eine Kurzfilmwerkstatt. Die Kinder und Jugendlichen konnten einen eigenen Plot, eine eigene Handlung entwickeln und versuchen sie situativ umzusetzen. Wir haben kurze Szenen / Handlungen gefilmt und später gemeinsam zu einem Kurzfilm zusammengefügt. Mein Hauptinteresse galt den Kinder und Jugendlichen, ihrer Kreativität, ihrer Erzähl- und Spiellust und mit ihnen in der filmischen Umsetzung ein konstruktives Miteinander zu erreichen.
Ich war ganz schön gefordert. Die Kinder und Jugendlichen waren sehr motiviert und waren mit vollem Einsatz dabei. Ihr Interesse war groß und das Ergebnis, also unser Kurzfilm war schon ein kleines Wunderwerk.
Ich bin immer wieder von Neuem überrascht, wie erzähl-freudig Kinder und Jugendliche sind, wenn wir ihnen und ihrer Sicht ihrer Realität Interesse entgegen bringen. Der Kurzfilm zeigt, wie frei, unverstellt und phantasievoll die Teilnehmenden spielen können, wenn ihnen die Möglichkeit, Raum und Zeit geboten wird.
„Die Arbeit mit Thomas hat sehr viel Spaß gemacht, weil wir Teilnehmer nicht nur die Chance hatten Theater zu spielen, sondern dabei gefilmt wurden. Das war für mich eine ganz neue Erfahrung, da ich davor nie vor der Kamera stand. Außerdem wurde uns Kindern die Entscheidung gegeben, worum es gehen soll und welche Rollen wir spielen. Das motivierte jeden von uns das Beste aus dem Film zu machen, indem wir unsere Ideen miteinander austauschten und wachsen ließen. Am Ende können wir von uns behaupten, dass alle umgesetzten Ideen von uns Kindern kamen und dann vor der Kamera frei improvisiert wurden.“ – Finia



Nach langen Monaten heruntergefahrenen gesellschaftlichen Lebens ist eine Ausstellungseröffnung eine gute Möglichkeit, zusammen zu sein, Kunst und Menschen zu sehen und sich darüber auszutauschen.
Der Titel der neuen Ausstellung "Zusammen" im Creative Hub Bremen passt perfekt zum Ausstellungsort, denn man findet dort nicht nur über 100 Projekte, Räume, Ateliers, Vereine, Büros und Werkstätten, sondern auch für viele verschiedene Menschen Arbeits-, Austausch- und Koperationsmöglichkeiten, Coachings und Workshops. Es ist der optimale Ort um zusammen zu arbeiten, zu feiern, zu leben und zu denken.
Aus der Kunstgeschichte ist das Zusammensein beispielsweise aus Bildern von Tiergruppen aus den Höhlen von Lasceaux, aus biblischen Doppelbildnissen wie Adam und Eva oder aus Schlachtengemälden als mehrfigurige Darstellungen bekannt und sogar die diesjährige documenta fifteen hat sich "Kollektivität, gemeinschaftlicher Ressourcenaufbau, gerechte Verteilung und Zusammenarbeit" auf die Fahnen geschrieben.
Die Magie des Zusammenarbeitens hat wohl jede/r selbst schon einmal erlebt, wenn z.B. ein Team ein Ergebnis erreicht, das Einzelnen nicht möglich gewesen wäre. Außer in Teams finden wir uns auch noch in Kollektiven, Partnerschaften, Vereinen, Orchestern, Fussballmannschaften und anderen Gruppierungen als Ansammlungen von Individueen zusammen. Die Management-Literatur der letzten Jahren weist gern auf die Vorteile diverser Teams mit möglichst unterschiedlichen Kompetenzen hin. Ein bekanntes Beispiel dafür finden wir in nächster Nähe im Märchen der Bremer Stadtmusikanten, wo man sich einerseits vom Auftritt als „Chor“ gemeinsamen künstlerischen Erfolg verspricht, und wo andererseits die speziellen Fähigkeiten jedes Einzelnen entscheidend zum Sieg über die Räuber verhelfen.
Die in der Ausstellung gezeigten Werke nehmen das Thema "Zusammen" auf inhaltlicher, konzeptueller oder materieller Ebene auf.
So stellt uns Birgit Heimburg die Fabel der Kugelmenschen aus der Antike vor, bei Karin Bredow sehen wir Menschen Nigerias in stammeszugehörigen Bekleidungen, Judith Dannemann zeigt anrührend das Vertrauen zwischen einem Kind und einer erwachsenen Person und Timo Willgerod ein junges Paar, das uns in Lebengröße gegenübersteht und mit dem wir in Dialog treten könnten. Ully Schneider erlaubt sich mit seinen "Kommunizierenden Röhren" einen Scherz auf menschliche Kommunikationsmuster und Christian Peters hinterfragt das Zusammensein als Antithese. In Uwe Köhlers "Ruder 2er" sehen wir ein eingespieltes Team und die "Geschichtenerzähler" von Cosima Schierenbeck treten uns als Gruppe aktiver Figuren gegenüber. Bei Claudia Gattner bewegen sich Eisläufer zum Wiener Walzer - wie auch die kreisförmig gruppierten Figuren bei Petra von Seggern als Form eines Tanzes gesehen werden können. Dörte Schmidts Botschaft über die Menschheit lautet "einzeln sind wir Töne, zusammen sind wir ein Lied".
Auf materieller Ebene überraschen uns Karin Pörtner mit unerwarteten Materialkombinationen im Objektrahmen, Peter Holz mit einem kleinen Vulkan, Brigitte Ogiolda mit "vielschichtigen" Arrangements aus Fotografien ferner Länder kombiniert mit Bremer Fundstücken. In Kristiane Mittags Bildern verbinden sich Farbflächen zu sinnvollen Gebilden, deren Funktion oder Wirkung mit eigenen Assoziationen verknüpft werden können und Hildegunde Krawinkel zeigt uns das gleichberechtigte Zusammensein von Bild und Text als neues Ganzes.
In der Gruppe der experimentell-konzeptuellen Arbeiten hat Heiko Ahrens mehrere Dreiecklatten zu einem beeindruckenden physikalischen Experiment kombiniert, das sich durch Daran-Vorbeigehen erschließt. Rebekka Kalbas und Uwe Teichmann präsentieren uns als "Zusammenwerk" im Wortsinn Ausschnitte aus ihrem Gemeinschaftsprojekt "1000 Teile", an dem sie tatsächlich gemeinsam arbeiten. Bei Heike Seyffarth sind ähnliche, aber nicht identische kreisende Gedanken in 12 Köpfen zu sehen. Werner von Buchka lässt uns an fotografischen Experimenten teilhaben, die nur durch die präzise Zusammenarbeit zwischen den Personen vor und hinter der Kamera erreicht werden können.
Ausstellungsgäste sind eingeladen, in den präsentierten Werken nach weiteren gemeinsamen Andeutungen zu Musik, Tanz, Bild-Text-Kombinationen, dem überraschend häufig auftretenden Motiv der Zickzacklinie und weiteren Erkenntnissen zu forschen.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die die Ausstellung an diesem Ort ermöglicht haben: dem Creative Hub-Team, der Gewoba für die Zwischennutzungsmöglichkeit sowie an alle ausstellenden Künstlerinnen und Künstler.
sprach: Heike Seyffarth, Kuratorin der Ausstellung






Zur Hervorhebung der Vielfältigkeit, der im Creative Hub verorteten Projekte und Förderung junger Literaturschaffenden hat die Visionskultur gemeinsam mit der globale° eine literarische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Gebäudes als ehemaliges Kinderkrankenhaus und des nun dort beherbergten Kreativ- Innovationszentrum initiiert.
Unter der Anleitung der Bremer Autorin Leyla Bektaş begannen die Jugendlichen Sophie, Tatiana und Oskar mit einer Führung durch den Hub, um die Projekte in ihren Büros und bei der Arbeit in ihrem „natürlichen Umfeld“ zu entdecken. Anschließend folgte eine erste Schreibsession mit anschließenden virtuellen Treffen. Bis schließlich Kurzgeschichten im Kontext der Cluster entstanden, welche dann von Laura (Satz und Layout) und Anthony (Hängung und Gestaltung) sowie Indugrav (Gravur) auf Holz gebracht wurden und nun als begehbare Geschichte durch den Hub führen.
Liebe Leyla,
du hast die Wandernde Geschichte als Workshopleiterin begleitet und warst quasi hautnah dabei, als die Geschichte ihre Worte fand. Was hat dich bei dieser Arbeit besonders inspiriert?
Die Arbeit und der Austausch mit den Jugendlichen. Außerdem der außergewöhnliche Ort, an dem wir uns getroffen haben.
Wie hast du die Arbeit mit den Jugendlichen bei uns im Creative Hub empfunden? Inwieweit hat das Haus und die Atmoaphäre der Projekte das Schreiben der Jugendlichen beeinflusst?
Es ist ein Ort mit Geschichte - das war während des Schreibworkshops deutlich spürbar und hat ja auch Eingang in die Texte gefunden. Außerdem ist es ein Ort der Transformation. Ideale Bedingungen, würde ich sagen. Die Atmosphäre im Haus war sehr einladend. Ich hatte den Eindruck, dass sich das sehr positiv ausgewirkt hat.
Gab es etwas, dass dich überrascht hat? Wenn du deine Vorstellungen mit den Ergebnissen vergleichst, decken sich diese oder nahm die Geschichte ihren ganz eigenen Lauf?
Natürlich nahmen die Geschichten alle ihren ganz eigenen Lauf, sonst wären es doch keine echten Geschichten, oder? Tatsächlich aber hatte ich gedacht, wir würden im Workshop Utopien schmieden und über die Zukunft sprechen. Interessanterweise waren die Vergangenheit und die Geschichte des Ortes für die Jugendlichen am Ende aber das vorherrschende Thema.
Hast du persönlich etwas für deine zukünftige Arbeit aus diesem Projekt mitgenommen?
Definitiv - für mich ist der Austausch mit anderen schreibenden Menschen, egal welchen Alters, sehr wertvoll. Mir hat es große Freude gemacht, den Workshop zu geben und ich betrachte die Geschichten, die die Jugendlichen geschrieben und die Erinnerungen, die sie mit uns geteilt haben, als Geschenk.
Na, wenn das jetzt keine Lust macht, selbst der wandernden Geschichte zu folgen…?

















„Jeden einzelnen Tag aufstehen und das tun, worauf ich Lust habe. Meine Vision ist es jeden Tag Arbeit zu verrichten, die auf der einen Seite mich persönlich erfüllt und auf der anderen Seite einen Mehrwert für andere Menschen hat.“
Lieber Emil, seitdem du Mitglied unserer Community geworden bist, hat sich bei dir einiges getan! Schleichender Prozess, harte Arbeit oder spontan durchgestartet?
Ich denke alles beginnt und endet immer mit harter Arbeit, natürlich gibt es auch Ausnahmefälle, wo man sehr schnell Resultate sieht. Das kann aus den verschiedensten Gründen sein. Bei mir hat es ein wenig gedauert, um Resultate zu sehen.
Jeder Tag ist eine Möglichkeit besser zu werden aber in der Regel dauert es, bis man Ergebnisse sieht daher ist ein immer fortlaufender Prozess.
Du bist gleich mit mehreren Projektideen hier im Hub! Erzähl doch mal… (Emilsfilm, islamc.de, Endeffekt) …und vor allem, wie kam es von dem einen zum anderen?
Also es hat so angefangen, dass ich mich gemeinsam mit Mo im Creative Hub mit dem Projekt islamc.de beworben habe. Islamc.de ist ein Online-Shop für bedeckende und modebewusste Frauenkleidung. Allerdings ist Mo gelernter Webentwickler und ich bin Videograf, weshalb wir auch diese Fertigkeiten mit in den Hub genommen haben.
Dadurch, dass mir schnell langweilig wird, muss ich immer wieder parallel an Projekten arbeiten, damit ich meine Arbeitsmoral aufrechterhalten kann. Das kenne ich seit meiner Kindheit nicht anders und wenn man einfach Gas gibt und seine Leidenschaft als Beruf ausüben kann, dann entwickeln sich ganz schnell neue Möglichkeiten, welche man dann entweder ergreift oder sein lässt. In meinem Fall entschiede ich mich dafür auch an weiteren Projekten zu arbeiten!
Studiert hast du Medienkommunikation mit Jura im Nebenfach. Hat dich dein Studium für die Selbstständigkeit gut vorbereitet? Vielleicht sogar ermutigt?
Richtig ich habe mein Studium im September 2021 erfolgreich abgeschlossen, allerdings wusste ich bereits zum Studienbeginn 2019, dass ich nach meinem Studium selbstständig sein möchte. Ich muss tatsächlich sagen, dass mich das Studium im Wesentlichen nicht auf die Selbstständigkeit vorbereitet hat und mir keinerlei fachlichen Kenntnisse für meinen Beruf als Videograf vermittelt hat. Auf der anderen Seite habe ich mich nie wirklich für die Themen im Studium interessiert und habe daher nie intensiv mitgearbeitet, sondern alle Vorlesungen selbst vor und nachbereitet und einfach meine Prüfungen geschrieben. Das ging auch Gott sei Dank alles gut!
Ich würde allerdings sagen, dass das selbstständige Lernen mit weitergebracht und zu Verstehen gegeben hat, dass wenn du etwas erreichen möchtest (Im Falle des Studiums eine gute Note in der Prüfung), dann musst du dich selbst hinsetzen und dafür fleißig lernen. Es gibt keinen anderen Weg, der kürzer oder einfach ist. Mich hat das Studium zum Teil ermutigt selbstständig zu werden, da ich viele interessante Menschen an der Uni kennenlernen durfte, welche meinen Horizont erweitert und mich in eine positive Richtung beeinflusst haben.



Welche Hilfsangebote, Ressourcen, Möglichkeiten haben dich besonders in deinem Werdegang unterstützt?
YouTube, learning by doing und Menschen um mich herum, die bereits beruflich weiter fortgeschritten waren als ich.
Neben den tollen Videos, die du für die Visionskultur erstellst, hast du einige andere videografische Projekte. Magst du berichten? -Wie kam es dazu? Was genau ist das Ziel deiner Arbeit?
Die meisten Projekte entstehen tatsächlich, dadurch dass ich „gute“ Arbeit geleistet habe und die Auftraggeber mich an Freunde, Bekannte und ihr Netzwerk weiterempfehlen.
Ich durfte im Jahr 2021/22 Videos für die Universität Bremen, das Gründerzentrum der Universität Oldenburg, die Visionskultur, den OSC Bremerhaven, MeinBremen und jetzt für die Handwerkskammer Bremen produzieren. Natürlich gab es noch zahlreiche andere Projekte in verschiedenen Branchen wie: Immobilien, Industrie, Drucktechnologie, Marketing etc.
Das Ziel meiner Arbeit ist es den Kunden mit meinen Videos nicht zufriedenstellen, sondern zu begeistern. Videos kommunizieren für mich Gedanken, Konzepte und Visionen. Ich möchte helfen diese Konzepte kreativ zu visualisieren und so vielen Menschen wie möglich ein positiven Erlebnis mit meiner Arbeit hinterlassen.
Du arbeitest auch für die Stadt und die Handwerkskammer Bremen. Was denkst du über den Nutzen und die Potentiale, die auch für solche Akteure in Social Media stecken?
Ich denke das ist definitiv notwendig, da die heutige Generation sich überwiegend im Internet bewegt. Das analoge verliert immer mehr an Wert, wobei digitales immer weiter in den Vordergrund rückt. Es ist wichtig, dass institutionelle und städtische Akteure sich überwiegend in dieser digitalen Sphäre bewegen, damit sie so viele Menschen wie möglich parallel erreichen können. Es ist wichtig, dass diese Akteure sich Experten an die Seite holen, welche diese Aufgabe bewältigen können und sich tagtäglich damit beschäftigen. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass institutionelle und städtische Akteure, vor allem in Bremen diesen Wert erkennen und mehr umsetzen in diese Richtung.
Was motiviert dich?
In erster Linie, motiviert mich mein Ich am meisten. Ich möchte besser sein, als ich es gestern war und stelle Erwartungen an mich selbst, die wahrscheinlich utopisch scheinen. Nur durch diese Erwartungen kann ich wachsen und stetig besser werden. Außerdem motivieren mich die Menschen um mich herum. Jeder einzelne/Jede einzelne für den/die ich Videos produzieren durfte. Das Feedback bestätigt mich in meiner Arbeit oder lässt mich Fehler und Verbesserungen erkennen, die ich selbst möglicherweise nicht gesehen hätte. Das Feedback auf meine Videos gibt mir das Gefühl verstanden zu werden und eine Wertschätzung gegenüber meinen Fähigkeiten.
Welche drei Tipps würdest du neuen Mitglieder gerne mit auf den Weg geben? Was hast du hier im Hub gelernt?
Wie wichtig ist Community für dich? Kannst du uns eine Sache nennen, die du aus der Gemeinschaft gelernt hast?
Die Gemeinschaft hat mich gelehrt, dass man nicht alle mit seinen Problemen und Sorgen ist. Auch das man nicht alleine mit seiner Vision ist und auch wenn jeder/jede eine unterschiedliche Vision verfolgt bleibt der Weg derselbe. Spaß haben, diszipliniert und dankbar sein.
Ein Gefühl von Verständnis entsteht durch die Community und auch das man versteht, dass man in der Gemeinschaft deutlich mehr erreichen kann als alleine. Menschen sind soziale Wesen und die Gesellschaft von anderen tut uns mental sehr gut.

Was bedeutet für dich eine Vision haben?
Eine Vision zu haben, bedeutet ein Ziel zu haben. Ein Ziel zu haben, bedeutet dass man unter keinen Umständen aufgibt, bevor man nicht sein Ziel erreicht hat. Man kann die Wege dorthin ändern oder die Richtung korrigieren, aber man darf niemals aufhören jeden Tag an dem Ziel zu arbeiten, bis man es erreicht hat.
Und nun zur letzten Frage: Warum Bremen?
So sehr ich auch manchmal aus Bremen weg möchte, da ich 23 Jahre meines Lebens hier verbracht habe wird mir nicht selten bewusst, dass ich Bremen in Wirklichkeit niemals verlassen möchte. Bremen ist wunderschön und weckt schöne als auch negative Erinnerungen in mir. Die aber alle notwendig waren, damit ich heute zu dem Menschen werde, der ich bin. Bremen ist wunderschönen mit seinen kleinen Gassen und alten Häusern und dem Trubel in der Innenstadt am Marktplatz oder in der Obernstraße. Das Schicksal ließ es nicht zu, dass ich Bremen verlasse und ich habe es bereits einige Male probiert. Diese Nostalgie, diese Erinnerungen, diese schönen Straßen und Menschen, der Charme ist viel zu schade, um all das aufzugeben für etwas anderes. Ich habe einige Orte auf der Welt bereits, doch kehre ich immer wieder zurück nach Bremen mit dem Gefühl von Heimweh.
Das schöne ist außerdem das Bremen die perfekte Größe zum Leben hat: Nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Das perfekte Mittelding aus zu überfüllter Großstadt und zu langweiliger Kleinstadt.
Hier ist meine Familie, hier sind meine Freunde, hier ist meine Arbeit. Hier habe ich das erste Mal geliebt, hier habe ich das erste Mal geweint. Und diese Erinnerungen trage ich für immer im Herzen und Bremen hat mich zu dem Menschen geformt, der ich heute bin. Selbst wenn ich wollte, könnte ich Bremen niemals endgültig verlassen, auch wenn mich das Fernweh reizt. Aber Bremen ist und bleibt für immer in meinem Herzen und das gebe ich für nichts in der Welt auf!
Ich möchte das noch viel mehr Menschen auf dieser großen Welt von unserer schönen Stadt erfahren, vom schlechten Wetter bis hin zu den freundlichen und herzlichen Menschen, welche Bremen ausmachen. Von unseren Freunden, von den Träumern und Träumerinnen, die Visionen haben. Visionen, die im ersten Moment unrealistisch erscheinen aber doch funktionieren können.
Also ich hoffe Du weißt jetzt Warum!
Ein warmer Sommertag.
Ein besonderer Ort.
Ein lauschiger Garten.
Und dann: Anpfiff zum Cluster Event Sport und Gesundheit!
Unter dem Motto Heart & Soul, rief die Visionskultur mal wieder zum Zusammenkommen auf. Workshops und Workouts standen auf dem Programm, denn:
Bremen ist eine Stadt der Gesundheit!
Dabei ging es sowohl um die körperliche Verfassung mit zahlreichen Angeboten, wie z.B. von dem Spaces-Projekt „Build Your Future“ der Fitness und Mental Health Coachin/ Personal Trainerin Donia (@build_your_future__) im Bereich Ausdauer und Krafttraining. Aber auch seelische Belange kamen nicht zu kurz. So gab die Heilpraktikerin für Psychotherapie Gertud Bräuer einen spannenden Einblick in die Arbeit mit Tarot-Karten!
"Ich habe große Freude mit der Bildersprache der Tarot Karten Menschen auf ihrer Reise durch das Leben zu mehr Selbsterkenntnis zu verhelfen."
Auch Petra Reinhardt (Dipl. Pädagogin, Supervisorin und Trainerin für Kommunikation, zertifizierte Coach für persönliche und berufliche Bildung und Heilpraktikerin für Psychotherapie) hatte zwei offene Ohren für unsere Besucher*innen. In einem intimen Gespräch konnten Fragen wie:
Was beschäftigt dich?
Was liegt dir auf der Seele oder am Herzen?
Was macht dir Angst? Was wünscht du dir?
beschnackt werden. Der Grundsatz: Sprechen hilft beim Weiterkommen! Also: „Let`s Talk!“
Wobei die Projekte zeigten: Körper und Geist bilden eine Einheit, der wir Gutes tun müssen und können. Eine besondere Art und Weise sich gleichzeitig, um das Innen als auch das Außen zu kümmern, zeigte uns Astrid Stoffers. Sie bot eine kleine Kennen-Lern-Schnupper Sessions Shiatsu an.
Neben den spontanen, freien Angeboten bestand die Möglichkeit, sich intensiv einem gewählten Thema in Form eines Workshops unter Anleitung eines Experten/ einer Expertin zu widmen.
So zum Beispiel beim Inklusiven Tanzen, ein offenes Choreo-Lab für Interessierte mit und ohne Behinderung. Die Tänzerinnen Neele Buchholz und Dorothea Schmidt tüftelten gemeinsam mit den Teilnehmenden von Aufwärmübungen bis zu koordinierten Bewegungen.
Des Weiteren konnte mit Thomas Ulrich (Regisseur, Schauspieltrainer und Schauspieler) in einem Kurzworkshop auf das körperliche, stimmliche und sprachliche Vermögen geschaut werden, um zu verstehen, wie wir in einer Zeit, in der unser Körper oft im Mittelpunkt steht, durch ein sicheres Auftreten sowohl physisch als auch mental bestehen können.
Und weil wir alle wissen: „Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“, durfte das passende Soulfood natürlich nicht fehlen. Yup Yup verwöhnte mit allerlei Farben, gesundem Genuss und Törtchen.
Abgerundet wurde unser Programm mit „Climeactivity“, die zu einem kleines Klimaquiz im Foyer aufriefen, schließlich sollte auch unsere Erde gesunden. Nicht zuletzt, weil der positive Effekt vom Waldbaden und Spaziergengehen schon lange vor Corona belegt wurde.
Heart & Soul ein Cluster Event, das gemeinsam zum nachhaltigen umdenken anregte, uns motivierte mal wieder für die eigene Gesundheit loszugehen und vor allem auch zusammen Angebote wahrzunehmen, die uns spüren lassen „Kümmere dich um deinen Körper. Es ist der einzige Ort, den du zum Leben hast.“
Zum Hintergrund
Visionskultur hat sich als gemeinnütziger Akteur der Förderung des Standortes Bremens verschrieben. Neben der Begleitung und Unterstützung von ca. 300 Projekten aus dem Start-Up und Gründungsbereich ist es unser Ziel, gesellschaftlich relevante Themenbereiche am Bremer Standort weiterzuentwickeln. Begleitet und unterstützt werden diese durch Begleitung und Coaching, Vernetzung und Vermittlung, Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen, wie Heart an Soul, bei denen junge Projekte ihre Ideen einer größeren Zielgruppe zugänglich machen können, auf Kooperationspartner treffen und gegenseitig voneinander lernen und Synergien entdecken.
Mit Heart und Soul stand unsere siebte Clusterveranstaltung an. Diesmal zum Themenbereich Gesundheit, Sport & Lifestyle. Aufgrund der zunehmenden und hohen Relevanz der Gesundheitsförderung und des Sports wird die Veranstaltung gleich mehrere gesellschaftliche Entwicklungen behandeln, soll aber auch die integrative und kulturelle Funktion von Bewegung als verbindendes Element betonen und die Gratwanderung zwischen Information und Spaß meistern. Denn ob Tanz, E-Sport oder andere Formen von sportlich-kulturellen Angeboten: gemeinsame sportliche Betätigung bietet neben gesundheitsfördernden Aspekten eine Grundlage zur Begegnung, zur sozialen Interaktion, zum Abbau von Hürden und zur Verständigung.
Doch auch gesundheitliche Aspekte spielen eine wichtige und lange vernachlässigte Rolle in der Gesellschaft und sind in Zeiten des demographischen Wandels wichtige Aufgaben für jede Gemeinschaft. Allgemein ist durch die verändernde Gesellschaft und Arbeitswelt ein deutlicher Bewegungsmangel entstanden. Menschen arbeiten immer mehr in sitzenden oder monotonen Körperhaltungen innerhalb ihrer Beschäftigungsverhältnisse. Hinzukommend ist die seit fast zwei Jahren anhaltende weltweite Pandemie durch den COVID-19 Virus. Arbeit wird vermehrt ins Home-Office verlagert und die gesellschaftlichen Einschränkungen tragen auch zu den Auswirkungen auf die Gesundheit der Gesellschaft bei. Die Menschen bewegen sich daher allgemein zu wenig. Dieser Mangel an Bewegungen kann zu langwierigen Folgen wie bsp. die Abnahme der Fähigkeiten des Gleichgewichtes, sowie psychischer und kognitiver Leistungsabnahmen, führen.
Im Zeitalter der Wissensgesellschaft haben viele Menschen einen gesundheitsgefährdenden Lebenswandel vollzogen, indem sie für viele Stunden täglich auf dem Bürostuhl sitzen und für noch mehr Stunden vor einem Bildschirm. Dabei kommt die körperliche Ertüchtigung oft zu kurz. Wir wollen mit Bewegungs- und Fitnessangeboten daran erinnern, dass körperliche Anstrengung wichtig für die Sauerstoffversorgung unserer Organe und Muskeln über das Herz-Kreislaufsystem ist, vor allem dann, wenn mit der sportlichen Betätigung eine gewisse Regelmäßigkeit einhergeht. Zu diesem Zweck wollten wir beim Heart and Soul Möglichkeiten aufzeigen, Trainingsabläufe unkompliziert in den (beruflichen) Alltag zu integrieren. So bieten viele Projekte ihr Angebot im Hub für die Community, aber auch für Besucher*innen an.
Doch nicht nur Sport und Bewegung spielen eine Rolle bei der Gesundheitsförderung und in der Prävention. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist Ernährung ein wichtiger Faktor in Bezug auf chronische Krankheiten und kann maßgeblichen Einfluss darauf nehmen, ob eine Person Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes entwickeln wird. Mehrere unserer Projekte befassen sich mit genau diesem Teil der Ernährung, der auch Umwelteinflüsse minimiert.
Auch arbeitsbedingter Stress kann sich in vielerlei Hinsicht negativ auf unsere Psyche auswirken. Reizbarkeit, Konzentrationsmangel, Schlaflosigkeit und Depressionen sind nur einige der stressbedingten Auswirkungen. Zum Zwecke der Stressvermeidung beschäftigen sich mehrere Projekte mit Mindfulness-Themen, von Yoga über Massagen bis hin zu Gesundheitsberatungen und Coachings.
Schaut mal: https://www.youtube.com/watch?v=veWHUSGjuNQ






