Am 3. Oktober haben wir mitten in den zentralen Feierlichkeiten zum Tag derDeutschen Einheit in Bremen einen Leerstand für einen Tag mit neuem Leben gefüllt: Direkt an der Domsheide und gegenüber des Staatsempfangs wurde das Alte Postamt mit „Past, Post, Future“ zum offenen Ort für Gründung, Kreativität und Kultur. Dort trafen die Besuchenden auf Start-ups und kreative Gründungsprojekte, Ausstellungen, Live-Musik und Live-Painting.
Parallel dazu widmete sich unser CoLab mit einem eigenen Programm der Deutschen Einheit, Identität und aktuellen gesellschaftlichen Perspektiven.
Aus Leerstand wurde ein Ort voller Leben
Bereits ab 10 Uhr öffneten sich die Türen des Alten Postamts. Gründer*innen aus unserer Visionskultur-Community präsentierten an verschiedenen Ständen ihre Projekte, Ideen und Unternehmen.
An diesem Tag wurde die Vielfalt unserer Community für die Besucher*innen unmittelbar erlebbar: Gründer*innen und Kreativschaffende, die wir im Rahmen unserer Gründungsförderung begleiten, präsentierten ihre Ideen, Produkte und Geschäftsmodelle und gaben persönliche Einblicke in ihre Gründungsvorhaben. So wurde sichtbar, welche unterschiedlichen Projekte und Unternehmen innerhalb unserer Community entstehen und wachsen.



Kunst, Musik und ein volles Programm
Auch abseits der Community-Stände gab es einiges zu entdecken. Zwei Ausstellungen brachten historische und gesellschaftliche Perspektiven in das Alte Postamt: „Ostwärts in den Westen“ sowie die Ausstellung zu Andrei Sacharow.
Beim Live-Painting entstand Kunst direkt vor den Augen der Besucher*innen. Für die musikalische Begleitung sorgte das Duo „Liederin“ mit einem Akustiksets.
Am späten Nachmittag kamen noch einmal viele Menschen zur feierlichen Ausstellungseröffnung um 17 Uhr zusammen. Beim anschließenden Netzwerken wurden neue Kontakte geknüpft und der Tag gemeinsam fortgesetzt.
Gerade diese Mischung hat für uns funktioniert: keine klassische Ausstellung, keine reine Gründungsmesse und kein gewöhnliches Netzwerktreffen – sondern ein vielseitiges Programm, das unterschiedliche Themen und Akteur*innen an einem ungewöhnlichen Ort miteinander verbunden hat.


Gesellschaftliche Perspektiven im CoLab
Nur wenige Schritte entfernt ging das Programm in unserem Visionskultur CoLab weiter. Gemeinsam mit K_Einheit haben wir dort mit Videopräsentationen verschiedene Perspektiven auf die Deutsche Einheit und ihre Bedeutung bis heute aufgegriffen.
Bei „Ostdeutsch fühlen? Ostdeutsche Identität“ and „Junge Blicke auf die Deutsche Einheit“ standen persönliche und generationelle Sichtweisen im Mittelpunkt. Mit „Herausforderung Zukunft: Zwischen demokratischem Engagement und rechten Strukturen“ richtete sich der Blick anschließend auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen.
Was von diesem Tag bleibt
Der 3. Oktober hat uns gezeigt, was entstehen kann, wenn vorhandene Räume neu gedacht werden. Das Alte Postamt war für einen Tag nicht leer, sondern voller Ideen, Gründungen, Kunst und Musik. Gleichzeitig konnten wir einen wichtigen Teil unserer Arbeit sichtbar machen: Wir begleiten Gründungen, vernetzen Akteur*innen, geben Ideen eine Bühne und erschließen Räume für neue Nutzungen. All das mitten in den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit zusammenzubringen, war für uns etwas Besonderes.
Past, Post, Future hat gezeigt: Ein leerer Raum ist manchmal nur eine gute Idee davon entfernt, wieder ein lebendiger Teil der Stadt zu werden.
Besonderen Dank an das Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit und besonders die Eröffnung der Ausstellung durch Dr. Klaas Anders, Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen (Sacharow) und natürlich der WfB.